Costa Brava Historie und Surrealismus auf Spaniens Festland

Die Costa Brava ist eine der beliebtesten Urlaubsregionen Spaniens. Während Lloret del Mar vor allem feierlustige Urlauber anzieht, hat die Costa Brava noch andere bezaubernde Orte zu bieten, die auch in der Nebensaison eine Reise wert sind.

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Vor allem in den Sommermonaten erfreut sich die Costa Brava ungebrochener Beliebtheit bei Feriengästen. In der Nebensaison sind jedoch viele Ortschaften fast menschenleer - trotzdem lohnt sich ein Abstecher in die reizvollen Städte Kataloniens. Figueres und Girona beispielsweise haben das ganze Jahr über einiges zu bieten. Das rund 100 Kilometer von Barcelona entfernte Girona ist von Deutschland aus bequem mit günstigen Flügen zu erreichen - Ryanair fliegt die katalanische Stadt sowohl von Köln, Düsseldorf und Frankfurt als auch von Bremen und Karlsruhe aus an.

Museen und mehr in Girona

Girona bietet Besuchern eine Fülle von Museen, die für jeden Geschmack etwas bereithalten. Sie interessieren sich für Geschichte und Archäologie? Das Museu d'Arqueologia de Catalunya an der Plaça de Santa Llúcia ist in einem ehemaligen Benediktinerkloster untergebracht und zeigt eine reiche Sammlung von altertümlichen Exponaten. Wer von Kunst und Filmen nicht genug bekommt, sollte dem Kunstmuseum (Museu dÀrt) in der Pujada de la Catedral 12 einen Besuch abstatten. Ein anschließender Bummel durch das Kinomuseum gibt spannende Einblicke in die Geschichte des Bewegtbildes, technische Erfindungen und Kuriositäten inklusive.

Costa Blanca: Der Zauber des spanischen Festlands

Lokale Geschichte wird im Museum zur Geschichte der Juden lebendig. Immerhin hatte Girona im 12. Jahrhundert eine große jüdische Gemeinde und war Sitz einer wichtigen europäischen Kabbalah-Schule. Heute gehört das alte jüdische Ghetto zu einem der am besten erhaltenen in Europa und ist eine touristische Attraktion der Stadt. Ein weiteres bekanntes Wahrzeichen Gironas ist die Kathedrale Santa Maria und der dort ausgestellte prächtige Schöpfungsteppich mit Seidenstickerei.

Zu Besuch in Dalís Heimatstadt

Knapp 50 Kilometer von Girona entfernt liegt Figueres. Nicht nur Kunstliebhaber verbinden mit dieser Stadt den Namen Salvador Dalí - der berühmteste Sohn der Stadt ist auch mehr als zwei Jahrzehnte nach seinem Tod noch überall präsent.

Das Herzstück von Figueres, die Flaniermeile Rambla, ist der perfekte Ausgangspunkt für einen Stadtbummel zu Fuß. Von der Prachtstraße mit ihren lebhaften Cafés und Shoppingmöglichkeiten sind es nur fünf Minuten zu Fuß zum Aushängeschild von Figueres: dem Teatre Museu Dalí am Plaça de Gala i Salvador Dalí. Der exzentrische Künstler baute das ehemalige Stadttheater zu einem Tempel seiner Werke um - bereits im Alter von 14 Jahren hatte Dalí hier seine erste Ausstellung.

Inzwischen gehört die Galerie, ihres Zeichens das größte surrealistische Objekt der Welt, zu den meistbesuchten Museen Spaniens - nur der Prado in Madrid lockt mehr Besucher an. Neben Ausstellungsstücken aus Dalís Atelier sind auch Werke von Künstlern wie Arno Breker, Ernst Fuchs, Wolf Vostell oder Marcel Duchamp in der farbenfrohen Ausstellung zu sehen.

Das Museum ist nicht zuletzt eine Pilgerstätte für Dalí-Fans, weil der außergewöhnliche Künstler in der Krypta unter der Glaskuppel beigesetzt ist. Das Museum ist das ganze Jahr über gut besucht - wer nicht lange an der Ticketkasse anstehen möchte, sollte sich seine Eintrittskarte unbedingt vorher online vorbestellen.

Figueres hat neben dem Dalí-Museum noch weitere Ausstellungen zu bieten: Während das Spielzeugmuseum (Carrer de Sant Pere 1) kurzweilige Museumsstunden für die ganze Familie verspricht, widmet sich das Empordà-Heimatmuseum den Themen Kunst, Archäologie und Geschichte.

Die Historie der Stadt wird auch im Castell de Sant Ferran greifbar - die größte Festung Europas diente im Spanischen Bürgerkrieg als Munitionslager. Ein Spaziergang durch die Anlage wird mit dem Audio-Guide, den Sie ausleihen können, zu einem Ausflug in die spanische Landesgeschichte. Einige Räumlichkeiten sind für die Öffentlichkeit zugänglich, die herrliche Aussicht auf die Stadt und auf das Mittelmeer gibt's gratis dazu. Von Ende Oktober bis Ende März ist die Festung von 10.30 bis 15 Uhr geöffnet, in der Osterzeit sowie zwischen Juli und Mitte September sind Besichtigungen von 10 bis 20 Uhr möglich, für den Rest des Jahres gelten Öffnungszeiten von 10.30 bis 18 Uhr.

ham/news.de

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