Berühmte Orte Wo Promis Geschichte schrieben

Cavern Club Liverpool (Foto)
In Liverpool wartet John Lennon direkt gegenüber des legendären Cavern Clubs. Bild: Wikipedia/Creative Commons License/Auréola

Von news-de-Redakteurin Melanie Sohn
Schlafen und trinken in New York, britisches Lebensgefühl im In-Pub oder doch lieber gediegene Köstlichkeiten neben Clooney, Schweiger und Merkel? News.de kennt die spannendsten Promi-Hotspots von Liverpool bis Berlin.

Wo die Stars wohnten - The Chelsea Hotel in New York

Es gibt wohl kein Hotel auf der Welt, das Künstler mehr beeinflusst hat, als das Chelsea Hotel in New York City. Das Haus liegt in der 222 West 23rd Street mitten im Künstler- und Shoppingviertel Chelsea in Manhattan. Berühmte Schriftsteller, Musiker und Maler kamen hier unter, schrieben Bücher und Lieder oder suchten einfach nur ein Dach über dem Kopf. Zahlen mussten viele von ihnen nichts, wenn kein Geld da war, fanden die brotlosen Künstler kostenlosen Unterschlupf.

Mittlerweile ist das 1884 eröffnete Künstlerhotel geschlossen. Es soll neue Eigentümer haben, eine Renovierung ist geplant. Ob und wann es jedoch dazu kommt, ist ungewiss. Dennoch lohnt sich der Besuch: Allein die rote Backsteinfassade mit den schmiedeeisernen Balkongittern ist sehenswert. Das zwölfstöckige Hotel mit den 250 Zimmern ist einer der Hotspots New Yorks und sollte auf keiner Sightseeing-Tour fehlen. Schon das Wissen, dass Künstler wie Leonard Cohen, Salvador Dalí, Arthur Miller, Jimi Hendrix, Janis Joplin, Jean-Paul Sartre, Iggy Pop, Madonna oder auch Patti Smith hier gelebt und gearbeitet haben, ist den Ausflug wert.

Hotels, Bars, Clubs
Hier gehen Promis ein und aus

Die Geburtsstätte der Bloody Mary - Harry's New York Bar in Paris

Ernest Hemingway trank hier, Rita Hayworth, Humphrey Bogart und Coco Chanel ebenfalls. Harry's New York Bar ist ein kleines Stück Amerika mitten in Paris. Das Lokal in der Rue Daunou Nummer fünf ist Anlaufstelle zahlreicher Künstler und auch Geburtsstätte bekannter Cocktails wie der Bloody Mary (1919), dem James Bond (1963) oder auch des Blue Lagoon (1969).

Eröffnet wurde die Bar 1911 vom ehemaligen Jockey Tod Sloane, der sie später an ihren Namensgeber Harry MacElhone verkaufte. Die Inneneinrichtung wurde eigens aus einer alten Bar in Amerika über den großen Teich geschifft und verleiht dem Lokal noch heute seinen typisch amerikanischen Charme. Mittlerweile gibt es auch in Deutschland Ableger der berühmten Kneipe. In Hannover, Köln, Berlin und Frankfurt können deutsche Gäste ein echtes Stück Amerika genießen.

Auf ein Bier mit John, Paul, Ringo und George - Cavern Club in Liverpool

Lässig lehnt er an der Wand, den Blick Richtung Club gerichtet, die Hände in den Hosentaschen, das Haar ins Gesicht gekämmt. Der junge John Lennon - in Form einer Statue - steht direkt gegenüber dem Cavern Club in Liverpool. Hier traten die Beatles auf, nachdem sie aus Hamburg zurückgekehrt waren. Hier wurde Rock'n'Roll-Geschichte geschrieben. Stars wie The Rolling Stones, The Who, The Kinks, Queen oder eben die Beatles standen auf den Brettern, die damals noch Sex, Drugs & Rock'n'Roll bedeuteten.

Gegründet und erbaut wurde der Cavern nach dem Vorbild französischer Kellerclubs, in denen vornehmlich Jazz gespielt wurde. Das war in den ersten Jahren auch hier nicht anders. In den 1960ern jedoch wandelte sich das Image des heute legendären Konzertschuppens. Er wurde zum In-Treffpunkt, wenn es um neue Popmusik ging. Im Jahr 1973 wurde der Cavern geschlossen und abgerissen - er musste einer U-Bahn weichen. Doch bereits 1984 öffnete der neu gebaute Club seine Pforten in der Matthew Street. Einige Steine des alten Gemäuers sollen auch im neuen stecken. Heute spielen meist Coverbands Tribute-Konzerte für Roxy Music, Coldplay, die Beatles oder auch The Kinks und Bruce Springsteen.

Borchardts in Berlin - Politiker, Promis und panierte Schnitzel

Das Borchardt in der Französischen Straße in Berlin-Mitte ist berühmt: berühmt für sein Wiener Schnitzel, berühmt für seine Gäste und berühmt für sein Personal. Das Essen ist vergleichsweise hochpreisig, das Restaurant eher ein großer Speisesaal mit vielen Tischen, die eng nebeneinander stehen. Mittags treffen sich Geschäftsleute zum schnellen Mittagessen, abends laufen die bekannteren Gesichter auf, um Geschäftspartner, Freunde und Kollegen zu treffen. Dabei wird gegessen, getrunken und geredet. Der Raum soll immer erfüllt sein von Stimmengewirr, Gläserklirren, Lachen, wichtigen Unterhaltungen.

Das berühmte Wiener Schnitzel ist ein Klassiker auf der Karte, hat viele Fans, es gibt aber auch Gäste, die es für überschätzt halten. Überhaupt verschlägt es die «Normalos» meist nur zum Promigucken in das Restaurant. Ab und zu isst Angela Merkel hier, Till Schweiger, Veronica Ferres, Günther Jauch und Thomas Gottschalk wurden ebenfalls schon gesichtet. Zu Filmfestivalzeiten nehmen auch schon mal Jack Nicholsen, Kate Winslet oder George Clooney am Nachbartisch Platz.

Urige Gemütlichkeit mit Madonnas Ex-Mann - The Punch Bowl Pub in London

Promis gucken ist in London ja eigentlich verpönt. Der zurückhaltende Engländer gafft nicht, er ignoriert höflich. Dabei bietet es sich so wunderbar an. Im Stadtteil Mayfair beispielsweise betreibt Regisseur und Ex-Gatte von Popqueen Madonna, Guy Ritchie, seinen urigen Pub The Punch Bowl. Dort gehen Freunde des Briten und eine prominente Schauspielerriege regelmäßig ein und aus. Zu den Gästen zählen Jude Law, Sophie Dahl, Robert Downey Junior, Kevin Spacey. Auch Justin Timberlake und Prinz William machten es sich schon an der Bar bequem - ein Paradies für Fans.

Nachbarn indes strengten schon mehrmals Klagen gegen das Lokal an. Es sei zu laut, Müll würde auf der Straße liegen und Fans und Fotografen belagerten die Farmer Street. Bisher konnte Ritchie die aufgebrachten Bewohner immer wieder beruhigen, die Gäste gehen nach wie vor ein und aus. Auch Nicht-Prominente können dort essen und trinken. Die Küche ist gehoben, der britische Klassiker Fish und Chips steht genauso auf der Speisekarte wie geräucherter Lachs, Pilzrisotto mit Trüffelöl und eine große Auswahl an Rot- und Weißweinen.

rzf/sis/news.de

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