Essen & Trinken Port einmal anders - Aperitif-Trends aus Portugal

Düsseldorf - Portwein hat das Zeug zum Lifestyle-Getränk. Denn es gibt nicht nur schwere, dunkle Sorten, die man nach dem Essen genießt, sondern auch leichten weißen und pinkfarbenen Portwein.

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Port einmal anders - Aperitif-Trends aus Portugal Bild: dpa

Beide eignen sich als erfrischender Aperitif.

Bei Portwein denken viele an dicke Zigarren, schwere Ledersessel und dunkle Tropfen im kleinen Glas. Doch es geht auch anders: Denn die Spezialität aus dem portugiesischen Douro-Tal wird ebenfalls aus weißen Trauben gemacht. Außerdem gibt es inzwischen eine leichte roséfarbener Variante. Beide eignen sich hervorragend für einen frischen und unkomplizierten Aperitif, sagte Alzira Viseu Carvalho, Kellermeisterin des Weinguts Quinta de Santa Eufêmia in Lamego, auf der Fachmesse ProWein in Düsseldorf.

Die White Ports, wie sie auch genannt werden, trinkt man zumeist jung - und am besten kühl. So bewahren sie ihre helle Farbe und ihre fruchtigen Aromen. Im Sommer mögen die Portugiesen sie als erfrischenden «Porttonic». Dazu wird der weiße Port zu gleichen Teilen mit Tonic-Water gemischt und mit Eis sowie einer Scheibe Zitrone serviert.

«Der Pink Port wird am besten auf Eis gekühlt», erklärt Maria Cabral vom Institut für Port- und Douroweine (IVDP). Er schmeckt nicht nur als Solist, sondern eignet sich auch als Zutat für fruchtige Cocktails oder zum Verfeinern von Rezepten. «Zum Beispiel in Kombination mit Jasmintee oder Sodawasser, in Sangria-Rezepten oder auf Beerensorbet», empfiehlt die Fachfrau.

Wie ihre dunklen Varianten müssen auch der weiße und pinkfarbene Wein aus dem Tal des Douro-Flusses im Norden von Portugal stammen. Darüber wacht das IVDP in Porto. «Es vergibt das Gütesiegel und die Zertifikate für die Ursprungsbezeichnungen», sagt Cabral. «Für Port wird bei der Weinbereitung hochprozentiger Branntwein zugegeben und so die Gärung unterbrochen.»

Der Zeitpunkt des Stoppens beeinflusst unter anderem auch den verbleibenden Restzucker und damit die Süße des Portweins. Die Palette reicht von sehr süß - very sweet - bis zu sehr trocken - extra dry. Alle müssen am Ende einen Alkoholgehalt zwischen 18 und 21 Volumenprozent haben. Seit einiger Zeit gibt es auch leichtere Varianten ab 16,5 Volumenprozent. Wie bei rotem Port hat der weiße Raritäten, die als «Reserve» oder mit Altersangabe angeboten werden.

Junge Ports, egal ob weiß oder pink, sind nichts, um im Weinkeller Staub anzusetzen. Sie sollten bald getrunken werden. Maria Cabral und die junge Kellermeisterin aus Lamego empfehlen, eine angebrochene Flasche nicht länger zehn Tage aufzuheben.

Webseite zur Messe ProWein

news.de/dpa

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