Türkei-Urlaub stornieren
Nach den Terror-Anschlägen: Kann ich eine Reise kostenlos stornieren?

Erneuter Anschlag in der Türkei am Wochenende: Immer wieder werden auch Touristen Opfer. Ob und wo Reisende Recht auf kostenlose Stornierung oder Umbuchung haben, lesen Sie hier.

In türkischen Großstädten wie Istanbul kam es in diesem Jahr bereits zu mehreren Anschlägen. Bild: dpa

Nachdem das Auswärtige Amt wegen erhöhter Terrorgefahr deutsche Vertretungen in Istanbul und Ankara in der vergangenen Woche vorsichtshalber geschlossen hat, sind viele Reisende verunsichert. Erst am Wochenende hatte es erneut einen Anschlag in einer Istanbuler Einkaufsstraße gegeben. Wie sicher sind die Touristenstädte noch? Und worauf muss man achten?

Auswärtiges Amt: Türkei-Reisende sollen im Hotel bleiben

Noch hat die deutsche Behörde keine offizielle Reisewarnung für die Türkei ausgesprochen. Sie mahnt aber vor allem in türkischen Großstädten zu "erhöhter Vorsicht". Reisende sollten bis auf Weiteres im Hotel bleiben. Insbesondere das kurdische Newroz-Fest am 21. März wird als Anlass für politische Spannungen angesehen. Es sei mit gewaltsamen Ausschreitungen und möglicherweise auch weiteren Terroranschlägen zu rechnen.

Reisende sollten daher Menschenansammlungen vor touristischen Attraktionen und generell Regierungs- sowie Militäreinrichtungen meiden. Öffentliche Verkehrsmittel sollten nur im Ausnahmefall genutzt werden. In grenznahe Gebieten im Südosten des Landes sei mit Ausgangssperren zu rechnen. Von Reisen in das Grenzgebiet zu Syrien und Irak rät das Amt generell ab.

VIDEO: Was ist mit meinem Türkei-Urlaub?
Video: RTL

Recht auf kostenlose Stornierung oder Umbuchung?

Ob sie eine gebuchte Reisen stornieren können, ist nicht so leicht zu beantworten. Wie die "Berliner Zeitung" schreibt, hätten große Reiseveranstalter ihre Konditionen für Badeurlaub in der Türkei bisher nicht geändert. Lediglich DER biete eine kostenlose Umbuchung- und Stornierungsmaßnahme für Reisen nach Istanbul bis zum 31. März an.

ITS und Jahn Reisen kommen Kunden mit einer kostenfreien Umbuchungsmöglichkeit bis 30 Tage vor der Abreise entgegen - sie gilt für alle Ziele im Sommerprogramm. Viele Veranstalter bieten erst dann eine kostenlose Stornierung oder Umbuchung an, wenn das Auswärtige Amt eine Reisewarnung ausgesprochen hat. Ein automatischer Stornierungsgrund ist sie jedoch auch dann nicht.

Eine Reisewarnung wird nur dann ausgesprochen, wenn eine akute Gefahr für Leib und Leben besteht. Reisehinweise geben hingegen allgemeine Informationen zum Land, Sicherheitshinweise machen auf bestehende Probleme in einem Land aufmerksam.

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zij/bua/news.de

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1 Kommentare
  • NOr

    21.03.2016 18:03

    Wenn die Touristen wegbleiben kommt sofort der Merkelbezwinger Erdogan und will Nachschlag haben.Wo Merkel ihren A.... auch hindreht,Erdokan kommt da immer dran.

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