Ja, ich will! Heiraten mit Sonderwünschen

Heiraten
Hochzeitstorten - die Trends

Von Annabel Trautwein
Für den schönsten Tag im Leben haben Paare einige organisatorische Hürden zu meistern. Vom Hochzeitskleid über die Torte bis hin zur perfekten Location muss alles stimmen. Damit Ihre Sonderwünsche nicht Ihr Budget sprengen, sollten Sie und Ihr Partner diese Tricks kennen.

Der große Tag im Leben eines verliebten Paares ist unbestritten der Hochzeitstag. Dieses wichtige Datum will natürlich perfekt vorbereitet sein - von der Entscheidung für eine kleine standesamtliche Hochzeit oder ein rauschendes Fest samt kirchlicher Trauung über die passende Location bis hin zur Gestaltung der Hochzeitstorte.

Jedes Brautpaar hat seine eigenen Vorstellungen, welcher Ort für das Ja-Wort am besten ist. Exoten wählen den Karibikstrand, Naturverbundene möchten auf einer romantischen Waldlichtung heiraten, für andere soll es die Prinzessinnenhochzeit auf einem Märchenschloss werden. Hochzeitexperten halten fast jeden Wunsch für umsetzbar - allerdings hat Extravaganz auch beim Heiraten seinen Preis.

Heiraten an einer gewöhnlichen Location ist vielen Paaren zu langweilig. So sieht beispielsweise Lothar Baumann, Inhaber der Internetseite unsertag.de, einen Trend zur individuell gestalteten Hochzeit im Freien. «Man muss heute nicht mehr auf dem Standesamt heiraten», so der Hochzeitsexperte.

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Rechtlich bindend ist eine Eheschließung ist nach wie vor nur von Amts wegen. Einige Standesbeamte sind jedoch auch zur Trauung unter dem Lieblingsbaum des Paares bereit, sagt Lothar Baumann. Für die Feier stünden freie Hochzeitsredner bereit. «Dennoch ist die am weitesten verbreitete Location immer noch das Restaurant oder die Festhalle», sagt Karen Cavallaro, die über ihr Internetportal nrwhochzeit.de Brautpaare berät.

«Geheiratet wird meist sehr klassisch in den Standesämtern und Kirchen.» Extrawünsche kosten meist viel Geld und Mühe, ist die Erfahrung der Expertin. Wer die Traumhochzeit wahr machen will, sollte demnach rechtzeitig planen. Auch Hochzeitsplaner und Eventagenturen machen zum entsprechenden Preis vieles möglich.

Früh planen, lange feiern

«Um die Traumlocation zu finden, empfiehlt es sich, früh zu suchen», sagt die Expertin. Schöne Orte zum Heiraten fänden sich auch in der Nähe. Bei einem Jahr Hochzeitsplanung sollte die Suche nach dem richtigen Festort auf jeden Fall in den ersten vier Monaten beginnen, empfiehlt Lothar Baumann. Dabei sei es oft gar nicht so einfach, die Fristen unter einen Hut zu bringen, sagt Karen Cavallaro: «Beim Standesamt kann man sich meist erst ein halbes Jahr vorher anmelden. Locations benötigen aber oftmals deutlich längere Vorlaufzeit, ebenfalls gefragte Hochzeitskirchen.» Ihr Tipp: Standesamt und kirchliche Trauung voneinander trennen. «So ist man terminlich flexibler», sagt sie.

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Bei der Suche nach der perfekten Location sollten Paare vor allem das Platzangebot bedenken. Wie viele Gäste werden kommen, wo ist die Tanzfläche, wo spielt die Musik? «Gut ist es, wenn man sich schon vorher eine Sitzordnung überlegt», sagt Lothar Baumann. Bietet das Lokal auch Büfett oder Menü für die Hochzeitsgesellschaft an, sollte das Brautpaar auf jeden Fall vorher zur Probe essen, empfiehlt Karen Cavallaro. Das Angebot für den Hochzeitstag sollte schriftlich vereinbart werden, ebenso wie Festpreise für die Getränke, rät die Expertin. Ein Trick, um das Budget für den Hochzeitstag nicht überzustrapazieren: Schließen Sie harte Getränke aus dem Angebotspaket aus.

Wer selbst plant, spart Geld, hat aber mehr Aufwand

Günstiger wird die Traumhochzeit auch, wenn Brautpaar und Gäste bei der Vorbereitung selbst mit anpacken, sagt Lothar Baumann. Das bedeute allerdings mehr Planungsaufwand. Die wichtigste Frage bei der Hochzeit in Eigenregie ist für ihn: Wie viele Gäste sollen kommen? «Wenn ich für 20 Leute etwas arrangieren will, ist das relativ einfach. Bei 200 Leuten wird es schwieriger», sagt er.

Auch Anfahrtsmöglichkeiten, die Unterbringung der von weit her angereisten Gäste, Zugang zu Toiletten, Stromversorgung für die Musik, Essen und Getränke müssten dann selbst geregelt werden - neben der rechtlichen Genehmigung, am Wunschort feiern zu dürfen. Ganz ohne Kompromisse für Brautpaar und Gäste gehe es nicht, sagt Lothar Baumann. Seine Erfahrung: «Je feiner die Gesellschaft, umso schwieriger wird es, irgendwo fernab zu heiraten.»

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loc/sca/news.de/dapd

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