Bahnstreik aktuell 2015: GDL-Streik vertagt: Kein Bahnstreik am Wochenende

Bahnreisende können vorsichtig aufatmen. Denn zumindest an diesem Wochenende (21./22.02.2015) wird es wohl keinen Bahnstreik der Lokführer geben. Gelöst ist der Dauerkonflikt zwischen der GDL und der Deutschen Bahn aber noch lange nicht.

Die Lokführergewerkschaft GDL lässt die Bahnkunden weiter zappeln. Sie nennt noch immer keinen konkreten Zeitpunkt für ihren angekündigten nächsten Bahnstreik 2015. Zum Wochenende aber müssen Reisende wohl noch nicht mit einem Ausstand rechnen.

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Bahnstreik aktuell 2015: Kein GDL-Streik am Wochenende, DB-Tarifkonflikt geht aber weiter

Es gebe keinen neuen Sachstand seit den Beschlüssen der Tarifkommission und des Vorstands vomMittwoch, erklärte am Freitag ein Sprecher der Gewerkschaft inFrankfurt. Da die GDL allerdings versprochen hatte, Fahrgäste rechtzeitig zu informieren, dürfte ein Streik an diesem Wochenende eher unwahrscheinlich sein.

Bahnstreik aktuell 2015: Am Wochenende sollen die Züge fahren. Die GDL lässt einen erneuten Streik-Termin weiter offen. Bild: Peter Steffen/dpa

Deutsche Bahn versichert: Gespräche mit Lokführer-Gewerkschaft gehen weiter

Auch die Bahn teilte keinen neuen Sachstand mit. Eine Sprecherin verwies auf Aussagen vom Donnerstag, als Personalvorstand Ulrich Weber angekündigt hatte: "Ja, wir reden miteinander, wir sind in Kontakt." Das bundeseigene Unternehmen werde sich bemühen, den Gesprächsfaden nicht abreißen zu lassen, hatte er versprochen.

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GDL-Streik beschlossen, Termin unklar: Wann wird bei der Bahn gestreikt?

Dass es grundsätzlich neue Streiks geben soll, hatte die GDL am Mittwoch beschlossen. Sowohl den Starttermin als auch die geplante Dauer ließ sie aber zunächst offen. Es wäre der mittlerweile siebte Ausstand im laufenden Tarifkonflikt.

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Der Fahrgastverband Pro Bahn forderte angesichts der zuletzt erfolglosen Verhandlungen den Einsatz eines externen Vermittlers. "Für die Fahrgäste ist die ganze Situation alles andere als lustig", sagte Verbandssprecher Gerd Aschoff der "Passauer Neuen Presse". Viele Menschen fragten sich, «ob bei diesem Tarifstreit überhaupt noch jemand durchblickt, und wünschen sich einen Schlichter».

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Kann eine Mediation den Streit zwischen DB und GDL lösen und Streiks verhindern?

Das sei zwar rechtlich problematisch, räumte Aschoff ein. "Aber eine Moderation, eine Mediation - das wäre schon vorstellbar." Als mögliche Kandidaten nannte er den früheren Hamburger Bürgermeister Klaus von Dohnanyi, Karl Heinz Daehre, den früheren Verkehrsminister von Sachsen-Anhalt, oder Ex-EKD-Chef Nikolaus Schneider.

Auch der Vorsitzende des Beamtenbunds, Klaus Dauderstädt, brachte in der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung» eine Schlichtung ins Spiel. Der Deutsche Bahnkunden-Verband hatte am Donnerstag im "Münchner Merkur" bereits gefordert, künftig Fahrgastvertreter bei Tarifgesprächen miteinzubeziehen.

DB-Tarifstreit seit Monaten ungelöst - bisher sechs Warnstreiks der GDL

Die Lokführer hatten im Herbst bereits sechs Mal gestreikt und dabei die Dauer des Ausstands stets verlängert. Der Zugverkehr wurde bundesweit stark eingeschränkt.

Arbeitsniederlegungen der GDL im aktuellen Tarifstreit
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In der vorigen Woche erklärte die GDL die Tarifverhandlungen abermals für gescheitert. Zur Begründung hieß es, die Bahn sei von ihrer Zusage aus dem Dezember abgerückt, dass die GDLeigenständig und unabhängig von der größeren Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG)verhandeln dürfe. Über inhaltliche Forderungen der GDL nach kürzerer Arbeitszeit und 5 Prozent mehr Geld wurde noch nicht gesprochen.

Worum es im Tarifstreit zwischen Deutscher Bahn und GDL genau geht, erfahren Sie hier.

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zij/news.de/dpa

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