Kosmetik: «test»: Niedrigere Aluminiumgehalte in Deosprays als erwartet

Berlin - Der Aluminiumgehalt in vielen Deosprays ist geringer als vielfach angenommen. Das hat die Stiftung Warentest herausgefunden. Aluminiumhaltige Deos stehen im Verdacht, dem Körper zu schaden und sogar Krebs zu erregen.

«test»: Niedrigere Aluminiumgehalte in Deosprays als erwartet Bild: Andrea Warnecke/dpa

Die Prüfer der Stiftung Warentest haben 24 Deosprays untersucht. Dabei kam keines der getesteten Produkte über den Wert von 7,4 Prozent. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) sei bislang davon ausgegangen, dass der Wert üblicherweise bei 20 Prozent liege, heißt es in der Zeitschrift «test» (Ausgabe 6/2014).

Aluminiumhaltige Deos stehen im Verdacht, dem Körper zu schaden und sogar Krebs zu erregen. Ausreichend Beweise gibt es bislang dafür nicht, aber das BfR empfahl kürzlich, die Aufnahme von Aluminium vorsichtshalber zu senken. Gerade direkt nach der Rasur sollte auf solche Deos verzichtet werden, da die verletzte Haut den Stoff viel besser aufnehmen kann.

Welche Sprays Aluminiumchlorhydrat enthalten, steht auf der Liste der Inhaltsstoffe. Die Bezeichnung «antitranspirant» sei auch ein Hinweis sowie Angaben, dass die Schweißproduktion gemindert oder Achselnässe reduziert werde, erläutert die Stiftung Warentest.

Von den 24 Produkten erhielten bei der Stiftung Warentest 12 Produkte die Gesamtnote «gut», darunter auch aluminiumfreie. 4 schafften nur ein «Befriedigend», 6 ein «Ausreichend», 2 fielen durch. Testsieger waren unter anderem «Deospray Wasserlilie» von CD, «Deospray Mineral mit natürlichem Perlit» von Aldi Süd/Ombia Body, «Original + Vitamin E» von Dove, «Traumland» von Duschdas, Garniers «Deodorant Mineral Ultra Dry», «Bodycare Sensitive Anti-Transpirant» von Lidl/Cien und Niveas «Anti-Transpirant Dry Comfort Plus Dry».

Infos des BfR (pdf)

news.de/dpa

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