Aus alt mach modern: Der angesagte Vintage-Look fürs Eigenheim

Der aktuelle Vintage-Trend ist gefragt: Beim Wohnen kombinieren viele Bürger heutzutage bewusst Neues und Modernes mit alten Stücken. Dabei mag es allerdings nicht jeder, wenn die beliebten Alterungsspuren künstlich an Möbeln von minderwertiger Qualität angebracht wurden.

Obwohl der Preis kaum Bezug zur Qualität der Stücke hat, ist der Shabby Chic made in China zudem vergleichsweise teuer. Bei der Wohnungseinrichtung sollte die Devise daher vielmehr lauten: Klasse statt Masse - und die lässt sich mit originalen Antiquitäten am leichtesten erreichen. Antike Stücke, die älter als ein Jahrhundert sind, wirken schöner und überzeugen außerdem mit einem hohen Maß an Wertbeständigkeit.

Hingucker für die eigenen vier Wände: Mit antiken Möbeln lässt sich das eigene Zuhause aufpeppen. Allerdings ist die Echtheit vieler Möbel für Laien nur schwer nachprüfbar. Bild: djd/www.britsch.com

Echte antike Möbel müssen auch nicht zwangsläufig teurer sein als Stücke, die auf alt getrimmt wurden. Bei vermeintlichen Schnäppchen auf dem Flohmarkt sollte man allerdings Vorsicht walten lassen. Diese Stücke halten nämlich oft nicht, was der Augenschein verspricht. Käufer sollten sich deshalb absichern und im Zweifelsfall eine Bewertung der vermeintlichen Antiquitäten vornehmen lassen.

FOTOS: Möbelmesse Köln Die Wohntrends 2013

Nicht jedes Schnäppchen hält, was es verspricht

Trödler und Flohmärkte sind meist die erste Anlaufstelle für all diejenigen, die auf der Suche nach außergewöhnlichen, antiken Möbeln sind. Kenner der Materie können hier gelegentlich tatsächlich ein wahres Schnäppchen machen. Größtenteils muss und sollte das Angebot jedoch kritisch betrachtet werden, um eine Enttäuschung nach dem Möbelkauf zu vermeiden. Ausgewiesene Fachhändler verkaufen ausschließlich Möbel, die garantiert antik sind und ein entsprechendes Zertifikat besitzen. Interessenten finden dort nicht nur Antiquitäten, sondern können bei Bedarf auch eine Bewertung vermeintlich alter Möbel durchführen lassen.

Auf Echtheit geprüft und liebevoll aufbereitet: Dieser weiß gefasste Vitrinenschrank (Tanne, um 1900) stammt aus einem früheren Ladengeschäft. Bild: djd/www.britsch.com

Antikes muss mindestens 100 Jahre alt und größtenteils im originalen Zustand sein

Ein seriöser Händler lässt sich daran erkennen, dass er in mindestens einem der großen Kunsthandelsverbände organisiert ist. Dazu gehören neben dem Deutschen Kunsthandelsverband e.V. oder dem Bundesverband Deutscher Galerien und Kunsthändler auch die Cinoa-Vereinigung auf internationaler Ebene. Derart organisierte Fachhändler garantieren sowohl mit ihrem Fachwissen als auch mit ihrem guten Namen für die Echtheit und das Alter der Möbelstücke - der Laie hingegen kann meist beides nicht so einfach einschätzen.

Möbel im Vintage-Look geben jeder Wohnung ein einzigartiges Flair. Bild: djd/www.britsch.com

Was die Rückseite über ein Möbelstück verrät

Händler können meist schon auf den ersten Blick sagen, ob mit dem Möbelstück alles in Ordnung ist. Anhand der Rückseite eines Möbels lässt sich etwa schon viel über Zustand und Echtheit sagen. Stücke, die zu weniger als 80 Prozent im originalen Zustand sind, gelten beispielsweise als überrestauriert, was der Fachprofi schnell erkennen wird. Schon allein deswegen lohnt sich der Gang zum Fachhändler, schließlich möchte wohl keiner nach einem Kauf feststellen, dass er zu viel für sein neues Schmuckstück ausgegeben hat.

Folgen Sie News.de schon bei Facebook, Google+ und Twitter? Hier finden Sie brandheiße News, tolle Gewinnspiele und den direkten Draht zur Redaktion.

loc/news.de/djd

0 Kommentare
Kommentar schreiben

noch 600 Zeichen übrig

Empfehlungen für den news.de-Leser