Garten im Februar 2017: Aus dem Winterschlaf erwacht - Was Hobby-Gärtner jetzt tun müssen

Im Februar erwacht wieder zartes Leben in den Gärten. Für die vielen Laubenpieper heißt das aber auch, dass die faulen Monate vorbei sind und wieder Arbeit ins Haus steht. Lesen Sie hier, was im Februar alles zu erledigen ist, damit die Pflanzen bald in voller Blüte stehen und die Nutzgärten hohe Erträge abwerfen.

Der Februar ist die beste Zeit, um den Obstbäumen einen Schnitt zu verpassen, damit die Ernte ertragreich ausfällt. Bild: Jens Büttner / picture alliance / dpa

Der Winterschlaf ist vorbei und in den Gärten sind die ersten Arbeiten zu verrichten. Denn vor allem die Obstbäume benötigen jetzt besondere Hingabe, um viele Früchte zu tragen. Auch den Staudenpflanzen könnte jetzt etwas Liebe gut tun, dann erstrahlen sie bald wieder in voller Blüte.

Gartenkalender für Februar 2017: Obstschnitt - aber richtig

Temperaturen über fünf Grad sind ideal, um den Obstgehölzen den richtigen Schnitt zu verpassen. Damit bleiben die Bäume das ganze Jahr über gesund und liefern eine gute Ernte. Zuerst sollten die noch hängenden Fruchtmumien entfernt werden, um eine Pilzinfektion zu vermeiden. Beim Obstschnitt muss darauf geachtet werden, dass nicht die Triebe vom vergangenen Jahr erneut radikal verschnitten werden.

Keinen Kahlschlag bei den Obstbäumen

Es ist ein Fehler, zu denken, dass junge Äste, die im Vorjahr nicht getragen haben, nach einem erneuten Kahlschlag bessere Erträge erzeugen. Im Gegenteil, diese erzeugen dann wieder keine Ernte. Viel eher sollten lediglich nach innen wachsenden Äste, Wassertriebe entfernt werden. Kranke und abgestorbene Zweige müssen bis ins gesunde Holz weggeschnitten werden. Dem Rest des Obstbaumes sei noch Ruhe gegönnt.

Gartenarbeit im Februar: Noch müssen Baumstämme geschützt werden

Sollte sich noch einmal eine kalte Phase ankündigen, ist es ratsam, den Stamm durch spezielle Matten und Vliese zu schützen. Da auch im Februar die Sonne schon stark wärmen kann, sollen die Stämme zum Schutz mit einem Kalksud geweißt werden. Sind bereits Frostrisse zu erkennen, müssen diese sauber ausgeschnitten und mit Wundschutzmitteln versorgt werden. Auch ein spezieller Verband schützt vor weiteren Rissen.

Frühe Gemüsesorten können im Februar ausgesät werden

Die Gemüsefreunde können jetzt bereits beginnen, die frühen Sorten wie Möhren, Spinat, Radieschen oder Rettich auszusäen. Idealerweise geschieht das noch unter schützender Folie, wärmendem Vlies oder in einem abgedeckten Frühbeet. Anhaltspunkt für den richtigen Zeitpunkt der Aussaat ist, wenn der Boden langsam zu Trocknen beginnt und nicht mehr schmierig ist. Ende Februar ist zudem die richtige Zeit für Zwiebeln oder Knoblauch.

Was sonst noch im Garten zu tun ist

Ebenfalls im Februar kann man die Steckholzvermehrung von beispielsweise Forsythie, Weiden oder Liguster probieren. Dazu soll man lediglich einen 30 Zentimeter langen Zweig in die Erde setzen. Gewachshäuser können jetzt schon langsam mit den frühen Salaten besät werden. Eisbergsalat kann man dann schon im April ernten. Auch Hecken, Clematis, Sträucher oder Kletterrosen können ab Ende Februar in eine Form gebracht werden. Aber Scheren weg von den frühblühenden Arten.

FOTOS: Bier oder Salz? So werden Sie Schnecken im Garten los
zurück Weiter Bierfalle (Foto) Foto: wikipedia/Schreibkraft/Creative Commons Licence Kamera

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koj/sam/news.de

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