Jeremy Scott: Der "Burger-Look" spaltet die Mode-Welt

Was ist denn das nun wieder? Auf Shirts und Sweatern prangen seit geraumer Zeit Cheeseburger, Kuchen oder Fast-Food-Marken. Labels wie Moschino haben die knalligen Motive für sich entdeckt - was allerdings nicht überall gut ankommt.

Rossun Crow mag den skandalösen Trend von Moschino

Bild: Bullspress / Matrix Pictures/spot on news

Manchmal überkommt er einen ganz plötzlich - der Hunger auf Junk-Food! Dann wird zielstrebig und in aller Heimlichkeit eine Fast-Food-Kette unseres Vertrauens angesteuert. Dort sündigen wir dann mit Hamburgern, Pommes und fettigen Kuchen. Das schlechte Gewissen ist danach meist groß. Irgendwie nicht so schick und trendy in der Burger-Bude essen zu gehen. Trotzdem ist Fast Food momentan total angesagt. Zwar nicht fürs Candle-Light-Dinner, aber umso mehr auf Shirts und Pullovern. Egal ob Marken-, Burger,- Fritten- oder Cup-Cake-Prints: Die neue Inspiration der Designer und Streetstyler heißt "Fast Food & Co".

Die US-amerikanische Malerin Rosson Crow macht den Trend längst mit: Auf "The Les Must De Moschino Event" in Los Angeles präsentierte sie stolz ihr Outfit im Look einer beliebten Burger-Kette. Dazu kombiniert Crow die passende Tasche mit gelbem "M" und einen schlichten schwarzen Faltenrock. Das knallige Rot des Sweaters lässt die Malerin auf den Lippen widerspiegeln. Designer Jeremy Scott hat für die Italo-Marke Moschino bei einem bekannten Fast-Food-Riesen abgeschaut. Seine Debüt-Kollektion ist voll von uniform-artigen Kleidern und Teilen im "Fast-Fashion"-Look.

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Trendsetter scheinen den Look zu lieben, doch für den Designer hagelte es vor allem eines: Kritik. Die Modenschau löste in den USA eine Debatte bei Angestellten von Imbiss-Ketten aus. "Jemand, der die Arbeit bei McDonald's kennt, weiß, dass daran nichts Modisches ist", zitierte "Mail Online" eine ehemalige Mitarbeiterin aus Indiana. Designer Scotts Absichten sind aber ganz andere: Mit den Motiven wolle er ein ironisches Statement setzen. "Durch diese Elemente wollte ich mit dem ganzen Konzept der 'Fast Fashion' spielen."

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Wer Burger und Fritten trotzdem mit ruhigem Gewissen tragen möchte, kann einfach die abgeschwächte Variante probieren. Shirts, Pullover oder Kleider mit Hamburgern, Eis und Kuchen drauf, gibt es jetzt in vielen Variationen zu kaufen. Im Übrigen endlich mal ein Trend, den sowohl Männlein als auch Weiblein tragen können. Neben Fast Food kommen auch Törtchen-, Schokoriegel- oder Eiscreme-Prints im aktuellen Streetstyle gut an. Jetzt dürfen Fashionistas alles, was eigentlich zu viele Kalorien hat. Denn der Trend sieht nicht nur lecker aus, er macht nebenher auch gar nicht dick. Ganz besonders skurril wird es bei Rita Ora (23, "Ora"): Die britische Sängerin, die für knallige und verrückte Outfits bekannt ist, greift schon mal gerne zum extravaganten Käse-Kleid. Auf glänzendem Satin und im Abend-tauglichen Schnitt gewinnt das eher ungewöhnliche Motiv an Klasse.

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