Nicht Bali oder Hawaii Die wahren Lieblingsziele der Deutschen

Bali, Hawai oder Mauritius. Wohin reisen die Deutschen wohl am liebsten? Einer Studie zufolge gar nicht so weit, wie viele denken. Fernreiseziele sind zwar traumhaft, aber nicht so angesagt. Wohin die Reise der Bundesbürger geht, weiß news.de.

 
Reiseziele (Foto)
Nord- und Ostsee gehören zu den beliebtesten Reisezielen der Deutschen. Bild: iStockphoto

Wieso woanders hin, wenn es in der Heimat am schönsten ist? So denken immer mehr Deutsche und verbringen ihren Urlaub lieber im eigenen Land. Laut GfK-Studie plant in diesem Jahr jeder Vierte (26,1 Prozent) seinen Urlaub «zu Hause». Vor allem Badeorte an Ostsee und Nordsee sowie Bayern stehen bei den Urlaubern hoch im Kurs.

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Deutschland hat damit die Nase vorn. Zu einem ähnlichen Ergebnis kommt eine Studie des Instituts für Demoskopie Allensbach. Demnach machte 2011 bereits jeder vierte Deutsche eine mindestens fünftägige Urlaubsreise im eigenen Land - ebenfalls in besagte Gebiete.

Den Untersuchungen zufolge sind auch Spanien und Italien Touristenmagnete. Eher an Attraktivität verloren haben im Langfristvergleich des Allensbacher Instituts Österreich und Frankreich. Dennoch liegen beide Länder in der Gunst der Deutschen immer noch vor Fernreisezielen wie Asien, Amerika und Kanada.

Laut GfK-Studie schaffen es in diesem Jahr mit Ägypten (1,7 Prozent), den USA (1,7 Prozent), Thailand (1,2 Prozent) und der Karibik (0,8 Prozent) nur vier Ferndestinationen in die Top 20. Zuwächse bei den Fernreisen verzeichnet Allensbach nach Amerika, Subsahara-AfrikaSüdlich der Sahara gelegener Teil des afrikanischen Kontinents. sowie Asien. Leicht zugelegt hat in der Gunst der Deutschen zudem Osteuropa.

Dabei sind die Bundesbürger offenkundig bereit, besonders viel Geld für ihren Urlaub auszugeben. Wie das Institut feststellt, erklärt sich nahezu jeder zweite Deutsche (44 Prozent) bereit, für seinen Urlaub tiefer in die Taschen zu greifen. Besonders bildungsaffine Personen lassen sich den Urlaub mehr kosten.

Damit sorgen die Deutschen für hohe Zuwächse in der Tourismusbranche. Wie das Marktforschungsunternehmen GfK mitteilt, stieg das Umsatzwachstum dadurch um satte elf Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Damit liegt Deutschland europaweit vorn. Die Urlaubsnachfrage fällt in anderen Ländern Europas schwächer aus. Zum Vergleich: In England sanken die Buchungsumsätze zum Vorjahr um etwa fünf Prozent, in den Niederlanden um zwei Prozent.

rzf/som/brc/news.de

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