Pickel, Genitalwarzen, Herpes: Ärztin warnt: Sex mit Intimrasur macht krank

Erst heißt es, ein rasierter Intimbereich verspricht ein Hoch der Gefühle beim Sex und nun warnt die amerikanische Ärztin Emily Gibson vor der blanken Haut. Der hartnäckige Trend macht Frauen krank statt sexy.

Eine Intimrasur kann ziemlich eklige Folgen für die menschliche Gesundheit haben. Bild: Fotolia / Sentello

Trend zum haarfreien Intimbereich

Wenn die rasierte Haut angeblich krank macht, warum entfernt man dann überhaupt die Haare? Wie das Magazin "Brigitte" schreibt, erfreute sich die Intimrasur in den vergangenen zwei Jahrzehnten wachsender Beliebtheit. Die Gründe sind laut Soziologen nicht von der Hand zu weisen: Knappe Bikinis und Tangas sowie die massenhafte Pornografie im Internet, bei der die Darsteller den Blick auf die entscheidenden Körperteile seit jeher freigeben, seien maßgebend. Zudem gelte die Überzeugung, dass Schamhaar unattraktiv und unhygienisch sei. Auch die Industrie fördert diese Ansichten ganz gezielt. Immerhin geht es hier um ein Millionengeschäft.

FOTOS: Haariges Untenrum mit und ohne Scham
zurück Weiter Intimfrisur (Foto) Foto: Katrin Agater Kamera

Lesen Sie hier: Darum macht Sex ohne Schamhaar mehr Spaß.

Genitalwarzen, Pickel und Herpes dank Intimrasur

Die amerikanische Ärztin Emily Gibson hält diesen Trend allerdings für kontraproduktiv, ja sogar gefährlich. "Unsere Obsession mit haarlosen Genitalien muss aufhören!", schreibt die Medizinerin auf der Plattform "www.alternet.org". "Schamhaar hat eine Funktion. Es ist ein Schutzkissen gegen Reibung, bietet Schutz vor Erregern und ist das sichtbare Ergebnis lange erwarteter Sexualhormone - und nichts, wofür man sich schämen müsste."

Die Haarentfernung reize die Haarfollikel, dadurch können schmerzhafte Entzündungen entstehen. Zudem hinterlassen einige Methoden winzige Wunden in der Haut. Für Keime ein idealer Ort. Denn das feucht-warme Klima der Genitalien bietet optimale Bedingungen. Aber auch Pickel, Pusteln, Abszesse, Genitalwarzen und Follikelentzündungen können den rasierten Intimbereich entstellen.

Laut Ärztin ist die Ansteckungsgefahr ohne Schamhaare sehr viel größer. Bakterien und Viren des Sexualpartners können durch winzige Verletzungen in den Körper gelangen. Frisch rasierte Genitalien fördern zudem das Risiko, an Herpes zu erkranken.

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bua/zij/news.de

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