Rauchmelderpflicht in fast jedem Bundesland
Wohnzimmer, Küche, Bad? - Wohin mit dem Rauchmelder?

Rauchmelder können Leben retten. Das wissen auch die Bundesländer, sodass weitere der Einbaupflicht gefolgt sind. Nur wo gilt jetzt die Rauchmelderpflicht und wo nicht? Erfahren Sie zudem alles über die Pflichten und Vorteile.

Seit 1. Januar 2016 haben einige Bundesländer mit der Rauchmelderpflicht nachgezogen. Bild: dpa

Es ist eine der schlimmsten Horrorvorstellungen: Mitten im Schlaf steht plötzlich die Wohnung in Flammen. Dabei sind fast alle Todesopfer nicht wegen den Flammen, sondern an einer Rauchvergiftung gestorben. Ein Feuermelder kann hier Leben retten. Denn im Schlaf setzt der Geruchssinn aus. Wachen wir bei einem Wohnungsbrand auf, ist es oft schon zu spät. Das Signal des Rauchmelders kann hier wichtige Sekunden verschaffen.

In diesen Bundesländern herrscht Rauchmelderpflicht

Schon jetzt sind Rauchmelder bei Neu- und Umbauten in nahezu allen Bundesländern Pflicht. Wie der "Focus" berichtet haben dem Fernziel, alle Gebäude Deutschlands mit Rauchmeldern auszustatten, zu 2016 drei weitere Bundesländer nachgezogen. Mit Beginn des neuen Jahres ist in Bremen, Niedersachsen und Sachsen-Anhalt die Frist zur Nachrüstung von Bestandsbauten abgelaufen. Theoretisch müsste, wie auch in vielen anderen Bundesländern, jedes Gebäude mit einem Rauchmelder ausgestattet sein. In Berlin und Sachsen gilt die Regel vorerst nur für Neubauten. Als einziges Bundesland fehlt noch Brandenburg. In allen anderen gilt die Einbaupflicht für alle Schlaf- und Kinderzimmer einer Wohnung sowie für Fluchtwege wie beispielsweise den Flur.

Vermieter oder Mieter? Wer muss den Einbau bezahlen?

Um einen Fehlalarm zu vermeiden, sollten die Warngeräte laut Feuerwehr nicht in der Küche oder im Badezimmer angebracht werden. Für die Kosten und den Einbau ist laut Deutschem Mieterbund in der Regel der Eigentümer einer Immobilie zahlen. Bei Mitwohnungen ist das also der Vermieter. In Mecklenburg-Vorpommern ist das ein wenig anders. Dort wird der Mieter zur Kasse gebeten. Wie der "Focus" weiter berichtet, ist auch eineMieterhöhung nach Einbau der Geräte zulässig, jährlich jedoch nur in Höhe von elf Prozent des Anschaffungspreises.

Darauf müssen Sie beim Kauf achten

Gute Geräte gibt es laut Stiftung Warentest schon ab 20 Euro. Dabei muss es nicht unbedingt das teuerste Gerät sein. Ein hoher Preis verspricht keinesfalls eine Garantie für hohe Qualität. Empfehlenswert sind übrigens Geräte mit Lithium-langzeit-Batterien. Diese versprechen eine zehnjährige Einsatzzeit. Zudem rät die Zeitschrift "Test" zu Funkmeldern. Hier müssen Sie zwar etwas tiefer in die Taschen greifen, dafür warnen sie aber auch, wenn in einem anderen Raum ein Feuer ausbricht.

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jko/gea/news.de

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