Reisetipp Schweiz Die Alpen mit dem Postauto erkunden

Seit kurzem können Feriengäste in der Schweiz auf der ViaPostaAlpina den historischen Flair der Schweizer Post erleben. Atemberaubendes Bergpanorama vereint sich auf der in sechs Etappen gegliederten Rundreise mit landesgeschichtlichem Hintergrund.

Natur pur: Die schönsten Alpenpässe
zurück Weiter Großglockner (Foto) Zur Fotostrecke Foto: srt-Archivbild/Großglockner Hochalpenstraße

Die Tour eignet sich für wanderlustige Urlauber ebenso wie für Besucher, die die Schweizer Landschaft lieber vom Auto aus bewundern möchten. Die sechs Etappen sind jeweils zwischen 15 und 38 Kilometer lang. Jeder Abschnitt bietet Kombinationen aus einer Fahrt mit dem Postauto und Fußstrecken, die die Teilnehmer nach Lust und Laune wählen können.

Der erste Teil der Rundreise auf der ViaPostaAlpina nimmt Feriengäste mit in die Geschichte der Schweizer Postautos. In Meiringen begann einst die Route, die die Postwagen durch die Zentralalpen zurücklegte. Die 15 Kilometer lange Teilstrecke bis Guttannen im Kanton Bern lässt sich gut in Busfahrt und Fußmarsch aufteilen: Die Strecke bis Innertkirchen schafft das Postauto in einer knappen Viertelstunde. Die restlichen neun Kilometer, die den Wanderer über die Straße des 18. Jahrhunderts durch den Saumpfad «Sprengfluh» führt, lassen sich in gut drei Stunden zu Fuß bewältigen.

Kristallklares Panorama : Entspannung pur am Bergsee
zurück Weiter Bergsee (Foto) Zur Fotostrecke Foto: srt-Archivbild/Anton Funzel

Auf den Spuren der Säumer

Von Guttannen bis Ulrichen wird die Strecke wiederum geteilt. An eine kurze Bustour bis in die Ortschaft Handegg schließt sich eine sechsstündige Wanderung an. Diese Route haben Transporteure, die in der Schweiz als Säumer bekannt sind und als Vorläufer der Post gelten, über Jahrhunderte in den Alpen zurückgelegt. Bis ins 19. Jahrhundert wurden auf Saumpfaden Güter wie Salz und Wein auf dem Rücken von Eseln oder Maultieren befördert. Die darauffolgende Etappe bis Airolo verspricht auf 22 Kilometern eindrucksvolle Gebirgsimpressionen vom Nufenenpass durch das Bedrettotal.

Die Strecke von Airolo nach Hospental und weiter nach Göschenen liegt ebenfalls auf der Route, die seit dem Mittelalter von Säumern genutzt wurde. Der Abschnitt ist auch bei Radfahrern beliebt und unter dem Namen Tremolastraße das längste Baudenkmal in der Schweiz. Wer mag, kann die Strecke ab Hospental mit dem Postauto zurücklegen, bevor in Göschenen die fünfte Etappe beginnt. Der Weg ins Meiertal über den Sustenpass bietet wanderlustigen Urlaubsgästen eine unvergessliche Aussicht auf die Urner Alpen – immerhin ist diese Strecke eine der berühmtesten Panoramastraßen der Schweiz.

Süßes nach der Anstrengung

Die letzte Etappe bis zum Ausgangsort Meiringen kombiniert Alpenpanorama mit dem Blick auf die Aare, die sich an den Kalksfelsen des Kirchets entlangschlängelt. Hier können Feriengäste die Rundreise mit einer lokalen Spezialität abrunden: Meringue, der in Deutschland als Baiser bekannte süße Nachtisch, wurde im 17. Jahrhundert in Meiringen kreiert.

Damit die Teilnehmer nach einer Wanderung den Bus zur nächsten Station auch nicht verpassen, gibt es die PostAuto-App. Abfahrtzeiten der Postbusse sind hier ebenso per Smartphone und Tablet-PC abrufbar wie nützliche Informationen zu den Wegabschnitten und Sehenswürdigkeiten.

Die gut 160 Kilometer lange Rundreise können Urlauber noch bis Anfang Oktober miterleben. Gebucht werden kann das Reisepaket bequem per Internet. Eine Wanderausrüstung inklusive Wanderkarte sollte unbedingt mit ins Reisegepäck. Die Beschreibungen der einzelnen Wanderetappen bekommen die Teilnehmer vom Veranstalter. Ebenfalls inklusive sind fünf Übernachtungen und Frühstück in Drei-Sterne-Hotels, die Fahrten im Postauto sowie der Gepäcktransport zwischen den Stationen. Das unvergessliche Wandererlebnis in sechs Tagen hat jedoch seinen Preis – pro Person schlägt die Rundreise mit 830 Euro zu Buche.

loc/sca/news.de/

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