Oktoberfest Die Neuheiten der Wiesn 2011

Oktoberfest 2011 (Foto)
Die Wiesn 2011 hält einige Neuerungen bereit. Bild: dpa

Von Claudia Carstens
Vom 17. September bis zum 3. Oktober 2011 lädt der Freistaat Bayern zum Oktoberfest. Neben Klassikern wie Weißbier, Hendl und Trachten gibt es auch Neues auf dem größten Volksfest der Welt. News.de verrät, was das ist.

Auch die Wiesn kommt nicht ohne Neuerungen aus. Der ursprüngliche Charakter des Festes soll trotzdem erhalten bleiben. Lediglich ein paar Optimierungen versprechen einen noch schöneren und feucht-fröhlicheren Wiesnspaß. Nostalgische Fahrgeschäfte, bayerisches Bier und fesche Trachten sorgen dafür, dass das Oktoberfest sich trotzdem treu bleibt. Und wir stellen Ihnen die Neuerungen vor.

Die Weinlaube. Mehr Wein auf der Wiesn - damit möchte Helmut Schmid vor allem weiblichen Gästen etwas Gutes tun. «Manche mögen einfach kein Bier», weiß der Münchner Wiesn-Stadtrat, «darum war es eine einfache Überlegung, auch Wein anzubieten.» Erstmals steht daher auf dem Oktoberfest ein Wein-Stehausschank mit Weinen, die teilweise auch aus biologischem Anbau stammen. Wer auch die nicht mag, trinkt Perlwein, Sekt oder Alkoholfreies.

Wiesn 2010
«O'zapft is!»

Die Bierpreise. Auch Bierliebhaber kommen auf ihre Kosten. Im wahrsten Sinne des Wortes: Neu und höher ist der Bierpreis in den insgesamt 16 Festzelten. In diesem Jahr kostet die Maß 8,70 bis 9,20 Euro. Weniger Absatz befürchten die Wirte dadurch nicht. Die Bräurosl baut als zweite Festhalle sogar eine unterirdische Bier-Ringleitung ein wie vergangenes Jahr schon das Winzerer Fähndl.

Neuer Name für alte Wiesn. Vor einem Jahr, zum 200. Oktoberfest-Geburtstag, war die Historische Wiesn der große Renner. Weil es so schön war, wird das abgezäunte Nostalgiefest unter dem neuen Namen Oide Wiesn (alte Wiesn) zur Dauereinrichtung. Im historischen Festzelt wird wieder ein eigens nach altem Rezept gebrautes Bier ausgeschenkt, dazu werden traditionelle Münchner Gerichte wie Rumfordsuppe, Böfflamott und Zwetschgenbavesen serviert. Neu auf der Oidn Wiesn ist das Zelt «Zur Schönheitskönigin». Deutlich kleiner als die Großzelte, soll es zum Musikanten- und Volkssängerzelt werden.

Dirndl-Trends 2010
Klassisch verführt am besten
Video: news.de

Da gibt's neben Stanzln und bayerischer Musik ein Lieblingsmenü von König Ludwig II. zu essen: Das «Hechtkraut» besteht aus Weißkraut, Butterbröseln und Hechtfleisch, alles geschichtet und mit einem Eier-Sahneguss überbacken. Auf der Oidn Wiesn geht es sehr nostalgisch und weniger eng zu. Dafür sorgen schon die Eintrittspreise von drei Euro ab einem Alter von 14 Jahren. Dafür kosten die Fahrgeschäfte nur einen Euro pro Fahrt und Person. Nicht nur der Preis löst Gefühle von vergangener Zeit aus - die Attraktionen sind zum Teil Museumsstücke wie der «Kettenflieger Kalb» aus dem Jahr 1919 und die «Calypso» aus den 1950er Jahren.

Feuchter Fahrspaß auf Bayerisch. Nass wird's auf der neuen Rafting-Wildwasserbahn mit dem mächtigen Namen «Rio Rapidos». Die bunten Boote rotieren im reißenden Wasser um die eigene Achse, die Fahrtrichtung wird von der Strömung bestimmt. Das Ganze lässt sich durch Bullaugen in der Fahrwanne verfolgen. Das zweite neue Fahrgeschäft heißt «Monster», ist eine Megaschaukel, die 20 Fahrgäste bis zu 40 Meter hoch in die Luft zieht und mit einem Ausschlag von 47 Metern hin und her schwingt. Gleichzeitig rotiert sie um die eigene Achse.

Wiesn-Sprüche
Crashkurs für Saupreißn

Raucher haben Pech gehabt. Ob Wiesngänger in den Bierzelten trotz des strengen bayerischen Raucherschutzgesetzes rauchen dürfen, musste erst eine Volksabstimmung klären. Das Verbot wird dieses Jahr erstmals konsequent durchgesetzt. In acht Festhallen sind deshalb überdachte Außenbereiche und Raucherbalkone entstanden, wie sie das Hippodrom bereits 2010 eingeführt hatte.

Alles sicher auf der Wiesn? Auch mit diesem schwierigen Thema muss sich der Veranstalter auseinandersetzen. Im Vorjahr wurde ein innerer Sperrring um den Oktoberfestplatz mit 180 versenkbaren Metall-Absperrpfosten gebaut. Die sogenannten Hochsicherheitspoller sollen Autobomben verhindern. Mehr Sicherheit im Fall einer Notlage sollen Wiesnbesucherinnen erstmals durch weiß-blaue «Sicherheitsbandl» bekommen, auf die sie Kontakttelefonnummern schreiben können. Die Informationen sind aber nur sichtbar, wenn das Band aufgeschnitten wird. Die Armbänder werden in einigen Jugendhotels und am Security Point im Servicezentrum Theresienwiese unterhalb der Bavaria-Statue verteilt.

som/ham/phs/news.de/srt

Leserkommentare (0) Jetzt Artikel kommentieren
Kommentar schreiben  Netiquettelink | AGB
noch 600 Zeichen übrig
Anzeige
news.de auf Facebook
Follow us on Facebook!
News.de auf Twitter
Follow us on Twitter!
Anzeige