Gutes Benehmen im Urlaub So verhalten Sie sich auf Reisen richtig

Ob routiniertes Zeitunglesen oder nervöses Warten auf den Start - für ein stressfreies Miteinander im Flugzeug sollte auf Mitreisende Rücksicht genommen werden. (Foto)
Ob routiniertes Zeitunglesen oder nervöses Warten auf den Start - für ein stressfreies Miteinander im Flugzeug sollte auf Mitreisende Rücksicht genommen werden. Bild: dpa

Auch im Urlaub gehört gutes Benehmen ins Gepäck. Vor allem im Flugzeug oder der Bahn ist ein Mindestmaß an Manieren nötig. Die Mitreisenden werden es Ihnen danken. News.de stellt den Reise-Knigge vor.

Neben dem eigenen Auto ist für den Großteil der Deutschen das Flugzeug Verkehrsmittel erster Wahl, wenn es in den Urlaub geht. So verlockend der Gedanke an den bevorstehenden Strandurlaub auch sein mag: Im Flieger sollte rücksichtsvolles Verhalten und gutes Benehmen ebenso selbstverständlich sein wie am Urlaubsort selbst. Sonst wird die Reise über den Wolken schnell eine nervliche Zerreißprobe für Mitreisende - immerhin lässt sich nicht wie bei einer Bahnfahrt schnell das Abteil wechseln, wenn andere Anwesende sich daneben benehmen.

Klassiker in Sachen Rücksichtslosigkeit an Bord werden oft schon vor dem Start zur Schau gestellt. Natürlich ist Handgepäck am besten in der Ablage über den Sitzen aufgehoben - wer jedoch seinen Koffer ohne Rücksicht auf bereits sitzende Passagiere nach oben wuchtet, sorgt noch am Boden für dicke Luft.

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Das Wolkenspiel in der Luft möchten viele ebenfalls aus nächster Nähe erleben und beanspruchen deshalb den Fensterplatz für sich. Bei Flügen mit freier Platzwahl gilt das Prinzip «Wer zuerst kommt, mahlt zuerst». Wer jedoch einen Platz am Gang gebucht hat, sollte vorher seinen Sitznachbarn höflich fragen, ob er oder sie mit einem Platztausch einverstanden ist. Den Fensterplatz wie selbstverständlich besetzen ist schlicht respektlos.

Smalltalk in Maßen ist okay

Einen positiven Eindruck hinterlässt zum Beispiel eine kurze Begrüßung des Sitznachbarn. Bestenfalls entspinnt sich daraus ein nettes Gespräch. Zeigt sich der Sitznachbar jedoch reserviert und wenig gesprächsfreudig, sollten Fluggäste das respektieren und nicht munter weiterplaudern. Schließlich fliegen nicht nur Urlauber, sondern auch gestresste Businessreisende, die wenigstens im Flieger ihre Ruhe wollen.

Apropos Smalltalk im Flieger: Lästern sollte gerade in dieser beengten Umgebung ebenso tabu sein wie lautstarke Unterhaltungen. Im schlimmsten Fall hat nämlich ausgerechnet Ihr Lästerobjekt den Platz hinter Ihnen besetzt - ein peinlicherer Start in die Ferien ist kaum denkbar.

Lehnenreißer sind unbeliebt

So bequem Flugzeugsitze auch sein mögen: Wer sich beim Aufstehen an der Lehne des Vordermannes hochzieht, kann sich schnell Feinde machen. Die ruckartige Bewegung des Sitzes schreckt entweder den Passagier in der Vorderreihe aus einem Nickerchen auf oder Sie ziepen beim beherzten Griff an die Lehne einer wohlfrisierten Dame an den Haaren.

Für das Verstellen der eigenen Sitzlehne gilt ebenfalls Vorsicht - wer sich ruckartig in eine komfortable Liegeposition begibt, befördert damit mitunter den frisch servierten Kaffee auf den Schoß des Hintermannes. All das trägt nicht gerade zu einem ausgeglichenen Klima unter den Passagieren bei.

Das Beanspruchen von Armlehnen ist ebenfalls ein heikles Thema. Die eigene Bequemlichkeit sollte hier zugunsten des Sitznachbarn zurückstehen - Zeit zum gemütlichen Fläzen bleibt immerhin genug am Urlaubsstrand.

Hausgemachter Sitzlehnenterror

Fluglinien haben aufgerüstet. Die neuesten Flieger wie etwa der Lufthansa sind mit zahlreichen Gadgets ausgestattet. So befinden sich in jedem Sitz des Vordermannes Touchscreen-Bildschirme. Das Gute daran: Jeder Fluggast kann sich zu einem beliebeigen Zeitpunkt einen Film aus der Videothek anschauen, die Außenkameras einstellen oder Informationen zum Flug abrufen. Das Schlechte daran: Die Monitore reagieren nicht besonders gut auf die Eingabeaufforderung via Finger. Die Folge: Passagiere hämmern so lange auf dem Bildschirm rum, bis endlich etwas passiert - und das kann dauern. Der Vordermann aber hat an solch blinden Aktionismus sprich dem permanenten Rückenlehnengeklopfe keinen Spaß. Besser: Versuchen sie mit leichten Fingerbewegungen über den Bildschirm zu streichen. Das führt zumindets zum gleichen Ergebnis.

Alkohol im Flieger wirkt schneller

Zum perfekten Urlaub am Strand gehört sicherlich der eine oder andere Cocktail. Doch damit schon im Flieger anzufangen ist keine gute Idee: Durch die Druckbedingungen in der Kabine wirkt Alkohol schneller, kommt dann noch Flugangst hinzu, ist der erste Kater am Urlaubsort vorprogrammiert. Wer schon beim Check-in einen in der Krone hat, wird mitunter gar nicht an Bord gelassen.

Reisen mit Kindern kann ein unvergessliches Erlebnis sein - leider auch für Co-Passagiere im Flieger, wenn der Nachwuchs unterbeschäftigt ist. Mit Malbüchern, einem MP3-Player mit Hörspielen oder anderen Spielsachen im Handgepäck vergeht für junge Passagiere die Reise wie im Flug, ohne dass ruhebedürftige Reisende strapaziert werden.

loc/rzf/news.de/dpa

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