09.05.2017, 14.53 Uhr

Auswärtiges Amt: Reisewarnung? Diese Sicherheitshinweise müssen Urlauber in Thailand beachten

Vor einem Einkaufszentrum in Thailand explodieren binnen weniger Minuten zwei Bomben. Die Bilanz: mehrere Dutzend Verletzte. Vermutet wird, dass wieder muslimische Rebellen dahinterstecken. Das Auswärtige Amt warnt vor Reisen in diese Regionen Thailands - mit diesen Sicherheitshinweisen.

Das Auswärtige Amt warnt vor Reisen nach Thailand. Bild: Fotolia/ Samitanun

Bei zwei Bombenanschlägen in Thailand sind am Dienstag mindestens 56 Menschen verletzt worden, mehrere davon schwer. Ziel der Anschläge war nach Angaben der Polizei ein Einkaufszentrum in der Stadt Pattani etwa 1.000 Kilometer von der Hauptstadt Bangkok entfernt im Süden des Landes. Hinweise darauf, dass auch Ausländer unter den Verletzten sind, gab es zunächst keine. In der mehrheitlich muslimischen Region an der Grenze zu Malaysia kämpfen muslimische Rebellen seit vielen Jahren für die Unabhängigkeit von der Zentralregierung.

Reisen nach Thailand: Auswärtiges Amt rät ab

Seit dem Wiederaufflackern des Konflikts 2004 gab es in der Region bereits mehr als 6.500 Tote. Das Auswärtige Amt rät von allen Reisen dorthin wegen der Terrorgefahr seit längerer Zeit "dringend" ab. Westliche Touristen sind dort nur sehr wenige unterwegs.

Pattani nicht das erste Mal Anschlagsziel

Das Einkaufszentrum in Pattani war bereits 2005 und 2012 Ziel von Anschlägen gewesen. Nach Angaben des Polizeisprechers detonierte am Dienstag zunächst ein kleiner Sprengsatz, der niemanden verletzte. Wenige Minuten später sei dann in einem gestohlenen Auto eine größere Bombe in die Luft gegangen.

Auswärtiges Amt warnt vor Reisen nach Thailand

Das Auswärtige Amt warnt ausdrücklich vor Reisen in und durch die unter Notstandsrecht stehenden Provinzen im Süden Thailands an der Grenze zu Malaysia (Narathiwat, Yala und Pattani sowie Teile von Songkhla). Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass diese Regionen Ziele terroristischer Anschläge werden, vor allem dann, wenn diese von Ausländern hoch frequentiert sind.

Thailand-Touristen sollen auch Grenzregion Kambodscha meiden

Auch von Reisen in die Grenzregion zu Kambodscha, insbesondere nach Preah Vihear und zu den anderen in diesem Bereich befindlichen Tempelanlagen, rät das Auswärtige Amt dringend ab. "Der gesamte Bereich ist weiterhin militärisches Sperrgebiet", heißt es auf der Webseite des Auswärtigen Amtes.

Sicherheitshinweise für Reisen nach Thailand

Da der thailändische König, Bhumibol Adulyadej, am 13. Oktober 2016 verstorben ist, wurde eine Trauerperiode von einem Jahr angeordnet. Touristen haben deshalb darauf zu achten, die Gefühle und Trauerbekundungen des thailändischen Volkes zu respektieren. Weiterhin sollten Sie auf angemessene Kleidung in der Öffentlichkeit achten.

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fka/sam/news.de

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