Pflege für Haut und Haar Der perfekte Wellnesstag zuhause

Pflege für den Mann
Mehr als Gurken auflegen

Claudia LöweVon news.de-Redakteurin
Der Herbst nimmt volle Fahrt auf - höchste Zeit, der Haut eine Extraportion Pflege zu gönnen. Dafür braucht es keine teuren Produkte, denn Schönheitsspender für zarte Haut und seidiges Haar finden sich in jeder Küche. Was Sie für ein edles Wellnessprogramm daheim brauchen, weiß news.de.

Um die natürliche Schutzfunktion der Haut zu stärken, braucht sie einerseits Feuchtigkeit, aber auch Fett, damit die Pflege bei extrem niedrigen Temperaturen nicht auf der Haut vereist. Besonders beansprucht sind die Hände und die empfindliche Gesichtshaut, die der kalten Luft ständig ausgesetzt sind. Vor allem an den Handrücken und im Gesicht ist die Haut dünn und hat nur wenige Talgdrüsen. Deshalb reagiert sie auf den Kälteschock mit Trockenheit, Spannungsgefühl und Rötungen.

Richtig baden im Winter

Zu jedem Entspannungsprogramm sollte ein wohlig-warmes Vollbad gehören, das den Entspannungstag perfekt einläutet. Damit die ohnehin gereizte Haut nicht noch mehr austrocknet, darf das Wasser nicht zu heiß sein - eine Temperatur bis maximal 38 Grad ist optimal. Für einen angenehmen Peelingeffekt sorgt eine Tasse Meersalz im Badewasser, die abgestorbene Hautschüppchen schon beim Baden sanft entfernt.

Mindestens vier Esslöffel Sahne - bei sehr trockener Haut auch mehr - oder ein halber Liter Molke, ein Esslöffel Oliven-, Walnuss- oder Mandelöl und nach Belieben einige Tropfen eines ätherischen Öls oder etwas Honig runden das Pflegebad ab. Orangen- oder Lavendelöl beispielsweise sind eine Wohltat für die Sinne.

So wird trockene Gesichtshaut wieder frisch

Eine Erholung für strapazierte Winterhaut sind selbstgemachte Gesichtsmasken. Fetthaltige Früchte wie Avocados oder Bananen eigen sich prima für Pflegepackungen. Die pürierten Früchte mit etwas Honig vermischen, auf das gereinigte Gesicht auftragen und nach knapp 20 Minuten mit warmem Wasser abnehmen - fertig ist die streichelzarte Haut. Auch raue Ellenbogen lassen sich mit dieser Mischung glatt pflegen.

Reichhaltiger als eine simple sommerliche Gurkenmaske sind cremige Mischungen auf Naturjoghurt-Basis. Müde Haut wird beispielsweise mit einer Mischung aus fünf Esslöffeln Joghurt und einem Esslöffel Honig wieder strahlend - nach einer Viertelstunde kann die Mischung mit lauwarmem Wasser von der Haut gewaschen werden.

Besonders nährend ist eine Mischung aus 50 Gramm Quark, zehn Milliliter Weizenkeim- oder Distelöl und einem Teelöffel Honig. Prinzipiell kann jeder selbstgemachten Gesichtsmaske etwas Öl oder Sahne beigemischt werden, um trockener Haut eine Extraportion Pflege zu gönnen.

Honig gegen trockene Lippen

Besonderes Sorgenkind sind im Herbst und Winter die Lippen - da die dünne Haut keine wärmeisolierende Unterhaut und keine Talgdrüsen hat, werden Lippen bei Kälte sofort spröde und rissig. Mit einem selbstgemachten Peeling aus Olivenöl und Salz werden die trockenen Schüppchen sanft entfernt. Als reichhaltige Pflege eignet sich etwas Honig - Sie dürfen die süße Pflege nur nicht gleich abschlecken.

Gerade im Winter sollten auch die Füße nicht vernachlässigt werden - immerhin stecken sie die meiste Zeit in dicken Strümpfen und Stiefeln. Wer öfter kalte Füße hat, kann mit belebenden Fußbädern die Durchblutung unterstützen.

Eine Mischung aus Meersalz, einigen Tropfen Teebaum-, Wacholder- und Thymianöl in angenehm warmem Wasser macht müde Füße wieder frisch. Zerkleinerte Rosmarinblätter oder Lavendel mit Meersalz sorgen als Fußbad für mollig warme Füße. Trockene Fußhaut freut sich über Fußbäder mit Molke oder Milch - bereits ein halber Liter im Wasser genügt, um die Haut weich zu machen.

Reichhaltige Pflege für Hände und Haare

In der kalten Jahreszeit stecken die Hände oft in Handschuhen. Trotzdem dürfen sie bei der Pflege nicht vergessen werden. Eine Mixtur aus Avocado- und Jojobaöl wirkt besonders reichhaltig, wenn die Hände über Nacht in Baumwollhandschuhe eingepackt werden. Brüchigen Nägeln tut ein Mix aus einigen Esslöffeln Olivenöl mit etwas Zitronensaft gut - einfach sorgfältig einmassieren und einwirken lassen.

Für die komplette Pflege von Kopf bis Fuß dürfen die Haare nicht vergessen werden. Trockene Luft und das Tragen von Wollmützen ist schuld daran, dass sich das Haar besonders im Winter oft elektrostatisch auflädt. Strohiges Haar wird mit einer Packung aus Oliven- oder Sesamöl geschmeidig: Das angewärmte Öl wird in die gewaschenen Haare einmassiert und darf bis zu einer Stunde unter einem angewärmten Handtuch einwirken. Danach müssen die Haare gründlich ausgewaschen werden.

Alternativ tut auch eine Packung aus einer pürierten Avocado mit ein bis zwei Esslöffeln Aloe-Vera-Saft und einem halben Teelöffel Zitronensaft den Haaren gut. Nach 20 Minuten Einwirkzeit wird die Masse lauwarm ausgespült.

Damit die Wohlfühlpflege auch von Innen wirken kann, krönt eine Tasse heißer Tee den Wellnesstag in den eigenen vier Wänden. Mit ein wenig Ingwer, Zimt. Pfeffer oder Chili gewürzt wirkt das Gebräu angenehm belebend und wärmt von innen.

 

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sca/news.de

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