Von news.de-Redakteur Jan Grundmann - 23.04.2014, 17.29 Uhr

Reiseziel Ostsee: Die wilde Stille auf Usedom

Auf die Ostseeinsel Usedom kommen Urlauber vor allem wegen Strand, Wasser und Erholung. Schließlich bietet die sonnenreichste Gegend Deutschland auch die mit zwölf Kilometern Länge längste Strandpromenade Europas. Doch die Insel hat weitaus mehr zu bieten – wilde Abenteurer und atemberaubende Landschaften.

Usedom hat mehr als Strand & Sonne zu bieten - etwa abenteurliche Ausflüge per Jeep ins Achterland. Bild: Insel-Safari.com

Zum Ende der Kaiserzeit konnten Urlauber in gut zwei Stunden per Schnellzug auf die Insel Usedom reisen, Banker und Industrielle errichteten hier ihre Urlaubsdomizile. Ob in Heringsdorf, Ahlbeck oder Bansin: Die Kaiserbäder im deutschen Ostteil der Insel bieten luxuriöse Villen, die längste Strandpromenade Europas und vor allem Sonne satt. 1906 Stunden pro Jahr scheint sie auf Usedom – keine andere Region Deutschlands hat derart viele Sonnenstunden zu bieten.

Die meisten Urlauber zieht es wegen Strand und Sonne nach Usedom. Doch die Insel hat weit mehr zu bieten – im Hinterland. Hier kommen Abenteurer auf ihre Kosten, hier gibt es unberührte Natur weit und breit. Moore und alte Wälder, Hügel und Seen, saftiges Gras, Seeadler, alte Fischerkaten und verschlafene Örtchen.

Atemberaubende Ausflüge ins Usedomer Achterland

Ein guter Ausgangspunkt ist das Maritim Hotel Kaiserhof in Heringsdorf. Das Vier-Sterne-Hotel besticht vor allem durch seine zentrale Lage direkt an der Strandpromande sowie zahlreiche bauliche Schmankerl. So ist etwa der Kaiserbädersaal Teil des Hotels, ein Theater mit bis zu 700 Plätzen, in dem neben Konzerten und Aufführungen auch Messen und Kongresse stattfinden. Der Hotelpool lädt im Sommer zum Verweilen ein, der Wintergarten mit atemberaubenden Blick auf die Seebrücke Heringsdorf und die Ostsee ziehen die Gäste im Winter an.

Von hier aus lassen sich Ausflüge ins Achterland planen – zu Fuß oder etwa per E-Bike-Tour, die vom Hotel angeboten werden. Ebenfalls zu empfehlen sind die Touren per Jeep-Safari. 365 Tage im Jahr werden sie von den Jungs und Mädels der Insel-Safari angeboten. Wer den Strand verlässt und ins Hinterland will, muss zunächst hoch hinaus. Die letzte Eiszeit hat hier eine Endmoränenlandschaft geschaffen. Die Eismassen schoben Geröll und Erde vor sich hier, bevor sie schmolzen. Nun geht es 60 Meter in die Höhe, viele Buche und Kiefern säumen den Weg, die Humusschicht ist einen halben Meter dick.

«Sieben-Seen-Blick» über einen Großteil Usedoms

Danach geht es bergab, bleibt aber hügelig. Die Torfmoorlandschaft prägt das Hinterland der Insel. Überall sind Gräben angelegt, die die Moore entwässern. Das Achterland Usedoms tut sich auf. Hier, zwischen dem Stettiner Haff, dem Peenestrom und dem Achterwasser, lässt sich Natur pur erleben.

Eine der unverwechselbaren Aussichten wartet am «Sieben-Seen-Blick» auf die Besucher. Bei klarer Witterung reicht der Blick von Stettiner Haff auf der polnischen Seite der Insel über den Gothenseee bis zum abgelegenen Kamminke. Weiter geht's – und wer will, kann einige Teilabschnitte der Safari sogar auf dem Dach des Landrovers genießen.

Knarzige Windmühlen, technische Denkmäler und alte Wasserschlösser

Der feine Sandstrand und das meterhohe Schilf am Achterwasser laden zum Baden ein. Seeadler kreisen, die Stille und der Wind sind eine Abwechselung zum Touristentrubel an der Ostseeküste. Wer will, kann sich die gewaltige Bockwindmühle in Pudagla anschauen – und natürlich begehen. Auch die Eisenbahnhubbrücke in Karmin oder das Wasserschloss Mellenthin sind einen Besuch wert – vorausgesetzt, man hat schon wieder Lust auf Menschen. Wer noch etwas in der Natur bleiben will, kann auch ein Picknick auf dem Dach des Landrovers bleiben und das wilde, stille Usedom genießen.

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