Rauchmelderpflicht 2016: Das müssen Wohnungsbesitzer jetzt beachten

In vielen Bundesländern gilt seit Jahresbeginn eine Rauchmelderpflicht. was Sie über Kosten, Wartung und Versicherungsschutz wissen müssen, erfahren Sie hier.

Seit 1. Januar 2016 gilt in einigen Bundesländern die Rauchmelderpflicht. Bild: dpa

In drei Bundesländern ist die Frist laut Verbraucherzentralen zum Jahreswechsel abgelaufen, um in bestehenden Gebäuden Rauchmelder zu installieren. Ab Anfang 2016 müssen in Bremen, Niedersachsen und Sachsen-Anhalt auch in älteren Gebäuden Rauchwarner angebracht sein. Für Neubauten gelte die Pflicht schon in fast allen Bundesländern.

Wer ist für den Einbau der Rauchmelder verantwortlich?

In allen drei Bundesländern muss seit dem Jahreswechsel in sämtlichen Schlafräumen, Kinderzimmern sowie Fluren, über die Rettungswege von Aufenthaltsräumen führen, Rauchmelder installiert sein. Für den Einbau der Geräte sind die Eigentümer zuständig. "Viele Haus- oder Wohnungsbesitzer, die in der eigenen Immobilie leben, sind nicht ausreichend über die Rauchmelderpflicht informiert. Oft wissen sie nicht, dass auch sie der Gesetzgebung unterliegen", meinte Christian Rudolph, Vorstand von "Rauchmelder retten Leben" und ergänzte: "Vor allem private Eigentümer haben jetzt noch die Gelegenheit, bei ihren letzten Weihnachtseinkäufen auch an Rauchmelder zu denken." In Mecklenburg-Vorpommern müssen Mieter den Einbau von Rauchmeldern selbst vornehmen.

So viel kosten Rauchmelder

Gute Geräte gibt es laut Stiftung Warentest schon ab 20 Euro. Empfehlenswert sind übrigens Geräte mit Lithium-langzeit-Batterien. Diese versprechen eine zehnjährige Einsatzzeit. Zudem empfiehlt die zeitschrift "Test" Funkmelder. Diese kosten zwar deutlich mehr, warnen jedoch auch wenn in einem anderen Raum ein Feuer ausbricht.

Mieterhöhungen sind nach der Montage von Rauchmeldern übrigens zulässig. Allerdings jährlich nur in der Höhe von elf Prozent des Anschaffungspreises.

Wartung und Pflege der Rauchmelder

Die jährliche Wartung und Pflege der Rauchmelder ist in den jeweiligen Landesbauordnungen geregelt. In Bremen und Niedersachsen sind die Mieter dafür verantwortlich, in Sachsen-Anhalt die Eigentümer. Die Erfahrung in anderen Bundesländern zeigt allerdings, dass die Mieter mit der notwendigen Wartung häufig überfordert sind, inklusive der notwendigen Nachweispflicht. Um sicher zu gehen empfiehlt sich, die Wartung in Eigentümerhand zu belassen oder mit "Q"-zertifizierte Fachkräfte für Rauchwarnmelder zu beauftragen.

Konsequenzen bei Nichteinhaltung der Rauchmeldepflicht

Formelle Kontrollen zur Erfüllung der Rauchmelderpflicht sind nicht geplant. Kommt jedoch ein Mensch bei einem Wohnungsbrand gesundheitlich zu Schaden oder gar ums Leben, stellt sich die Frage, ob eine frühzeitige Warnung durch Rauchmelder dieses verhindert hätte. Spätestens dann könnte der verantwortliche Eigentümer mit unangenehmen Haftungsfragen durch die Staatsanwaltschaft konfrontiert werden.

Lesen Sie auch: Neue Gesetze! Das ändert sich ab 1. Januar 2016.

Darauf sollten Eigentümer und Mieter achten

Wer Wert auf einen zuverlässigen und langlebigen Rauchmelder legt, kann sich am Qualitätszeichen "Q" orientieren. Rauchmelder mit dem "Q" sind auf Langlebigkeit, die Reduktion von Fehlalarmen sowie erhöhte Stabilität geprüft und verfügen über eine fest eingebaute Batterie mit mindestens 10 Jahren Lebensdauer. Mieter, auf die der Eigentümer die Wartung der Rauchmelder übertragen hat, sollten sich die Bedienungsanleitung der installierten Melder aushändigen lassen. Nur so können sie die Prüfung, die mindestens einmal im Jahr erforderlich ist, korrekt durchführen.

Rauchmeldepflicht in Sachsen, Berlin und Brandenburg geplant

In Sachsen greift die Rauchmelderpflicht ab dem neuen Jahr nur in Neu- und Umbauten. Nur Berlin und Brandenburg hätten noch keine Rauchmelderpflicht. In Nordrhein-Westfalen müssten bestehende Gebäude bis Ende 2016 in Schlafräumen, Kinderzimmern und Fluren, über die Rettungswege von Aufenthaltsräumen führen, mit Rauchmeldern ausgestattet werden.

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bua/news.de/dpa

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