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Fronleichnam 2018 heute (31.05.): Feiertag mit Verwirr-Potenzial! DIESE Bedeutung steckt dahinter

In vielen Regionen Deutschlands feiert man den Festtag, aber die Wenigsten wissen, was hinter Fronleichnam steckt. Wir erklären Ihnen die Herkunft und den irreführenden Namen des katholischen Feiertags, der 2018 auf den 31. Mai fällt.

Alle Infos zu Fronleichnam hier! Bild: Peter Kneffel/dpa

Besonders die westlichen Bundesländer dürften sich freuen, denn am Donnerstag, dem 31. Mai 2018, ist Fronleichnam. Wer sich einen Brückentag genommen hat, genießt somit ein längeres Wochenende. Doch was genau feiern Millionen Katholiken weltweit eigentlich an Fronleichnam? Wo wird der Festtag gefeiert? Wir verraten es Ihnen.

Fronleichnam 2018 - Der Name hat diese Bedeutung

Fronleichnam ist eines der wichtigsten Feste im Kirchenjahr. Es ist das Fest des Leibes Christi und wird zehn Tage nach Pfingsten, also an dem Donnerstag nach dem Dreifaltigkeitssonntag gefeiert. Der Name ist irreführend. Nicht der Tod wird hier gefeiert, sondern der Leib des Herrn ("fron" = Herr, "licham" = Leib). Die Gläubigen danken Gott dafür, dass er seinen einzigen Sohn Mensch werden ließ und auf die Erde sandte.

Herkunft: Ursprung und Legende hinter Fronleichnam

Gefeiert hat man Fronleichnam wahrscheinlich erstmals 1243 im Bistum Lüttich. Zurückgeführt wird der Feiertag auf die Vision der heiligen Juliana von Lüttich. Sie habe in einer Vision den Mond gesehen, dieser wies jedoch eine dunkle Stelle auf. Christus habe ihr damit zeigen wollen, dass der Mond das Kirchenjahr bedeute und der dunkle Fleck das Fehlen eines Festes des Altarssakraments. Fronleichnam wurde daraufhin 1264 von Papst Urban IV. zum offiziellen kirchlichen Fest erklärt. Der Begriff "Fronleichnam" stammt aus dem Mittelhochdeutschen: "fron" bedeutet "Herr" und "lichnam" meint den lebendigen Leib. An Fronleichnam, dem "Hochfest des Leibes und Blutes Christi", zeigen Katholiken öffentlich ihren Glauben an die Gegenwart Christi im Sakrament der Eucharistie.

In diesen Bundesländern ist am 31.5.2018 schulfrei!

In Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland ist Fronleichnam ein gesetzlicher Feiertag. Auch in katholischen Regionen Sachsens und Thüringen, wie dem Eichsfeld in Nordthüringen, wird Fronleichnam zelebriert. Der Freitag ist damit in diesem Jahr Brückentag in den genannten Bundesländern. Damit besteht am Wochenende Stau-Gefahr- hier erfahren Sie, welche Strecken Sie umfahren sollten.

Das hat Tradition - So feiern deutsche Katholiken Fronleichnam

Die Fronleichnamprozession, bei der ein Geistlicher die Hostie durch die geschmückten Straßen trägt und die Gläubigen hinter ihm singen und beten, schließt sich direkt an den Gottesdienst an. Die Gemeinde hält oft an vier Stationen, angelehnt an die Himmelsrichtungen, an. Das Ritual endet meist in der Pfarrkirche mit dem Te Deum ("Großer Gott, wir loben Dich").

Katholiken in Deutschland feiern Fronleichnam 2018

Viele Tausend Katholiken in Deutschland haben am Donnerstag, dem 31.05.2018, mit Messen und Prozessionen das Fronleichnamsfest gefeiert. Allein in München nahmen 10.000 Menschen bei sommerlichem Wetter an einem Gottesdienst auf dem Marienplatz teil, wie das Erzbischöfliche Ordinariat mitteilte. In Köln feierten Hunderte Menschen mit Kardinal Rainer Maria Woelki eine Messe unter freiem Himmel.

In Hüfingen im Schwarzwald legten Freiwillige mit Hilfe von Schablonen einen 450 Meter langen Teppich aus Blüten. Laut dem zuständigen Pfarrbüro werden dafür stets Millionen von Wiesenblumen wie Klee, Margeriten oder Lupinen verwendet. In den katholisch geprägten Regionen wurden vielerorts Heiligenfiguren und andere christliche Kunstwerke geschmückt und durch die Straßen getragen.

Fronleichnam 2018: Kardinal Marx appelliert an Christen

In München rief Kardinal Reinhard Marx in seiner Predigt dazu auf, sich nicht durch Meinungsumfragen, Einschaltquoten, Stimmungen bestimmen zu lassen, sondern zu versuchen, das Leben selbst zu gestalten. Auch für den Glauben bestünden derzeit viele Herausforderungen. Der Säkularisierung müssten Christen begegnen, indem sie in die Gesellschaft einbringen, was sie zu sagen haben.

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saw/kad/news.de/dpa

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