Baby an Bord Was Schwangere im Urlaub beachten sollten

Mit Babybauch in den Urlaub? Kein Problem - solange Schwangere einige Punkte bei der Planung beachten. (Foto)
Mit Babybauch in den Urlaub? Kein Problem - solange Schwangere einige Punkte bei der Planung beachten. Bild: dpa

Claudia LöweVon news.de-Redakteurin
Der Geburtstermin steht fest, der Bauch rundet sich - viele werdende Mamas möchten noch einmal Urlaub machen, bevor Windeln wechseln und Stillen den Alltag bestimmen. Beachten Schwangere dabei einige Punkte, spricht nichts gegen Ferien vor der Entbindung.

Bevor werdene Mütter in den Urlaubsflieger steigen, sollte zunächst ein Gynäkologe die Reisepläne absegnen. Sind die Ergebnisse der Vorsorgeuntersuchungen in Ordnung und die Mama in spe fühlt sich körperlich wohl, steht einer Reise prinzipiell nichts im Weg.

Abenteuerurlaub ist passé

Dass für Schwangere nicht jede Art der Urlaubsgestaltung infrage kommt, versteht sich von selbst. Abenteuerurlaub, sportliche Wandertouren in mehr als 2.000 Metern Höhe oder eine Rundreise durch den tropischen Regenwald sind tabu. Zum einen ist bei solchen Urlaubsprogrammen die Unfallgefahr zu hoch, bei Aufenthalten in höhergelegenen Urlaubszielen kommen Schwangere zudem nicht nur schneller aus der Puste, sondern schaden ihrem Baby womöglich durch mangelnde Sauerstoffzufuhr.

Das tropische Klima ist für Schwangere doppelt problematisch: Viele Frauen reagieren in der Schwangerschaft sensibler auf Hitze. Außerdem ist die Infektionsgefahr für Mutter und Kind höher. Malariagebiete sollten Schwangere komplett meiden - bei einer Infektion riskieren sie im schlimmsten Fall eine Früh- oder Totgeburt. Auch mit notwendigen Impfungen vor einer Reise in exotische Regionen ist es schwierig. Mediziner raten von Impfungen in der Schwangerschaft ab, sofern diese nicht zwingend notwendig sind.

Am besten im zweiten Drittel reisen

Idealer Zeitpunkt für einen Urlaub mit Babybauch ist das zweite Schwangerschaftsdrittel zwischen dem vierten und siebten Monat. Zum einen sind dann meist die Beschwerden verflogen, die viele Schwangere in den ersten drei oder vier Monaten plagen. Müdigkeit, Übelkeit, Sodbrennen und andere Symptome des sich verändernden Hormonhaushaltes machen weniger zu schaffen.

Zum anderen sind werdende Mütter in den letzten Monaten der Schwangerschaft meist nicht mehr so agil. Der kugelrunde Bauch bremst die Urlaubsfreude oft ebenso wie Wasseransammlungen in den Beinen. Wer im letzten Trimester reist, riskiert außerdem vorzeitige Wehen oder eine Frühgeburt.

Ohne Bedenken in den Flieger

Vor Beginn der Reise sollten sich Schwangere bei ihrer Fluggesellschaft erkundigen, bis zu welchem Schwangerschaftsmonat werdende Mütter befördert werden. Die Lufthansa, British Airways, Germanwings oder Ryanair nehmen Schwangere bis zur 36. Schwangerschaftswoche mit. Fluggesellschaften wie Easy Jet fordern bereits ab der 28. Woche ein ärztliches Attest.

Langstreckenflüge sollten Schwangere nach Möglichkeit meiden. Mit Babybauch ist es noch schwieriger, sich mit Jetlag und anderem Klima am Reiseziel zu arrangieren. Obwohl Mediziner in punkto erhöhter Strahlenbelastung an Bord uneins sind, steigt im Flieger nachgewiesen die Gefahr von Druchblutungsstörungen.

Fliegen ist außerdem bei Mehrlingsschwangerschaften, Herz-Kreislauf-Beschwerden, Blutarmut und einer Neigung zu Früh- oder Fehlgeburten vorsichtig abzuwägen. Hat der Gynäkologe eine EPH-Gestose oder Placenta praeviaFehllage des Mutterkuchens diagnostiziert, sollte die werdende Mutter einen Urlaub ohne Flugreise vorziehen.

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