Reiserecht Taxifahrt auf Kosten des Reiseveranstalters

Der Urlaub soll so entspannt wie möglich beginnen. Doch der Weg zwischen Flughafen und Hotel ist oft lang. Gibt es einen Transfer zum Hotel, macht das den Urlauber glücklich. Doch der Ärger ist vorprogrammiert, wenn der Transfer ausfällt. Welches Recht Sie dann haben, erklärt news.de.

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Werden Urlauber anders als zugesichert nicht am Flughafen abgeholt, dürfen sie mit dem Taxi zum Hotel fahren. Das gilt zumindest, wenn sie frühmorgens landen und keine realistische Alternative haben. Die Kosten für das Taxi dürfen dem Reiseveranstalter in Rechnung gestellt werden. Das entschied das Amtsgericht Charlottenburg (Az. 233 C 165/10).

In dem Fall war die Klägerin nachts nach Dubai geflogen und dort morgens um 6.40 Uhr angekommen. Den Transfer zu ihrem Hotel gab es nicht. Sie nahm sich deshalb ein Taxi, was 55 Euro kostete. Die Kosten müsse der Reiseveranstalter übernehmen, so das Gericht.

Die Urlauberin sei zu «sofortiger Abhilfe» berechtigt gewesen. Von ihr zu fordern, sie hätte erst beim Veranstalter in Deutschland anrufen müssen, wäre in diesem Fall abwegig gewesen - dort hätte sie nachts ohnehin niemanden erreicht.

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Video: arrangement-co

ham/news.de/dpa

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