Diakonenamt für Frauen: Papst Franziskus modernisiert die katholische Kirche

Das katholische Oberhaupt, Papst Franziskus, strebt offenbar eine verstärkte Modernisierung seiner Kirche an: Er will nun die Möglichkeit prüfen lassen, ob künftig auch Frauen zu Diakonen geweiht werden können. Was diese Entscheidung bedeuten könnte, lesen Sie hier.

Papst Franziskus, hier auf dem Petersplatz in Vatikanstadt am 7. November 2015, will prüfen lassen, ob in der katholischen Kirche künftig auch Frauen zu Diakonen geweiht werden könnten. Bild: Ettore Ferrari/dpa

Papst Franziskus erwägt laut Angaben der Nachrichtenagentur Ansa vom Donnerstag die Zulassung von Frauen zum Diakonenamt: Er wolle eine Studienkommission einrichten, die diese Möglichkeit prüfen soll. Das katholische Kirchenoberhaupt habe dies im Rahmen einer Audienz auf eine Frage von Ordensoberinnen hin erklärt. Er hatte am Morgen 900 Oberinnen aus allen Teilen der Welt im Vatikan empfangen.

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Papst Franziskus will Zulassung von Frauen zum Diakonenamt prüfen

Diakone haben in der Kirche zahlreiche Aufgaben, vor allem im sozialen Bereich, der Seelsorge und der Gemeindearbeit. Sie sind aber nicht den Priestern gleichgestellt: Das Diakonat ist ein Weiheamt, die nächsthöheren Stufen sind der Priester und der Bischof.

In der katholischen Kirche wird schon länger darüber diskutiert, Frauen zu Diakonen zu weihen. Der Mainzer Kardinal Karl Lehmann hatte sich erst kürzlich dafür eingesetzt: "Leider dauert es schon zu lange, bis in Rom eine Entscheidung fällt über einen Ständigen Diakonat der Frau", hatte der scheidende Bischof vor wenigen Tagen in einem Interview mit der Deutschen Presse-Agentur erklärt. Für ein Priestertum der Frau sehe er in der katholischen Kirche jedoch keinen Weg.

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lid/news.de/dpa

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