Grand Canyon Götterdämmerung am Mittelpunkt der Erde

Grand Canyon: Schauspiel der Ewigkeit
zurück Weiter Der Grand Canyon gehört zu einer der markantesten Landschaften der Erde und ist eines der beliebtesten Reiseziele. Jährlich statten der Riesenschlucht zirka fünf Millionen Menschen einen Besuch ab. (Foto) Zur Fotostrecke Foto: dpa/Las Vegas News Bureau

Weiter geht es mit dem Auto zum Grand Canyon Village am South Rim. Hier gelangen Wanderer über den Rim Trail zum Grund der Urspalte. Wer hinabsteigt, sollte gut ausgerüstet sein: Vier Liter Wasser, salzhaltiges Essen, festes Schuhwerk und Sonnenschutz gehören dazu. Der Abstieg scheint leicht, hat aber schon so manch fitten Wanderer in die Knie gezwungen. Auch Todesfälle gibt es im Grand Canyon immer wieder zu beklagen, weil die Touren sehr anstrengend sind und die Höhenlage oft unterschätzt wird. Nicht zuletzt verlangt der Rückweg den Outdoor-Liebhabern das Meiste ab.

Die Sonne im Canyon brennt unbarmherzig. Bisweilen herrschen hier zwischen 40 und 50 Grad. Man verliert beim Laufen viel Wasser und dehydriert schnell, wenn kein Nachschub folgt. Der Strapazen wegen ist es strengstens verboten, Wanderungen in den Canyon und wieder zurück an nur einem Tag zu machen. Hinweisschilder mahnen überall zur Vorsicht.

Entenmärsche in karger Wildnis

Wer hinabsteigt, um die Schönheiten der Schlucht zu erkunden, kann im Grand Canyon übernachten. Allerdings sollte eine Buchung frühzeitig erfolgen - mindestens ein halbes Jahr im Voraus. Da uns eine Nacht im Canyon deshalb nicht vergönnt ist, wagen wir nur eine kurze Wanderung. Gut mit Wasser versorgt, mit Sonnenhüten auf dem Kopf und einem Obstfrühstück im Magen erkunden wir den Pfad. Er ist einfach zu gehen und bietet reichlich Gelegenheiten für schöne Schnappschüsse. Der Wanderweg erstreckt sich auf 21 Kilometern vom South Kaibab Trailhead im Westen bis zu Hermits Rest.

Im Entenmarsch geht es vorbei an struppigem Gebüsch, ausgemergelten, toten Baumstümpfen und einem Meer an Kakteen. Rast machen wir an einem kleinen Felsvorsprung und genießen die fantastische Aussicht im wechselnden Licht des Tages. Wir beobachten in der Ferne das Treiben wagemutiger Adrenalinjunkies: Sie hüpfen vor den Kameras ihrer Freunde am Rande eines Felsvorsprungs - offenbar im Wettkampf um das beste Foto vor großer Kulisse. Zum Glück sind nur wenige der jährlich 40.000 Wanderer so todesmutig und uneinsichtig. 

Im Übrigen: Wer es den Indianern gleichtun will, die hier im Canyon lebten, kann ab Grand Canyon Village an einer geführten Tour auf einem Maultier teilnehmen. Für die geduldigen Tiere ist der Trab durch den Canyon Alltag. Für ungeübte Reiter kann es so ein Ritt jedoch ganz schön in sich haben.

Nach der Rückkehr aus dem Erdenschlund geht es erst einmal in ein Diner. Von Eiern, Speck und Pancakes gestärkt zieht es uns danach weiter nach Westen. Auf nach Oatman via Route 66 ...

loc/news.de

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