Winterurlaub Voller Spaß abseits der Piste

Ein aufwändiger und teurer Skiurlaub muss nicht sein: Wer verschneite Winterlandschaften mal anders erleben will, der schnappt sich Schneeschuhe oder den Schlitten. Gelegenheiten dazu gibt es sowohl in den Mittelgebirgen als auch in den Alpen reichlich.

Winterurlaub: Pistengaudi mit Wasserspielen

Kein Bock auf überteuerte Skipässe, langes Anstehen in der Liftstation und den Trubel auf der Piste? Dann ist das das Richtige, um den Winterzauber in vollen Zügen zu genießen.

Schneeschuhwandern am Skulpturenweg

Mit Schneeschuhen können Wanderfreunde ihrem Hobby auch im Tiefschnee frönen. Die großflächigen Unterlagen verteilen das Gewicht des Wanderers, die Füße sinken weniger ein. Das machten sich schon die Indianer Nordamerikas zunutze. Schneeschuhwandern kann man hervorragend im Sauerland rund um Bad Berleburg.

«Ruhe und Einsamkeit» verspricht Wanderführerin Heidi Dickel. In den Wäldern kreuzen Schneeschuhwanderer hier den Skulpturenweg nach Schmallenberg. International bekannte Künstler haben am Wegesrand Kunstwerke geschaffen. Interessierte müssen nur feste knöchelhohe Schuhe, eine Skihose oder Gamaschen sowie Wander- oder Skistöcke mitbringen. Bei entsprechenden Schneeverhältnissen ist freitags um 14 Uhr Treffpunkt am Landhaus Wittgenstein. 

Urige Hütte mit Karwendelblick

Eine mehr als lohnende Tour hat der Freistaat Bayern zu bieten. Das Nachtlager in den Etagenbetten ist rustikal, aber gemütlich. Wie die gesamte Lenggrieser Hütte, die Rita und Ewald Kirschke ganzjährig betreiben. Der Hüttenvater ist Metzgermeister, manche machen sich eigens wegen seines Schweinekrustenbratens sonntags auf den Weg.

Vom Bahnhof in Lenggries läuft man 45 Minuten zum Wanderparkplatz in Mühlbach. Von dort geht es über den Grasleitensteig in anderthalb bis zwei Stunden hoch zur Hütte auf 1338 Metern. Von ihrer Terrasse eröffnet sich ein traumhafter Blick nach Süden auf das Karwendel. Nur regionale Produkte werden angeboten, das Bier stammt aus der Klosterbrauerei Reutberg. Zum Übernachten stehen Lager für 6 bis 14 Personen zur Verfügung, insgesamt finden 52 Wanderer eine Herberge. 

Königlich Rodeln in der Alpenrepublik

Wer es rasanter liebt, der schaut zu unseren Nachbarn nach Österreich: Man kann sich in die Kurven legen, auf schnellen Graden sausen und dazwischen auf Gleitstücken entspannen. Mit Stolz nennen die Einwohner von Radstadt ihre sechs Kilometer lange Rodelbahn «die Königliche».

Treffpunkt der Rodelfreunde ist die Talstation der Königslehenbahn, mit der es bequem zum Start auf 1557 Meter auf die Kemahdhöhe hinaufgeht. Die sechs Kilometer lange Rodelbahn, längste in der Salzburger Sportwelt, punktet mit ihrer abwechslungsreichen Strecke. Der Spaß kann bis in die Nacht dauern - dienstags und freitags ist die Bahn bis 22.30 Uhr beleuchtet.

Erwachsene zahlen für die Bergfahrt mit der Gondel zwölf Euro. An der Talstation können Schlitten für fünf Euro plus Pfand ausgeliehen werden. 

Der Pferdeschlitten für Romantiker

Die Schlittenfahrt mit zwei Pferdestärken durch das enge Tal nach S-charl in einen der abgelegensten Orte der Schweiz dauert knapp zwei Stunden. Im Winter ist das autofreie, 1800 Meter hoch gelegene Dorf im Unterengadin nahe der italienischen Grenze nur per Pferdeschlitten, Tourenski oder Schneeschuhen erreichbar.

Nach der Fahrt im Zweispänner wartet auf Verliebte und andere Romantiker ein gemütliches Nachtessen im Restaurant der ehemaligen Bergarbeitersiedlung, die heute noch 13 Häuser und 3 Gaststätten zählt. Im Gasthaus Mayor kann man übernachten. Abfahrt ist am Reitstall San Jon, drei Kilometer vom 2000-Einwohner-Ort Scuol entfernt.

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sca/loc/news.de/dapd

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