Pflegetipps Männer, habt Mut zum Bart

Von news.de-Redakteurin Melanie Sohn
Bart ist in, oder etwa nicht? News.de hat die wichtigsten Fakten zur Nassrasur, der  Bartpflege, zum Machotum und den aktuellen Barttrends zusammengetragen.

Sind Bärte wieder in?

Mann trägt, was ihm gefällt. Es habe eine Zeit gegeben, in der sauber konturierte und gepflegte Dreitagebärte angesagt waren, erklärt Torsten Cremer, Inhaber des Barbershops Men Only in Leipzig. Heute wird der Bart zurückhaltender getragen. Zu den modischen 1950er-Jahre-Frisuren ist Mann entweder glatt rasiert oder trägt einen Oberlippenbart. Auch beliebt: der Fünf- bis Sieben-Tage-Bart. Ältere Semester setzen nach wie vor auf den Vollbart.

Warum tragen Männer Bärte?

Manchen Männern ist es schlichtweg zu nervig und zu anstrengend, jeden Tag zum Rasierer zu greifen. Außerdem, da ist sich Torsten Cremer sicher, mache ein Bart männlicher, markanter, in der Gesamterscheinung maskuliner und somit attraktiver.

Sind Bartträger Machos?

Nein. Sobald ein Mann seine Männlichkeit zeige, werde er gleich als Macho verschrien, klagt Cremer. Das schreckt einen großen Teil der Männer ab - sie entscheiden sich gegen den Bart. Dabei kommt das Wort Macho aus dem Spanischen und bedeutet männlich. Ein Bart hat also nichts mit dem typischen Macho zu tun.

Wie wird ein Bart richtig gepflegt?

«Ein Bart muss auch gewaschen werden», sagt der Experte. «Je länger er ist, umso wichtiger ist das.» Bei einem Dreitagebart sei das nicht der Fall. Doch bei einem Vollbart kommt es häufig zu einer unschönen Schuppenbildung auf der Haut. Um die Gesichtshaare zu waschen, brauchen Bartträger nur ein normales Shampoo. Es müsse lediglich eine reinigende Wirkung haben, sagt der Friseurmeister. Zudem sollte ein langer Vollbart regelmäßig gekämmt werden.

Der Vollbart wirkt von Haus aus eher ungepflegt, «weil keine klaren Konturen und Linien da sind», erklärt Cremer. Darum braucht der Bart Wäsche und Kamm. Kuren oder Pflegespülungen sind nicht nötig. Möchte der Bartträger eine bestimmte Form erzielen, kann er mit speziellen Stylingprodukten wie Wachs, Frisiercreme oder Bartwichse nachhelfen. Aber auch normales Haargel oder Spray eignen sich.

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Was ist besser: Nass- oder Trockenrasur?

Das kommt immer auf die Ausgangssituation an: festes Haar oder eher dünnes, kräftiger Bartwuchs oder nur ein paar Stoppeln, sensible oder robuste Haut. Eine Trockenrasur eignet sich morgens, wenn es schnell gehen muss am besten. Will Mann ein wirklich gründliches Ergebnis, geht nichts über die Nassrasur.

Diese beginnt bei Cremer mit einer heißen Kompresse, die auf das Gesicht gelegt wird. Dadurch öffnen sich die Poren, Haut und Barthaare quellen leicht auf. Es folgen alkalischeaufquellende Pflegeprodukte, die diesen Effekt verstärken. Dann setzt der Barbier das Rasiermesser an. Dieses richtig zu benutzen, erfordert einige Übung, erzielt aber wirklich glatte Ergebnisse, denn das Haar wird präziser abgeschnitten. Nach der Rasur sollte eine Pflege mit saurem ph-Wert folgen. Diese sorgt dafür, dass sich die Haut wieder zusammenzieht.

Was bringen Rasierer mit fünf oder mehr Klingen?

Die Klingen sind qualitativ zwar hochwertig, weiß Cremer aus Erfahrung. Jedoch hat sich bei den meisten Rasierern die Klingenzahl, nicht aber die Größe des Kopfes verändert. Das bedeutet weniger Platz für mehr Klingen im Gerät. Die Folge sind Verstopfungen durch Rasierschaum und abgeschnittene Haare, die nur schwer wieder zu entfernen sind. Der Klingenkopf lässt sich nicht so lange benutzen. Länger Freude bereitet ein professionelles Rasiermesser. Wer sich dafür entscheiden möchte, sollte mindestens 50 Euro investieren, um gute Qualität zu kaufen.

Wie pflegt Mann nach der Rasur richtig?

Welche After-Shave-Lotion oder welches Rasierwasser nach der Rasur benutzt wird, ist jedem Mann selbst überlassen. Doch der Experte weist darauf hin, dass auch Produkte ohne Alkohol, auf Basis von ätherischen Ölen, die Haut beruhigen, desinfizieren und pflegen. Nach einer Nassrasur und dem Pflegeprodukt empfiehlt Cremer außerdem das Gesicht eiskalt abzuwaschen. Die Haut wird dadurch erfrischt, die Poren ziehen sich zusammen und die Haut wirkt glatt.

Friseurmeister Torsten Cremer betreibt den Men Only Barbershop in Leipzig und bietet seinen Kunden Haarschnitte und Nassrasuren, wie man es von früher kennt - mit Rasiermesser, Lederriemen und passendem Styling.

rzf/ham/news.de

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