Libido-Studie
Dank Sex-Hormon kuschelt er mit jedem

Eigentlich wollten Forscher nur testen, ob das Hormon Oxytocin Männern bei Sexproblemen hilft. Doch die Testperson kuschelte plötzlich auch mit männlichen Kollegen.

Kuscheln macht glücklich - und Oxytocin macht kuschelig. Bild: dapd

Dieses Oxytocin ist wirklich ein Hexenmittel. «Schnelle Geburt» heißt das Hormon eigentlich übersetzt, es bindet die Mutter an ihr Neugeborenes und lässt die Milch einschießen.

Aber Oxytocin kann noch einiges mehr. Nicht nur Mutter und Kind, sondern auch Frau und Mann bindet es emotional aneinander. Es weckt Gefühle. Und es straft all jene Lügen, die behaupten, Sex und Emotionen seien zwei paar Schuhe, denn das Beziehungs-Hormon bringt zugleich die Libido in Schwung.

Ein Effekt, den sich die Wissenschaft nicht entgehen lässt. Amerikanische Forscher haben nun Ergebnisse einer Studie veröffentlicht, bei der sie einem Mann mit sexuellen Problemen unter den Einfluss des Zauberhormons setzten, wie Bild.de unter Berufung auf das Journal of Sexual Midicine berichtet. Der außerdem sozial verängstigte und beziehungsgestörte Proband sprühte sich täglich zweimal Oxytocin in die Nase, und siehe da: Seine Libido floriert.

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Doch wie wir wissen, kann Oxytocin mehr. Und so vergrößerte sich auch seine Zuneigung zu Mitmenschen im Allgemeinen. Wie Studienleiter Kai MacDonald erzählt, umarmte der Proband einen Arbeitskollegen auf eine Weise, wie man es normalerweise nicht tut. Auch schön: Anders als Viagra hat Oxytocin offenbar keine weiteren Nebenwirkungen.

Nicht auszudenken, wenn sich Oxytocin in der Bürowelt ausbreiten sollte.

iwi/news.de

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