Reise durch die Toskana: Kunst, Wein und schöne Frauen

Menschen und Landschaft der Toskana inspirierten Künstler über Jahrhunderte zu zeitlosen Werken. Der Maler Sandro Botticelli fand hier das Ideal der reinen Schönheit. Und natürlich goutierten die Meister die lukullischen Genüsse der Region.

Deutsche zieht es auf italienische Reisen. Schon in Johann Wolfgang von Goethe weckte besonders eine Region die Leidenschaft: »Die Toskana liegt nicht in Italien, sondern Italien liegt in der Toskana.«

In den Hügeln jener Landschaft sind der Genuss von Wein und Olivenöl auf frischem Brot zu Hause – aber auch Meisterwerke der Malerei und in Dörfern und Städten konservierte Geschichte. Die Toskana ist das Ziel von rund sieben Millionen Urlaubern jährlich. Doch diese Menge verläuft sich zwischen Zypressenalleen, Olivenbäumen, auf Feldwegen und in Hainen und Dörfern; so weit, dass man auf dem Land noch immer unter sich zu sein scheint. In dieser landschaftlichen Idylle starten wir eine Genussreise durch die Toskana.

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Montepulciano und Chianti – Landleben auf Italienisch

Klein, heimelig und warmherzig beginnt die Genussreise im Süden der Toskana in Montepulciano. Freunde des edlen Tropfens kennen den Namen. Hier reifen Weintrauben, knorrige Olivenbäume hängen voll öliger Früchte, Schafe weiden, deren Milch würzigen Pecorino-Käse hervorbringt. Das Nachbardorf Pienza ist berühmt für den Hartkäse, Montepulciano für den passenden Wein. An einen Hügel geschmiegt, zaubert das Dorf zwischen den Tälern Val di Chiana und Val d'Orcia eine italienische Idylle.

Das ländliche Italien lebt hier in seiner ganz eigenen, heilen Welt. Zu ihr gehören die bebauten Felder, die alten Häuser und Dächer ebenso wie der Dom im Stadtinneren und die Kirche Madonna di San Biagio, die sich am Fuß des Dorfes in die Landschaft bettet. Wer noch tiefer in Romantik und Geschichte tauchen möchte, besichtigt die Festung im nahegelegenen Montalcino und die Abtei Sant'Antimo. In dieser Anlage findet der Geist seine Ruhe zwischen Hügelrücken, Zypressen, Wiesen und hellen Klostermauern.

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Cucina povera, Wein und Klöster

Die Region um Montepulciano ist ein Fest für den Gaumen. In der Toskana verbreitet die »cucina povera«, die arme Küche, ihre Aromen. Pasta, Brot, Wurst und Fleisch, Gemüse der Saison und Früchte werden einfach und schmackhaft zubereitet. Natürlich darf das wichtigste Getränk der Region nicht fehlen: ein körperreicher Vino Nobile di Montepulciano. Er wird aus der Sangiovese-Traube gewonnen, die auch ein weiteres, noch namhafteres Weingebiet der Toskana hütet – das Chianti.

In der Landschaft des Chianti vereinen sich kulinarische und kulturelle Reize zu einem einzigartigen Hochgenuss. Wuchtige Festungen, Klöster und Schlösser, ursprüngliche Dörfer und Städtchen mit engen, verwinkelten Gassen entführen Touristen in die Geschichte einer Landschaftsidylle. Das fast tausend Jahre alte Castello di Montefioralle beherbergt heute noch ein Dorf wie in alten Zeiten.

Genussmomente im Chianti

Nicht einmal 100 Seelen zählt Montefioralle, rund zwei Kilometer vom Stadtkern von Greve in Chianti entfernt. Ruhe finden Urlauber auch in Chianti zwischen Klostermauern, die Benediktinerabtei Badia a Coltibuono oder die Badia a Passignano lohnen einen Ausflug. Dorf- und Bauernhofromantik schlummert in und um Greve in Chianti ebenso wie in Panzano; das Dorf ist zudem bekannt für kunstfertige Souvenirs.

Kulinarische Genießer sollten sich einen Teil von Chianti mit nach Hause nehmen: Kochkurse für Urlauber geben Rezepte und Tipps für den original-toskanischen Geschmack in den heimischen vier Wänden. Und wer nach tagelangem Schlemmen den Blick zwischen Schultern und Fußknöchel fürchtet, findet in Rad-, Wander- und Reittouren einen Ausgleich zum Magentraining der vergangenen Tage – und noch fast unerschlossene Genüsse für die Augen.

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