Tag des Sonnenschutzes 2016: Verbrennungen und Juckreiz! So gefährlich ist Sonnencreme

Sonnencreme schützt die Haut vor gefährlichen UV-Strahlen. Doch was einerseits schützt, birgt auf der anderen Seite ernstzunehmende Risiken. Wir verraten Ihnen, welche Alternativen es gibt und wie Sie ihre Sonnencreme selber machen können.

Sonnencreme schützt zwar vor der gefährlichen UV-Strahlung, birgt aber gefährliche Nebenwirkungen. Bild: Fotolia /Sunny studio

Ein richtiger Sonnenschutz im Sommer ist das A und O. Zwar wirkt Sonnenlicht gegen Depressionen, kurbelt die Produktion des Vitamins D3 an und unterstützt zudem die Selbstheilung der Haut. Doch wer seinen Körper übermäßig der gefährlichen UV-Strahlung aussetzt, riskiert schmerzhaften Sonnenbrand und sogar Hautkrebs. Angesichts gefährlicher Inhaltsstoffe sind Verbraucher jedoch verwirrt, zu welchen Sonnenschutzmitteln sie greifen sollen. Dabei gibt es jede Menge Alternativen zur herkömmlichen Sonnencreme.

Gefährliche Sonnencreme? Diese Filter schützen vor UV-Strahlung

Sonnenmilch soll hauptsächlich Sonnenbrand verhindern. Chemische oder mineralische Filter schützen die Haut vor der gefährlichen UV-Strahlung.

Chemischer UV-Filter Mineralischer UV-Filter
Vorteile
  • hohe Lichtschutzfaktoren

 

 

 

  • wirkt sofort nach dem Auftragen
  • mineralische Pigmente wirken kaum allergen
  • bilden keine schädlichen Reaktionsprodukte
Nachteile
  • Wartezeit nach dem Auftragen von 20 bis 30 Minuten bis Sonnenschutz wirkt
  • bilden chemische Reaktionsprodukte auf der Haut
  • nach 3 bis 6 Monaten zersetzen sich UV-Filter
  • einige sollen hormonell wirken
  • weißlicher Film durch Farbpigmente auf der Haut
  • keine hohen Lichtschutzfaktoren
  • Gesundheitsrisiken durch Nanopartikel
Beispiele Benzon, Trisiloxan, Drometrizol Titandioxid, Zinkoxid

Einige chemische UV-Filter sollen hormonell wirken - Oxybenzone zum Beispiel. Dieser Stoff taucht in der Inhaltsliste als Benzophenone-3 auf. UV-Strahlen werden durch diesen Filter auf der Hautoberfläche zu Wärme umgewandelt. Dieser Prozess kann jedoch Hautzellen schädigen. Außerdem kann Oxybenzon Allergien auslösen und den Hormonhaushalt gewaltig durcheinanderbringen.

Besonders gefährlich: Die Chemikalie wirkt sehr stark photosensibilisierend. Die Haut wird durch den UV-Filter immer empfindlicher. Eine geringe Sonnenstrahlung reicht dann meist schon aus, um Rötungen, Jucken oder sogar Hautverbrennungen hervorzurufen. Ergo: Der Filter wirkt kontraproduktiv.

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Doch auch bei den mineralischen Filtern sieht es nicht besser aus. Sie wirken zwar wie winzige Spiegel und reflektieren das Sonnenlicht, doch durch ihre Größe im Nanobereich bergen sie für den menschlichen Körper Risiken. Jedoch ist bisher nicht genau geklärt, welche Auswirkungen die winzigen Teilchen wirklich haben. Wissenschaftler vermuten aber, dass sich die Partikel im Körper anreichern können. Also nicht schlucken und nicht auf offene Hautstellen auftragen.

Das verbirgt sich hinter dem Lichtschutzfaktor

Vielen Deutschen ist übrigens nicht klar, was sich hinter dem Lichtschutzfaktor (LSF) verbirgt. Das geht aus dem Gesundheitsreport von Stada hervor. 41 Prozent der Bevölkerung kennen die Bedeutung des LSF auf Sonnencreme nicht. Interessant sind vor allem die regionalen Differenzen, denn der Westen scheint sich mit dem Sonnenschutz besser auszukennen. 61 Prozent nannten die richtige Antwort zum "LSF 30": "Ich bin dreißigmal länger geschützt als ohne Sonnencreme".
Der LSF gibt nämlich an, wie viel länger man mit einem Sonnenschutzmittel der Sonne ausgesetzt sein kann, ohne einen Sonnenbrand zu riskieren.
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