30.01.2015, 13.51 Uhr

Zu nett für Sex: Junge Männer versagen immer öfter im Bett

Immer mehr Männer im Alter von 20 bis 30 Jahren leiden an Unlust und Erektionsstörungen. Grund: Sie sind zu nett und wurden zu weiblich erzogen.

Von wegen starkes Geschlecht! Sex-Experten sehen Männer in der Krise. Vor allem Jüngere im Alter von 20 bis 30 Jahren leiden oftmals an Unlust und Erektionsstörungen. Grund: Sie sind zu nett.

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Laut einer Studie haben es junge Männer in einer Beziehung nicht leicht. Sie leiden unter Erektionsstörungen und extremer Unsicherheit. Bild: picture-alliance / dpa / Fredrik von Erichsen

Nette Männer haben häufiger Erektionsstörungen

Fragt man Frauen, wie der ideale Partner sein soll. Kommt häufig er solle nett, verständnisvoll, fürsorglich und einfühlsam sein. Sozusagen den Kinder betreuenden Karriere-Hausmann, der zugleich ein guter Liebhaber ist. Genau dorthin hat sich die Männerwelt entwickelt.

Experten schlagen Alarm. "Männer haben gelernt beim Pinkeln zu sitzen, Rücksicht zu nehmen, Einfühlkompetenz und Gesprächsbereitschaft zu entwickeln. Darunter aber leidet die verführerische Rolle des Mannes", sagt Sexologin Esther Elisabeth Schütz gegenüber dem Schweizer Nachrichtenportal 20min.

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Weiblich sozialisierte Männer

Das Problem: Viele Männer wurden zur absoluten Freundlichkeit erzogen. Das führe laut Martin Bachmann vom Züricher Männerbüro zu Problemen im Bett. "Der Mann muss die Frau nehmen und in sie eindringen wollen. Das ist mit sexueller Selbstsicherheit verbunden. Es gibt aber Männer, die das aus lauter Nettigkeit nicht können. Sie befürchten, der Frau weh zu tun und Grenzen zu überschreiten", sagt er im Gespräch mit 20min. Einfühlsame und äußerst verständnisvolle Männer haben oft Probleme in die Frau einzudringen.

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zurück Weiter Gurken, Möhren und Bananen eignen sich nicht nur hervorragend als Lebensmittel, sondern sind auch wunderbar für das Liebesspiel geeignet. (Foto) Foto: picture-alliance / dpa / Patrick Seeger Kamera

Erektionsstörungen unbedingt behandeln

Die Unsicherheit fühle zwangsläufig zu Erektionsstörungen, da die Männer bei alldem Gedankenchaos nicht in Hochtour kommen. Die Sex-Therapeutin Gabriela Kirschbaum rät Männern mit derartigen Problemen unbedingt zu einem Experten zu gehen. Würden Männer mit Erektionsproblemen sich nicht behandeln lassen, würde sich dies extrem auf das Selbstwertgefühl auswirken.

"Sie fühlen sich in ihrer Männlichkeit gekränkt und schämen sich", so Kirschbaum gegenüber 20min. Und dies intensiviere das Problem nur. "Die Männer müssen lernen, sich so zu akzeptieren, wie sie sind und sich auch so zu verhalten", meint sie.

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bua/boi/news.de

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