Von news.de-Volontärin Maria Gregor - 03.05.2016, 15.51 Uhr

Wertsachen richtig verstecken: Neue dreiste Masche von Einbrecher-Gangs

Getarnt als Umzugsfirma plündern professionelle Diebesbanden ganze Häuser aus. Wir zeigen Ihnen, wie Sie Ihre Wertsachen vor jedem Dieb verstecken.

Dreist, aber treffsicher: Professionelle Banden tarnen sich als Umzugshelfer und plündern so ganze Häuser aus. Bild: dpa

Es war ein Schock, als ich nach Hause kam und mich eine Nachbarin im Hausflur fragte, ob bei mir auch eingebrochen wurde. Die Panik stieg in mir auf. Was war passiert, während ich auf Arbeit war? Schnell schoss mir durch den Kopf, was alles weg sein könnte: Der Fernseher, mein Laptop... Omas Kette!

Acht Wohnungen in einem Haus überfallen

Ich entschuldigte mich und stürzte nach oben in meine Wohnung - und mir fiel ein Stein vom Herzen! Niemand hatte sich durch meine Schränke und Schubladen gewühlt. Später unterhielt ich mich mit weiteren Nachbarn. Scheinbar wurde im gesamten Haus eingebrochen. Nur die Etage, in der ich lebe, war verschont geblieben. Warum? Auch wenn ich mich über einen Schutzengel freuen würde, waren es die Türen, die mich retteten.

Doppelseitige Flügeltüren - Sehr schick, aber keineswegs einbruchsicher!

Als ich einzog, bedauerte ich, nicht auch so eine schöne Eingangstür zu haben - nun bin froh! Flügeltüren können laut Polizei in Sekundenschnelle aufgedrückt werden, berichtete eine Nachbarin: "In fünf Sekunden war der Polizist in meiner Wohnung!", sagte sie mir aufgelöst. Einziger Schutz: Kantenriegel sichern. Mit einer einfachen Schraube könnte verhindert werden, dass man die Tür auf diese Weise aufdrückt.

In meiner Wohnung war ein Fremder - Was nun?

Besonders mitgenommen haben mich die Verluste der Leute, die nur ein paar Meter neben mir wohnen. Ein Computer mit Hochzeits- und Urlaubsfotos, eine Kamera, Schmuck... Plötzlich gab es in meinem Haus nur noch eine Etage, die Fernsehgeräte besaß! Besonders hart muss aber die Gewissheit gewesen sein, dass ein fremder Mensch in den eigenen vier Wänden war. "Ich habe ihre Fingerabdrücke in meinem Regal entdeckt", berichtete ein Nachbar. "Mein gemachtes Bett war zerwühlt, als hätten sie drin gelegen."

Viele Mieter ziehen nun aus. Das Haus wirkt leer. Einige blieben nur ein paar Wochen weg und haben sich ein Vorhängeschloss zugelegt. Auch die Hausverwaltung will handeln - noch ist allerdings nichts passiert.

  • Seite:
  • 1
  • 2
Empfehlungen für den news.de-Leser