Emotionales Ausmisten So bringen Sie Ihre Beziehung in Schwung

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Ein Frühjahrsputz kann befreiend sein. Ausmisten und alte Dinge loslassen ist manchmal auch in Beziehungen nötig. Dafür sollten Paare sich Zeit nehmen. Denn wer alte Gewohnheiten aussortiert, kann die Liebe wieder auf Hochglanz bringen.

Eine Beziehung kann wie ein Haushalt sein: Manche mögen alles ordentlich, gut organisiert und strukturiert, andere fühlen sich im Chaos wohl. Beides funktioniert. In beiden Fällen sammelt sich nach einer Weile aber einiges an. «Und wie bei einer Wohnung, ist es manchen Menschen ein Bedürfnis, ab und an für Ordnung zu sorgen», sagt Felicitas Heyne, Paartherapeutin und Buchautorin.

Zwingend sei die Beziehungsinventur zwar nicht, sagt der Hamburger Paartherapeut Jörg Wesner: «Aber jede Liebe kann sie gebrauchen, weil sie eine gute Gelegenheit ist, sich der schönen und positiven Seiten der Beziehung zu besinnen.»

1. Aufräumen

Klären Sie mit Ihrem Partner, welche Auseinandersetzungen, Kränkungen oder Begebenheiten Sie seit Längerem stören oder unzufrieden machen. Sprechen Sie alles offen an. Beachten Sie dabei, dass einer redet und der andere Part aufmerksam zuhören sollte. Haben Sie alles besprochen und geklärt, muss dieses Thema künftig ruhen und darf nicht immer wieder ausgegraben werden.

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2. Du bist der Richtige für mich

Paartherapeuten empfehlen als zweiten Schritt, die Entscheidung für den Partner und die Beziehung zu ihm zu bekräftigen. «Da kann man dem Partner einmal in aller Ausführlichkeit sagen, was man am anderen mag», sagt Experte Wesner. Und mal ehrlich: Zu hören, warum man geliebt wird, ist doch immer schön, oder?

3. Freiräume schaffen und sinnvoll nutzen

Ist der alte Beziehungskrempel über Bord geworfen, erschließen sich häufig neue Möglichkeiten. Nutzen Sie freie Zeit bewusst für Paaraktivitäten, die Ihnen Spaß machen und die Beziehung möglicherweise noch stärker festigen. Auch wenn es nicht das eigene Hobby ist, so freut sich der Partner über Interesse an seinem. Das schweißt zusammen und sagt: Du bist mir wichtig.

Sie können auch über gemeinsame Rituale nachdenken. Das kann ein Rotweinabend an einem Wochenende im Monat sein oder auch gemeinsame Ausflüge oder Kleinigkeiten wie Kaffee trinken im Lieblingscafé. Wichtig: Lassen Sie Fernseher, Kinder und Telefon dabei außen vor. Diese Zeit gehört nur Ihnen.

4. Was kann jeder Partner künftig für die Beziehung tun?

Eine Partnerschaft läuft nicht von allein, an ihr muss gearbeitet werden. Das bedeutet manchmal, eigene Bedürfnisse zurückzustecken oder an sich selbst zu arbeiten. Beide Partner sollten ehrlich mit sich selbst und dem Gegenüber sein. Wer regelmäßig auf Schwächen des anderen herumhackt, sollte daran arbeiten. Auch Unternehmungen mal allein oder mit Freunden statt mit dem Partner zu organisieren, kann der Beziehung zuträglich sein. Wichtig ist, dass Sie immer noch neugierig auf den anderen sind.

In jedem Fall gilt: Bevor die Schuld beim Partner gesucht wird, schauen Sie auf sich selbst. Welche Erwartungen und Hoffnungen haben Sie? Sind diese möglicherweise unrealistisch, viel zu hoch gesteckt oder überzogen? Fragen Sie sich, warum Sie bestimmte Verhaltensweisen immer wieder an den Tag legen.

«Auch das ist wie beim Kleiderschrank aufräumen», sagt Felicitas Heyne. Es gebe immer Sachen, die man aufhebt, obwohl man sie längst nicht mehr trägt. Dann müsse man sich überlegen, warum man den Groll, die Enttäuschung nicht aufgeben will. «Möglicherweise brauche ich eine Waffe, also etwas, was ich dem anderen immer vorwerfen kann.»

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som/news.de/dpa

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