Spanien wird teurer Kataloniens schöne Verführerinnen

Touristen bringen dem wirtschaftlich angeschlagenen Spanien Geld in die Kasse. In Katalonien gilt das künftig besonders für Hotelübernachtungen - dank Touristenabgabe. Da lohnt es sich jetzt, Barcelona und Tarragona zu besuchen. News.de verrät die Geheimnisse der beiden Schönheiten Kataloniens.

Barcelona (Foto)
Die Moll de la Barceloneta in Barcelona ist tagsüber und abends ein Besuchermagnet. Bild: dapd

Im Norden die Pyrenäen, im Osten das Mittelmeer und dazwischen gemäßigtes Mittelmeerklima. Kein Wunder, dass Spanien das zweitbeliebteste Urlaubsziel der Deutschen ist - nach der eigenen Heimat. Das gilt auch für Katalonien, wo sich bereits die Vorboten des trockenen spanischen Sommers bemerkbar machen.

Die sollten Sie genießen. Besonders jetzt, denn ab November 2012 kassieren Kataloniens Hoteliers extra. Auf die Übernachtungskosten wird dann eine Touristenpauschale aufschlagen. Pro Nacht und Nase zahlt der Urlauber dann zwischen 0,50 Euro bis 2,50 Euro zusätzlich, abhängig von der Kategorie der Unterkunft. Da lohnt es sich, jetzt noch die Koffer zu packen.

Wer Strandurlaub sucht, findet an der Costa Brava oder der Costa Dorada immer ein herrliches Plätzchen. Aber auch an anderer Stelle. Immerhin ist die Küste Kataloniens gute 580 Kilometer lang. Da finden sich genügend Sandstrände. Entweder in den Calas, den kleinen sandigen Buchten der Costa Brava. Oder an den langen Sandstränden weiter südlich.

Schönes Spanien: Unterwegs in Barcelona und Tarragona

Barcelona zergeht auf der Zunge

Doch wer nur in den Nordosten Spaniens reist, um die Sonne anzubeten oder Wassersport zu treiben, verkennt Kataloniens besondere Schönheit. Und seine kleinen Überraschungen. Oder kennen Sie schon Barcelonas heimliche Leidenschaft?

Spaniens zweitgrößte Stadt frönt einer bisweilen kalorienhaltigen Versuchung: der Schokolade. So sehr, dass katalanische Küchenchefs den Gaumenkitzler sogar in Kombination mit Meeresfrüchten servieren. Doch am liebsten ist den Bewohnern im Nordosten der iberischen Halbinsel ihre Xocolata - möglichst dickflüssig und heiß.

Gucken, staunen und probieren können Urlauber in Barcelona natürlich auf eigene Faust. Wer seinen Gaumen in Sachen Schokolade allerdings so richtig in Fahrt bringen will, sollte sich einem der Gourmetspaziergänge anschließen, die die Tourist-Information der Stadt anbietet. Dazu gehört ein Besuch auf dem Boqueria-Markt, auf dem es - angesichts der unzähligen Leckereien - so manchem schwer fallen dürfte, der Versuchung zu widerstehen. Wer das tatsächlich schafft, sollte sich aber noch nicht zu siegessicher sein. Spätestens im Schokoladenmuseum der Stadt mit seinen zum Teil riesigen süßen Skulpturen oder den zahlreichen Cafés, die Schokolade auf allerlei Art verarbeiten, verliert auch der letzte Schoko-Fan seinen eisernen Willen.

Unser Tipp: Nutzen Sie die Barcelona-Card. Die gibt es ab 29 Euro für zwei Tage, berechtigt zur Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel und gewährt kostenlosen Eintritt unter anderem ins Museu de la Xocolata sowie Vergünstigungen bei vielen weiteren Partnern.

Schokolade bringt nur Kalorien auf die Hüften? Kein Problem. Mit einem Besuch in Tarragona können Sie die locker wieder loswerden. Und dabei feststellen, dass Spanien und Italien gar nicht soweit voneinander entfernt sind. Amphitheater, Akquädukt, Forum Romanum - die Spuren der Römer, die die spanische Stadt 218 v. Chr. eroberten, sind noch immer deutlich zu erkennen.

Tarragona ist wie ein spannender Historienroman

Und die Archäologen haben noch längst nicht alle Geheimnisse aufgedeckt, die Tarragonas Entwicklung beeinflusst haben. Doch das, was mittlerweile zu Tage gefördert wurde, hat der Stadt im Jahr 2000 nicht ohne Grund dazu verholfen, Unesco-Weltkulturerbe zu werden. Doch damit nicht genug: Die katalanische Provinzschönheit wird 2016 zur europäischen Kulturhauptstadt.

Was auch Tarragona nicht auf den ersten Blick anzusehen ist: Die Stadt ist in Sachen Gaumenfreuden mindestens genauso erlebenswert wie Barcelona. Unter anderem deshalb empfiehlt sich ein Besuch im Fischerviertel El Serrallo. Hier treffen die frischen Fänge auf das, was weiter im Landesinneren angebaut wird. Weinberge, Haselnusssträucher sowie Mandel- und Olivenbäume bestimmen das Aroma Tarragonas - und wecken als Gaumenkitzler nach einem langen Spaziergang durch die Stadt wieder die Lebensgeister der Spanienurlauber.

Unser Tipp: Wer Küche und Geschichte zusammenbringen will, kann das in den Gärten des Camp de Mart tun - mit Gerichten aus der antiken römischen Küche.

sca/rzf/news.de

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