Sexy Dessous So heiß wird der Sommer

Dessous
Sommer auf der Haut

Ginge es nach dem starken Geschlecht, könnte Frau in diesem Sommer auf das Kleine Schwarze verzichten. Der Blickfang steckt nämlich darunter. Mit krachenden oder ganz zierlichen Farben zieht Frau alle Blicke auf sich - in den neuen Sommerdessous.

Angesagt in diesem Jahr sind auffällige Bonbonfarben oder zarte Pastelltöne. Und der Träger darf im Ausschnitt des Pullovers ruhig herausblitzen: Denn die Dessous-Kollektionen für den Sommer sind wahre Farbtupfer. Angesagt sind Rot und kräftige Beerentöne. «Aber auch knallige Bonbonfarben wie Orange, leuchtendes Gelb oder Pink auf glänzenden Stoffen werden getragen», sagt Modeberaterin Nathalye Langner aus Aachen. Cheek zeigt etwa ein Ensemble in Veilchenlila, Passionata in Kürbisrot und Lascana in leuchtendem Orange.

Ein zweiter Trend sind dezente Akzente: «Pastelltöne wie Rosé und Hellblau und Naturfarben wie Nude, Taupe oder Creme kombiniert mit zarter Spitze oder als Blümchenmuster sind modisch», sagt Langner. Katrin Freiheit, Produktmanagerin von Triumph Deutschland, sieht im Trend «einfarbige Teile in zarten Pastelltönen sowie Dessous mit dezenten Mustern». Und Nadine Schmidt von H&M ergänzt: «In der anstehenden Saison findet man sowohl für Unter- als auch für Oberteile Punkte, Streifen, Blumen- und Paisleymuster.»

Pastellfarben zeigen auch Chantelle und Passionata - etwa Dessous aus zartblauer Spitze. Triumph hat romantische Blumenmuster im Programm. Marc O'Polo setzt in seiner Sommerkollektion auf Muster mit Ringeln und Punkten, eine Hommage an die 1950er Jahre. Passend dazu gibt es höher geschnittene Höschen, die akzentuierende Längsteilungsnähte haben. «Neben dem klassischen BH werden auch Korsagen und Bustiers modisch wieder wichtig», sagt Langner. Daneben finde man viele Neckholder-BHs mit Push-up-Effekt, die auf klassische Art oder trägerlos getragen werden können. Schließlich lassen sie sich gut zu Oberteilen mit unterschiedlichen Ausschnittformen kombinieren.

Heiße Unterwäsche streichelt das Ego

«Unterwäsche sollte Ausdruck eines Lebensgefühls sein», findet Personal Shopperin Maria Hans aus Hamburg. Das sieht bei der Unterwäsche nicht jeder so, sagt Langner. Das Motto «Sieht ja sowieso niemand, also ist es egal» gelte noch viel zu häufig. «Doch nichts trägt man dichter am Körper als Unterwäsche, dementsprechend wohl und sexy sollte man sich darin fühlen», rät Hans.

Und es ist durchaus nicht immer so, dass die Unterwäsche für andere nicht sichtbar sein muss. «Es kann durchaus schick sein, wenn der BH am Kleidausschnitt etwas hervorblitzt», findet Langner. Das sei schließlich sexy und weiblich. Gerade kräftige Dessousfarben, die gut zu knallig-farbigen Sommeroberteilen passen, fallen auf. «Für aufregende Akzente können auch ausgefallene Materialmixe sorgen», sagt Langner. «So werden zum Beispiel Satinstoffe mit Leder kombiniert, ohne dass es billig aussieht.»

Nach wie vor bleiben Schwarz und Weiß typische Dessousfarben. «Teilweise sieht man nun allerdings schwarze Teile kombiniert mit heller Spitze», sagt Hans. Melanie Mescher, Leiterin des Sortimentmanagements von Lascana, hat auch die Rückkehr der Makrameespitze ausgemacht: «Während der Trend in der Oberbekleidung schon seit zwei Jahren deutlich zu erkennen ist, kehrt er jetzt auch wieder in die Wäsche zurück - und zwar oft in Form kleiner Akzente in Ober- und Unterteilen.»

Der BH-Code zum T-Shirt

Meist sind BH und Slips aufeinander abgestimmt. Ratsam ist es, sich gleich zu einem BH verschiedene Slips in gleicher Farbe, aber unterschiedlichen Formen zu kaufen, sagt Langner. «Dann kann man je nach Laune und dem, was man trägt - weite Hose oder enger Rock - entweder String oder Panty tragen.» Aber allzu korrekt muss man beim Kombinieren von Ober- und Unterteil gar nicht sein, sagt Hans. «Hier kann man auch verschiedenfarbige Stücke zusammen tragen.» Das erlauben nun auch die Hersteller, wie man in mancher Kollektion sieht.

Wer aber etwas Weißes trägt, sollte sich im Sommer - wenn man keine Jacke darüber trägt - für Unterwäsche in Nude entscheiden. «Denn Nude oder Haut - und nicht etwa Weiß - sind die einzigen Farben, die nicht unter Weiß sichtbar sind», sagt Mescher. Diese Teile gibt es inzwischen auch in hübschem Design mit Spitzeneinsätzen und kleinen Accessoires. Ebenfalls wichtig sei, unter engen Shirts Schalen-BHs zu tragen. «Sie haben den Vorteil, dass sie sich nicht abzeichnen und besonders guten Halt auch bei größeren Cups geben», sagt Mescher.

Bei einer großen Oberweite empfehlen sich BHs mit breitem Steg. «Denn etwa 90 Prozent des Brustgewichts werden über den Unterbrustbereich getragen», sagt Melanie Mescher von Lascana. Angenehm seien hier breitere Träger, weil sie an den Schultern nicht einschneiden. Ratsam sind auch Vollschalen-BHs, weil sie die Brust komplett umschließen. Frauen mit kleinerer Oberweite könnten auch nur ein Bustier, einen BH ohne Bügel oder ein Unterhemd tragen.

ham/eia/news.de

Leserkommentare (1) Jetzt Artikel kommentieren
  • Der immer seinen Nickname vergisst
  • Kommentar 1
  • 27.04.2012 13:17

Sorry, aber auf die Dessousbranche kann man sich nicht verlassen.Wichtig ist, dass sich "frau" in ihrer Unterwäsche wohlt fühlt. Für den BH sollte sie sich in einem Fachgeschäft beraten lassen,lieber drei teure pro Jahr, als ein Dutzend von der Stange,von denen sie denkt,dass sie passen. Druckstellen, scheuern, Rücken-und Kopfschmerz bis zum Extremfall Brustkrebs können vom falschen BH kommen.Beim Slip kommt es auf die Form von Hüft-und Beckenknochen sowie auf die Pobacken an. Da sind die hohen Beinauschnitte oft besser als die Pantys, die sie dann wirklich zur "Wurst" machen. Probiert es aus!

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