Kosmetik: Rasierschaum macht Männerhaut zu schaffen

Berlin - Während sie im Bad lauter Tuben und Töpfchen stehen hat, kommt er oft ganz ohne Creme aus. Dabei braucht auch Männerhaut die richtige Pflege - vor allem nach der Rasur.

Rasierschaum macht Männerhaut zu schaffen Bild: Jens Kalaene/dpa

Die meisten Männer gehen im Alltag nicht pfleglich mit ihrer Haut um. Das gelte besonders bei der Rasur, sagt die Hautärztin Prof. Christiane Bayerl vom Berufsverband der Deutschen Dermatologen. Viel Rasierschaum und alkoholhaltiges Gesichtswasser schaden dem Schutzmantel der Haut. Damit es nach der Rasur nicht zu Hautreizungen kommt, empfiehlt Bayerl entsprechend milde Produkte. Dabei sollten Männer spezielle Kosmetika für Männerhaut und ihren individuellen Hauttyp nutzen.

Deshalb ist die Creme der Frau oder Freundin tabu. Denn reife Frauenhaut benötigt eine reichhaltigere Pflege, weil ihr Fettgehalt hormonell bedingt sinkt. Bei Männern hingegen bleibt zwar die Talgdrüsenfunktion erhalten, dafür lässt der Feuchtigkeitsgehalt der Haut ab 40 Jahren nach. Wenn die Haut sich trocken anfühlt, juckt oder spannt, rät Bayerl Männern, zu feuchtigkeitsspendenden Produkten mit Glycerin, Urea oder Hyaluronsäure zu greifen.

Rückfettende Pflege ist nötig, wenn Umwelteinflüsse wie die Klimaanlage im Büro, aber auch zu intensive Reinigung die Haut stark strapazieren. Dann brauchen auch Männer eine Extraportion Pflege und Schutz.

Beim Duschen sollten Männer sich nicht kräftig einseifen. Denn Seife verschiebe den eigentlich günstigen, saureren pH-Wert der Männerhaut in den alkalischen Bereich, sagt Bayerl. Sie rät zu pH-neutralen Syndets, um die schützende Barrierefunktion der Haut stabil zu halten.

news.de/dpa

Empfehlungen für den news.de-Leser