Die Hochzeitstorte Ein Traum aus Zucker

Die Hochzeitstorte (Foto)
Vier Stockwerke - das kann in der eigenen Herstellung schwierig werden. Bild: dpa

Von news.de-Redakteurin Fabienne Rzitki
Eine Hochzeitstorte muss etwas ganz besonderes sein: Traumhaft muss sie aussehen, umwerfend schmecken und zum Stil der Hochzeit passen. Welche Formen und Stile gerade gefragt sind, welche Trends es bei den Füllungen gibt, verrät news.de.

Nach dem aufregendsten Teil des großen Tages, der Trauung, wartet das Highlight der Hochzeitstafel auf Brautpaar und Gäste: die Torte. Sie wird von den frisch Vermählten gemeinsam angeschnitten. Auch das liebevolle gegenseitige Füttern mit dem ersten Stück ist Tradition. Für diesen einen Moment muss die Torte perfekt sein - am besten einzigartig.

Damit nichts schief geht, sollte das Meisterwerk spätestens drei Monate vor der Trauung beim Konditor bestellt werden. Denn: Eine solche Torte ist aufwendig und braucht Zeit. Wer noch nicht weiß, wie sein Traum aus Zucker aussehen und schmecken soll, kann sich von den neuesten Tortentrends inspirieren lassen.

Inspirationen aus Übersee

Englische und amerikanische runde Stufenformen sind im Kommen. Diese Arrangements lösen die Hochzeitstorten mit Etagere immer mehr ab. Sie sind sehr kompakt und präsentieren sich als Einheit, das mögen die Kunden. Eckige Torten sind dagegen weniger gefragt. Auch die Herzform ist mittlerweile eine Randerscheinung.

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Hochzeitstorten - die Trends

Im Inneren der Stufentorte ist eine Etagere eingearbeitet, um das Gewicht zu tragen. Das hat noch einen weiteren praktischen Vorteil: Die Torte kann verschieden gefüllt sein und lässt sich leicht und sauber servieren.

Aber es gibt auch einen Haken. Bei einer Torte für wenige Personen kommt man nicht in die Höhe. Die meisten Paare bevorzugen jedoch dreistöckige Modelle. Um diesen Wunsch zu erfüllen, setzen Konditoren eine dekorierte Attrappe aus Kunststoff unter die Torte.

Natürlichkeit ist gefragt

Bei Zutaten, Füllungen und Design ist Natürlichkeit sehr angesagt. Die meisten Paare achten auf Qualität. Das heißt, die Torte soll gut aussehen, schmecken und aus natürlichen Zutaten bestehen. Für die Torten können auf Wunsch Bio-Mehl und -Früchte verwendet werden.

Besonders gefragt sind Fruchtfüllungen, Buttercremes eher weniger. Damit möglichst viele Geschmäcker bedient werden, fragen Paare vermehrt Torten mit verschiedenen Füllungen wie Passionsfruchtcreme, Schwarzwälder Kirsch oder Sacher nach.

Lieber edel und schlicht statt Dekopomp

Was das Design betrifft, sind florale Elemente heiß begehrt. Die Natur bietet dafür ideale Vorlagen wie Blumen und Blätter. Mit StencilStencil ist eine Bezeichnung für Graffiti, die mit Hilfe von Schablonen, durch die Farbe gesprüht wird, angebracht werden. -Schablonen lassen sich sehr schöne und kunstvolle Motive auf der Torte anbringen - von modern bis mondän. Dafür arbeiten Konditoren beispielsweise mit kandierten oder frischen Blüten wie Veilchen, Ringelblumen und Rosen. Kandierte essbare Rosenblüten verleihen einer Torte einen natürlichen Touch. Besonders ausgefallen sind Meisterwerke mit kandierte Kräutern, die der Torte einen besonders aromatischen Geschmack verleihen.

Out sind überdekorierte, üppige Torten mit zahlreichen Ornamenten. Die meisten Paare möchten ihre Torte edel und schlicht halten, ohne großen Firlefanz. Im Unterschied zu einst wird zudem vermehrt Fondant statt Marzipan als Überzug eingesetzt - ein weiterer Trend, der aus den USA und England herüberschwappt. Das hat den Vorteil, dass die Torte in einem schönen Weiß erstrahlt. Marzipan hingegen ist immer gelbstichig und muss mit helleren Dekoren optisch aufgewertet werden.

Fotodrucke auf der Torte boomen

In Sachen Aussehen ist dank modernster Technik fast alles möglich. Relativ neu ist die Airbrush-Technik, bei der die Meisterstücke mit Lebensmittelfarbe besprüht werden. Kräftige Farben eignen sich dafür sehr gut. Besonders junge Paare wünschen solche Torten. Der Vorteil: Die aufgesprühten Lebensmittelfarben schmecken neutral und verfälschen den Geschmack der Torte nicht.

Im Kommen sind derzeit orientalische und barocke Muster im Vintage-Stil. Für diese komplizierten und sehr ausgefallene Designs eignet sich die Airbrush-Methode nicht. Doch dank modernstem Fotodruck kann Paaren der Wunsch nach einer solch exquisiten Torte erfüllt werden. Mit einer speziellen Technik wird auf eine Art Oblate ein Bild aufgetragen. Dieses lässt sich biegen und um die Torte oder in der Fläche anlegen. Das ist allerdings aufwändiger und damit kostenintensiver.

Ein immer wiederkehrender Trend ist das klassische Rosenthema. Im Unterschied zu früher werden Torten mit Rosendekor lieber schlichter gewünscht. Absolute No-Gos dabei gibt es nicht, sofern die Wünsche umzusetzen sind. Nur Spitzendeckchen unter der Torte sind total überholt.

Der Preis einer Hochzeitstorte richtet sich immer nach Aufwand, Dekor und Personenzahl. Los geht es bei fünf Euro pro Person. Eine Torte für 60 Personen kostet demnach mindestens 300 Euro. Doch so ein Meisterstück kann auch leicht in die Tausende gehen, besonders wenn mehr als 100 Gäste eingeplant werden. Bei solchen Aufträgen kommen sogenannte Satelliten auf die Tafel. Im Mittelpunkt steht die Torte. Drumherum drapieren die Konditoren kleinere Törtchen und Kuchen.

Daran sollten Sie beim Konditor denken:

- Verkostung
- Lieferzeiten
- Personenzahl
- Größe
- Füllung beziehungsweise Geschmacksrichtung
- Tortenstyle & Deko
- eventuelle Miete für den Tortenständer

ham/sca/news.de

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