Von news.de-Redakteur Daniel Forstner - 27.04.2014, 09.00 Uhr

Städtetrip Orlando: Mehr als nur Disney

Welches Ziel wird weltweit von Urlaubern am meisten besucht? New York, Bangkok oder Paris? Alles falsch – es ist Orlando. News.de hat sich für Sie vor Ort umgesehen.

Sage und schreibe 57 Millionen Besucher reisen pro Jahr für eine Städtereise nach Orlando, meistens, um sofort in die Themenparks zu stürmen. Eigentlich nicht verwunderlich, sind doch sieben der zwanzig beliebtesten Themenparks der Welt in der »Touristenhauptstadt der USA« zu finden. Gleichwohl sind viele Reisende bei ihrem Urlaub in Orlando überrascht, die die Stadt in Zentralflorida zu bieten hat. Im Nachhinein hätten die meisten Reisenden gerne länger Urlaub in den USA gemacht – ich auch.

Orlando mit Natur!

Allgemein eher unbekannt ist, dass die nördlichen Ausläufer der Everglades schon in der Nähe Orlandos beginnen, in dessen Großraum rund 2.000 Seen zu finden sind. Die ungefähr halbstündige Fahrt führt mich von der Kunststadt Orlando schnell in die ursprüngliche Natur unberührter Sumpflandschaften. In Naturschutzgebieten wie Forever Florida ist die Vegetation so ursprünglich erhalten wie vor 500 Jahren. Mit dem Airboat (http://wildfloridaairboats.com) geht es hinaus über den bewachsenen See zum Alligator-Watching. Der riesige Propeller, der das Boot antreibt, macht gehörig Lärm. Glücklicherweise verteilt Skip, der Airboat-Fahrer, Kopfhörer gegen den sicheren Hörsturz.

FOTOS: «Die drei Musketiere» Einer für alle, alle für einen
zurück Weiter Die drei Musketiere (Foto) Foto: Constantin Film Kamera

Die Fahrt über das modrige Wasser macht richtig Spaß. Oftmals fahren wir ins auf der Wasseroberfläche wogende Schilf, um daraus auf die offene See zu schießen. Allerlei Fluggetier wird davon aufgeschreckt und flattert nervös aus unserer Route. Alligatoren spähen rechts wie links zu unseren Seiten empor, um bei Aufhebung ihres persönlichen Wohlfühlbereichs geschwind abzutauchen. An den Ufern liegende Alligatoren lassen sich bei näherer Heranfahrt weniger stören und ahlen sich genießerisch in der Sonne.

Wieder an Land bekomme ich gar unverhofft einen Alligatoren-Sprößling in die Arme gedrückt, dessen Beißwerkzeuge zugebunden sind, wie ich erleichtert feststelle. Nervenstark posiere ich einige Sekunden mit dem ledrigen, zukünftigen Alligatorengiganten, um ihn dann zügig weiterzureichen. Dem Alligatoren scheint dessen Protagonistenrolle wenig zu stören – da ist er ganz Profi.

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