Winterschlussverkauf Schnäppchen machen, aber richtig

Winterschlussverkauf
Ziel: Schnäppchen schnappen

Selbst, wenn der Blick auf's Thermometer trügt: Der Winter ist bald vorbei - zumindest für den Einzelhandel. Zu Beginn des diesjährigen Winterschlussverkaufs haben Händler die Preise kräftig reduziert. Damit Sie ein richtiges Schnäppchen machen, sollten Sie jedoch nicht wahllos zuschlagen.

Offiziell gibt es den Winterschlussverkauf zwar nicht mehr, doch alljährlich lockt der Einzelhandel im Januar mit satten Preisnachlässen - bis zu 70 Prozent Rabatt soll die Kunden in die Geschäfte locken. Warme Wintermäntel, schneetaugliche Stiefel und Wintersportzubehör belegen Platz in den Lagern, der längst für die neue Frühjahrsmode vorgesehen ist. Alles muss raus, heißt die Devise. Wer sich auf Schnäppchenjagd begeben will, sollte jedoch nicht blind zuschlagen - nicht jedes vermeintliche Schnäppchen entpuppt sich als Glücksgriff.

Wie viel Geld lässt sich wirklich sparen?

Auf den ersten Blick ist manchmal schwer zu erkennen, ob der reduzierte Preis tatsächlich günstig ist. Vor allem bei Textilien ist das oft der Fall, denn neben dem reduzierten Preis findet sich auf den Etiketten oft die unverbindliche Preisempfehlung des Herstellers. Zu diesem Preis geht die Ware jedoch selten über den Warentisch - nicht einmal außerhalb des Schlussverkaufs. Das macht es dem Kunden schwer zu erkennen, ob die stark reduzierte Jacke oder der Pullover tatsächlich so verlockend günstig ist.

Sobald die Preisschilder mit dicken roten Prozenten in den Geschäften prangen, macht sich unter den Winterschlussbummlern Nervosität breit. Lassen Sie sich auch im Kaufhausgewühl nicht hetzen und nehmen Sie sich die Zeit, Preise zu vergleichen - Ihr Geldbeutel wird es Ihnen danken. Vielleicht ist das heruntergesetzte Paar Winterstiefel im nächsten Laden noch ein paar Euro billiger. Wertvoller Einkaufsbegleiter ist das Smartphone - damit können Sie unterwegs vergleichen, wie günstig Sie wirklich davonkommen.

Diese Rechte haben Kunden beim Winterschlussverkauf

Einen Haken gibt es jedoch bei den Schnäppchen: Kunden haben kein Recht auf Umtausch, falls das Stück im Nachhinein nicht gefällt. Zwar zeigen sich viele Händler kulant, wenn Kunden ein Kleidungsstück nach der Rabattschlacht umtauschen wollen, allerdings variiert das von Geschäft zu Geschäft. Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte sich vor dem Kauf beim Händler informieren.

Ist der erstandene Artikel jedoch fehlerhaft, haben WSV-Kunden ein Recht auf Gewährleistung. Übersetzt heißt das: Der Händler muss die mangelhafte Ware umtauschen oder eine Reparatur gewähren. Im ersten halben Jahr nach dem Kauf ist auch der Händler in der Pflicht nachzuweisen, dass die Ware zum Zeitpunkt des Kaufes in einwandfreiem Zustand war - erst nach sechs Monaten liegt die Beweislast beim Kunden.

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loc/news.de/dpa

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