Von news.de-Volontärin - 14.05.2016, 06.00 Uhr

Internationaler Fair-Trade-Tag 2016: So verhindern Sie Kinderausbeutung und Zwangsarbeit

Der "Internationale Tag des Fairen Handels", der in diesem Jahr auf den 14. Mai fällt, macht jährlich auf Bedingungen im globalen Handel aufmerksam. Wie Sie Kleinunternehmer und Arbeiter südlicher Länder unterstützen können und wo Sie Fair-Trade-Produkte erhalten, lesen Sie hier.

Seit 1995 findet jährlich am zweiten Samstag im Mai der "Internationale Tag des Fairen Handels" statt, das ist in diesem Jahr der 14. Mai – zeitgleich mit dem Weltladen-Tag. Damit jährt sich die Kampagne, die auf faire Bedingungen im globalen Handel aufmerksam machen möchte, zum 21. Mal. Das Motto lautet "Mensch. Macht. Handel. Fair". Aber was ist fairer Handel oder Fair Trade überhaupt? Wie erkenne ich fair gehandelte Produkte? Und wo kann ich sie kaufen?

Fair-Trade-Tag 2016: Fairer Handel ist durch weltweite Standards geregelt

Fair Trade hat es sich zum Ziel gesetzt, die Position von Arbeitern, Kleinbauern und -unternehmern südlicher Länder im globalen Handel zu stärken. Um das zu gewährleisten, gibt es Fair-Trade-Standards, die den Handel in ökologischer und ökonomischer, aber auch in sozialer Hinsicht regeln. Dazu zählen laut "Fair Trade Deutschland" online unter anderem folgende Eckpunkte:

  • eingeschränkter Einsatz von Pestiziden und Chemikalien
  • Anbau biologischer Produkte
  • stabile Mindestpreise
  • langfristige Handelsbeziehungen
  • keine illegale Kinderarbeit und Zwangsarbeit
  • Fairtrade-Prämie für soziale Projekte in der Region

Wer hierzulande Produkte mit dem Fair-Trade-Siegel kauft, unterstützt somit direkt Bauern und Arbeiter in den Herstellerländern, wie zum Beispiel auf Bananen- oder Kaffee-Plantagen.

Fair-Trade-Kleidung und -Lebensmittel liegen im Trend

Das Interesse an fair gehandelten Produkten nimmt stetig zu. Und nicht nur das: Inzwischen gibt es einen regelrechten Fair-Trade-Trend. So gaben 2014 beispielsweise die Deutschen 827 Millionen Euro für Lebensmittel, Kleidung und Handwerk mit dem Fair-Trade-Siegel aus, wie "Focus-Online" berichtet. Damit liegen die Pro-Kopf-Ausgaben für fair gehandelte Produkte in Deutschland bei 13 Euro. Im internationalen Vergleich liegen wir damit allerdings weit zurück – in der Schweiz sind es 44 Euro und in Großbritannien 32 Euro pro Kopf.

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