Von news.de-Redakteurin Melanie Sohn - 03.08.2013, 09.00 Uhr

Île de Ré: Die weiße Magie der wilden Insel

Salzgeschwängerte Luft, blauer Himmel, ein laues Lüftchen und wild-romantische Schönheit am Atlantik. Besuchen Sie mit uns die Sonneninsel Île de Ré, ihre Strände, Salzgärten und pittoresken Orte. Sie werden es nicht bereuen!

Stockrosen, alte Gemäuer, ganz viel Charme - die Île de Ré. Bild: Melanie Sohn

Für satte16 Euro Maut dürfen Pkws die knapp drei Kilometer lange Brücke Pont de l'Île de Ré von der Hafenstadt La Rochelle im Westen Frankreichs auf die Île de Ré überfahren.

Ein Wucherpreis, der die Insel zumindest in den Sommermonaten vor allzu großem Andrang schützen soll. Doch der Preis schreckt die Besucher nicht, jährlich kommen rund 200.000 Gäste auf das kleine Eiland. Denn sie wissen: Es lohnt sich.

Von La Rochelle in eine andere Welt

Fachwerkhäuser, alte Festungsanlagen, Türme und eine spannende Geschichte prägen La Rochelle, die lebendige Hafenstadt am Golf von Biscaya, von der Reisende auf die Île de Ré kommen. Die Stadt ist schön, aber auch laut, hektisch und umtriebig.

Von La Rochelle auf die Île de Ré sind es nur wenige Minuten und doch taucht man in eine völlig andere Welt ein. Es ist, als würde man durch einen Vorhang aus salziger Luft und Wasser treten und plötzlich im Paradies stehen.

Magisches Licht auf der Weißen Insel

Die Franzosen nennen ihr Kleinod liebevoll Ré la Blanche, Ré die Weiße oder Ré la Plate, Ré die Flache. Beides trifft zu. Die Häuser sind weiß gestrichen, das Licht ganz anders als auf dem Festland, selbst der Sand scheint hier heller zu strahlen – es ist magisch.

Auf fast 100 Radwegkilometern lässt sich Ré hervorragend mit dem Vélo, dem Fahrrad, erkunden. Die Routen über das flache Land führen von Ort zu Ort, vorbei an Weinfeldern, Kiefern- und Pinienwäldern und natürlich dem Atlantik.

Zehn Dörfer und eines ist schöner als das andere

Zehn Dörfer gibt es auf Ré, das erste ist Rivedoux Plage. Von der Promenade des Ortes sieht man die Brücke, die sich elegant über den Atlantik schmiegt und einen soeben in diese betörende Welt gebracht hat. Im Wasser liegen Holzboote, es duftet nach Meer und Salz, die Möwen schreien, der Wind rauscht. Die Stadt und der graue Alltag sind plötzlich ganz weit weg.

Knappe sechs Kilometer weiter wartet der Ort Sainte-Marie-de-Ré. Enge Straßen und Gassen mit weißen Fassaden, bunten Fensterläden und unzähligen Blumen am Wegesrand verzaubern. Besonders häufig werden Sie auf der Insel Stockrosen finden. Sie blühen in den prächtigsten Farben an nahezu jeder Hausecke und setzen so bunte Farbtupfer an die weiß-schimmernden Fassaden.

Von Sainte-Marie sind es 19 Kilometer bis Ars-en-Ré, dem Dorf mit dem wichtigsten Yachthafen der Insel. Ars wurde zu einem der schönsten Dörfer ganz Frankreichs gewählt und wird diesem Ruf in jedem Fall gerecht. Umgeben wird es von Wein- und Getreidefeldern, Salinen und Stränden.

Rauf aufs Rad und ab ins Inselparadies

Um das Eiland zu erkunden, sind Sie mit dem Rad am besten bedient. Die Wege auf der Insel sind modern und gut befahrbar, die frische Brise kühlt angenehm. Rasten können Sie nahezu überall. In den kleinen Cafés der Dorfkerne, direkt am Strand oder an einem der zahlreichen Weinberge.

Aber Vorsicht: Ré birgt echtes Suchtpotenzial. Die Insel umfängt ihre Besucher mit wilder Schönheit, diesem ganz besonderen Licht und dem Gefühl, dass dieser Urlaub niemals enden wird. Umso schlimmer dann, wenn Sie wieder über die große Brücke müssen, zurück aufs Festland, zurück in die alte Welt.

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loc/news.de

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