29.10.2014, 13.31 Uhr

Untreue programmiert: Frauen und Monogamie passen nicht zusammen

Noch immer gilt die Monogamie als das Nonplusultra aller gängigen Beziehungsformen in unserer Gesellschaft. Dabei sind vor allem Frauen schnell gelangweilt von nur einem Sexpartner. Laut einem New Yorker Journalisten sehnen sie sich nach Abwechslung im Bett und fühlen sich durch die Monogamie in Ketten gelegt - und das nicht im positiven Sinne.

Noch immer hängt Männern der Ruf nach, in einer Beziehung schnell fremdzugehen, da sie sich langweilen und nach einem anderen Partner und Abwechslung im Bett sehnen. Doch das ist nicht ganz richtig, wie nun ein Journalist der New York Times, Daniel Berger, erklärt.

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Darum sind Frauen nicht für eine feste Beziehung geeignet

In seinem Buch «Die versteckte Lust der Frauen» räumt er mit eben solchen Vorurteilen auf und betrachtet die weibliche Lust aus einem relativ neuen, bisher wenig beachteten Blickwinkel. Schenkt man Berger Glauben, so langweilen sich Frauen seiner Meinung nach bereits nach kurzer Zeit in einer festen monogamen Beziehung. Bei Frauen erkalte die Lust bereits nach 24 bis 36 Monaten, so Berger. Anders hingegen sei dies bei Männern. Diese finden laut dem US-Journalisten ihre Partnerin auch nach Jahrzehnten noch sexuell anziehend.

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Studien belegen Bergers Ausführungen

Wissenschaftliche Studien hat Berger für seine Thesen auch parat. Der Evolutionspsychologe Dietrich Klusmann hat sich in seiner Arbeit «Sexual Motivation and the Duration of Partnership» mit eben diesen Fragen, welche Berger zu beantworten versucht, auseinander gesetzt.

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Auch er vertritt die Auffassung, dass sich die weibliche und männliche Lust innerhalb einer festen Beziehung unterschiedlich entwickelt. So sind seiner Meinung nach «Sex und Liebe (...) zwei unterschiedliche Kreisläufe». Während Männer eigentlich anstreben, dauerhaft Sex mit ein und derselben Partnerin zu haben, lässt bei den Frauen dieses Verlangen irgendwann nach. Und zwar dann, wenn Kinder da sind und sie sich deren Erziehung widmen.

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Für sein Buch hat Daniel Berger nicht nur mit Psychologen und Wissenschaftlern gesprochen, sondern auch Frauen unterschiedlicher Altersgruppen befragt. Diese bestätigten seine Thesen zur weiblichen Lust.

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