Tourismus Kreideabbrüche auf Rügen: Nur ausgewiesene Wege betreten

Bergen auf Rügen - Urlauber sollten bei Ausflügen zu den Kreidefelsen auf Rügen auf ausgewiesenen Wegen bleiben. So könnten Spaziergänger das Risiko minimieren, von Kreideabbrüchen überrascht zu werden, sagt Constance Patrunky von der Tourismuszentrale Rügen.An der berühmten Kreideküste der Insel kommt es immer wieder zu Abbrüchen, gerade im Frühjahr.

Kreideabbrüche auf Rügen: Nur ausgewiesene Wege betreten (Foto)
Kreideabbrüche auf Rügen: Nur ausgewiesene Wege betreten Bild: dpa

Für Wanderer kann das lebensgefährlich werden. Vor drei Monaten war am Kap Arkona im Norden Rügens ein zehnjähriges Mädchen von abstürzenden Geröllmassen erfasst und getötet worden.

Zu Ostern wird der erste große Urlauberansturm auf der Insel erwartet. Besucher sollten unbedingt Warnhinweise und Absperrungen an und auf den Wegen beachten. «Beim Wandern am Strand und auf den Felsen sollte man immer einigen Abstand zu den Klippen halten», empfiehlt Patrunky von der Tourismuszentrale. Ausnahmen seien Treppen, die direkt vom Hochuferweg an den Strand führen oder überwachte Aussichtsplattformen. «An diesen Stellen kann man sich nah an die Klippen trauen.» Eltern sollten zudem ihre Kinder auf Wanderungen immer in ihrer unmittelbaren Nähe behalten.

Wer nicht darauf verzichten will, auch an anderen Stellen nah bei den Felsen zu spazieren, sollte äußerst wachsam auf Abbruchzeichen achten: Dazu gehörten Risse im Boden, knarrende Geräusche oder Bäume, deren Wurzeln in die Luft ragen. Wer sich unsicher ist, ob ein Gebiet gefahrenfrei ist, kann die patrouillierenden Ranger ansprechen. Diese sind an ihrer grünen Uniform zu erkennen.

Der Nationalpark verändert derzeit das Sicherheitskonzept für Wanderer und baut Absperrungen auf freier Strecke ab. Verstärkt wird auf Warnhinweise und selbstverantwortliche Besucher gesetzt.

Auf der Website des Nationalpark-Zentrums Königsstuhl können Urlauber sehen, welche Gefahrenstufe momentan herrscht. Die derzeit ausgerufene Stufe Rot bedeutet extreme Vorsicht, es wird empfohlen, den Strand zu meiden. Zudem bietet das Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie (LUNG) Mecklenburg-Vorpommern eine Gefahrenhinweiskarte für den Nationalpark Jasmund im PDF-Format an.

Hier geht es zu den Warnhinweisen für den Nationalpark Jasmund

Gefahrenhinweiskarte für den Nationalpark Jasmund (PDF-Datei)

news.de/dpa

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