Auswärtiges Amt verschärft Reisewarnungen: Ist ein Türkei-Urlaub aktuell wirklich so gefährlich?

Das Auswärtige Amt in Berlin hat die Reisehinweise für die Türkei deutlich verschärft. Unterdessen eskaliert der diplomatische Konflikt zwischen den Niederlanden und der Türkei. Das sollten Reisende wissen.

Das Auswärtige Amt hat die Reisehinweise für die Türkei deutlich verschärft. Bild: Soeren Stache/dpa

Das Auswärtige Amt in Berlin hat seine Reisehinweise für die Türkei mit Blick auf das türkische Referendum zur Einführung eines Präsidialsystems am 16. April verschärft: "Im Zuge des Wahlkampfes muss mit erhöhten politischen Spannungen und Protesten gerechnet werden, die sich auch gegen Deutschland richten können", heißt es in dem Zusatz vom Montag (13.03.2017).

Auswärtiges Amt verschärft Reisehinweise für Türkei-Touristen: Spannungen und Proteste erwartet

"Hiervon können im Einzelfall auch deutsche Reisende in der Türkei betroffen sein", heißt es weiter. Ihnen werde daher empfohlen, "sich von politischen Veranstaltungen und grundsätzlich von größeren Menschenansammlungen fernzuhalten".

Seit Wochen gibt es diplomatische Spannungen zwischen der Türkei und Deutschland: Die Verhaftung des deutsch-türkischen Journalisten Deniz Yücel in der Türkei und durch deutsche Gemeinden untersagte Wahlkampfauftritte türkischer Minister in Deutschland haben das Verhältnis der beiden Länder zuletzt massiv abkühlen lassen.

Spannungen mit Deutschland und den Niederlanden: Türkei sperrt Botschafter aus

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hatte mit Blick auf die untersagten Wahlkampfauftritte seiner Minister sogar von "Nazi-Praktiken" gesprochen. Nach dem Eklat um geplante Wahlkampfauftritte türkischer Minister in den Niederlanden hat bereits das Außenministerium in Den Haag die offiziellen Warnhinweise verschärft. Dabei wird ausdrücklich auf die diplomatischen Spannungen mit der Türkei seit dem Wochenende verwiesen.

Die Niederlande hatten einen geplanten Auftritt des türkischen Außenministers untersagt und eine dennoch eingereiste Ministerin des Landes verwiesen. Am Montagabend wurde bekannt, dass die Türkei niederländischen Diplomaten vorerst die Landeerlaubnis entzogen hat und der niederländische Botschafter, der sich derzeit im Ausland aufhält, vorerst nicht wieder einreisen darf.

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lid/kad/news.de/dpa

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