A380 hautnah Die Luxus-Highlights des Superfliegers

Lufthansa A380 (Foto)
Außen hui und Innen auch - der A380 der Emirates. Bild: Lufthansa/Jens Görlich/CGI: MO CGI GbR

Von Hans-Werner Rodrian
In diesem Winter wird der A380 erstmals von den Fluggesellschaften im großen Stil ab Deutschland eingesetzt. Lufthansa ist schon da, Singapore und Korean Airlines starten ab Frankfurt durch, Emirates ab München. Doch was ist so besonders am A380?

Wer im A380 der Emirates sitzt, sieht den Sternenhimmel. Na gut, es ist nicht ganz der echte, doch unzählige Lämpchen in der Kabinendecke kommen ihm ziemlich nah. Der Sternenglanz mildert angeblich den Jetlag. Und er ist nur eines von vielen Highlights im neuen Super-Airbus A380.

Das Augenfälligste: Der Riesenflieger hat zwei Stockwerke. Oben liegt die Business-Class, in der jeder Sitzplatz mit viel Bewegungsfreiraum ausgestattet ist. Dazwischen gibt es Minibars, eine Filmauswahl mit bis zu 1200 Filmen und auf Knopfdruck verwandelt sich der komfortable Sessel in ein gemütliches Minibett.

Aber das Größte am «Neuen» ist die Bar. Ganz hinten im Obergeschoss des Supervogels gibt es eine richtige Cocktailbar - mit Tresen, Sofas zum Lümmeln, reicher Spirituosenauswahl und echtem Barkeeper. Die Gäste können sich hier ein Glas Champagner oder ein frisches Bier ordern. Extra zahlen muss für diesen Luxus niemand, denn die Getränke sollen im Flugpreis der Business- und First Class enthalten sein. Optische Reize bietet ein Riesen-Flatscreen an der Wand hinter der Bar. Er überträgt live den Blick aus dem Cockpit und zaubert aktuell die Namen überflogener Orte ins Bild.

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Die etwas edlere Holzklasse

Ein Stockwerk tiefer, in der Economy, ist es so eng wie überall in dieser Klasse. Aber die Fensterplätze haben viel Abstand zur Wand. Alles sieht geräumiger aus, die Seitenwände stehen fast senkrecht. Und die Decke ist so hoch, dass man das Leselicht mit der Fernbedienung anknipst. Den eigenen Fernseher mit Bildschirm in der Lehne des Vordermanns hat auch hier jeder. Nur die Nierentischoptik in Beige und Plastikgrau, die im A380 von der Emirates die vorherrschenden Farben sind, dürfte nicht jeden Geschmack treffen.

Umso nuancierter ist das Essen. In der Businessklasse wählen Gäste wie im Gourmetrestaurant: Crabmeat mit Avocado-Tartar zum Lunch, danach gegrilltes Lamm in Kräuterkruste oder das Roastbeef mit Balsamicozwiebeln sind Standard. Auch gebratenes Steinbuttfilet an Orangen-Pfeffer-Sauce auf schwarzem Venusreis ist zu haben. Die Desserts lesen sich ebenso himmlisch.

Duschen in 11.000 Meter Höhe

Wer nach dem Essen schlafen möchte, lehnt sich bequem in die Sitze zurück. Ist noch etwas fürs Büro zu erledigen, steht - zumindest in der Business-Class - an jedem Sitz eine Steckdose zur Verfügung. Selbst unten in der Economy sind Stromspender verteilt.

In der First Class derweil können die Gäste kleine Suiten buchen, in denen sie die Flugzeit sehr angenehm verbringen. Da haben jeweils zwei Fluggäste die Wahl zwischen zwei Sitzordnungen: Modell «Kuschelwiese» und Modell «Barriere». Wer seinem Partner nichts mehr zu sagen hat, der fährt einfach die Trennwand zu ihm hoch. Eigener Kleiderschrank und private Blumenvase sind obligatorisch.

Was wirklich überrascht, ist die Dusche an Bord. Für die 14 First-Class-Passagiere gibt es sogar zwei, allerdings mit Zeitbeschränkung wie im Schwimmbad: Das Wasser für eine Person reicht exakt für fünf Minuten. Doch selbst diese kurze Zeit reicht aus, um den Freunden am Boden später vorschwärmen zu können. Wer kann schon behaupten, 11.000 Meter über dem Erdboden geduscht zu haben?

som/rzf/ham/news.de/srt

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