Hautpflege Sanfte Peelings gegen dickes Fell

Peeling (Foto)
Ein Peeling bringt den Teint zum Strahlen, entfernt sanft abgestorbene Hautzellen und befreit verstopfte Poren. Bild: iStockphoto

Von news.de-Redakteurin Melanie Sohn
Mandeln, Salz, Honig und Kaffeemehl finden sich in jeder Küche. Diese Lebensmittel eignen sich perfekt für selbstgemachte Peelings, um rauer Winterhaut ade zu sagen. Gönnen Sie sich eine Rubbelkur und erfahren Sie alles über die feinen Sanftmacher.

Welche Peelingarten gibt es?

«Es wird zwischen drei Arten, die Haut zu peelen, unterschieden», weiß Petra Lauble-Bau von Beauty Brands International. Zum einen gibt es das mechanische Peeling. Hierbei werden mittels kleiner Schleifpartikel in einer Creme oder einem Gel abgestorbene Hautschüppchen und Unreinheiten entfernt und verstopfte Poren gereinigt.

Zum anderen gibt es das enzymatische Peeling. Mittels EnzymenEiweißmoleküle, die zur Entgiftung des Körpers beitragen. wird eine chemische Reaktion auf der Haut ausgelöst. Diese löst KeratinHornsubstanz der Haut von der Hautoberfläche ab und reinigt sie dadurch.

Peeling
Rubbeln Sie den Winter einfach weg

Eine dritte Möglichkeit ist das chemische Peeling. Diese Methode schält die obere Hautschicht ab, frischt die Haut auf und verjüngt sie. Durch das chemische PeelingSchälkur, ist eine kosmetische oder dermatologische Behandlung, bei der oberflächliche Schichten der Haut flächig entfernt werden. ist es möglich, sehr tief in untere Hautschichten einzudringen. Es kann zu Hautreizungen führen. Deshalb sollten sich Interessierte von einer Kosmetikerin beraten lassen.

Mechanisches Peeling und seine Inhaltsstoffe

Die einfachste Art, sich im heimischen Badezimmer von rauer, spröder Winterhaut zu befreien, ist das mechanische Peeling. Es ist in vielen Variationen und Preiskategorien in Supermärkten und Drogerien erhältlich.

Als Reinigungskörper werden verschiedene Substanzen eingesetzt, weiß die Dermatologin Dr. Azita Daneshfar. «Zum einen können wasserunlösliche, gemahlene Kerne und Schalen von Früchten, zum Beispiel Olive, Aprikose, Pfirsich, Walnuss, oder Kaffeemehl und HeilerdeDazu gehören Tonerde und Lehm. , Wachskügelchen, zum Beispiel Jojoba und Beads, sowie Kunststoffpartikel verwendet werden. Zum anderen kommen wasserlösliche Stoffe wie Salz, etwas Kochsalz, Meersalz, Salz vom Toten Meer, gemahlener Kandis oder Zuckerkristalle zum Einsatz», sagt die Fachärztin aus Zürich.

Wie und wie oft wird ein Peeling verwendet?

Laut Daneshfar kann eine sanfte Peelingcreme täglich angewendet werden, gröbere Peelingmasken und -gele ein- bis zweimal pro Woche. «Fettige Haut braucht ein eher stärkeres Peeling, möglichst mit fettabsorbierenden Inhaltsstoffen. Eine zu Trockenheit neigende Haut sollte sanfter gepeelt werden», rät die Expertin. Vor dem Peeling sollte die Haut außerdem sanft von Make-up und Schmutz befreit werden.

Petra Lauble-Bau verrät: «Erfahrungsgemäß mag ölige Haut eine grobe Körnung, die normale eine mittlere und die trockene Haut eine eher geringe Körnung. Wichtig ist, dass sich das Produkt angenehm anfühlt.»

Nach der Reinigung wird das Peeling auf die noch feuchte Haut aufgetragen und sanft eingerieben. «Die T-ZoneDie T-Zone umfasst Stirn, Nase und Kinn. etwas intensiver massieren, da man in diesem Bereich mehr Talgdrüsen hat und somit eher zu verstopften Poren und Mitessern neigt. Auch Hals und Dekolleté mitbehandeln, hier spürt und sieht man den Soforteffekt besonders deutlich», weiß Lauble-Bau. Anschließend mit warmem Wasser gründlich abwaschen und ein Pflegeprodukt auftragen. Die Haut nimmt die Inhaltsstoffe nun besonders gut auf.

Wann sollte ein Peeling nicht angewendet werden?

Ist die Körnung des Peelings sehr kantig und grob, kann sie die Haut verletzen. Von solchen Peelings ist abzuraten. Außerdem sollten Peelingprodukte nicht bei «Bindegewebsstörungen und stark entzündeter Haut» angewendet werden, warnt Daneshfar. Beschwerden wie erweiterte Gefäße oder Rosazea verschlimmern sich sonst möglicherweise.

Sind Peelinghandschuhe oder Luffaschwämme eine Alternative zur Peelingcreme?

Ja und nein, denn ein fertiges oder selbstgemachtes Peeling enthält pflegende Komponenten, die ein Handschuh oder Luffaschwamm nicht bietet. Trotzdem eignen sie sich gut, um den Körper zu peelen. Danach sollten Sie ihn sorgfältig eincremen, um der Haut Pflegestoffe zuzuführen.

Ist ein teures Peeling besser als ein günstiges?

Azita Daneshfar weiß, dass viele günstige Produkte häufig auch günstigere Inhaltsstoffe aufweisen. Petra Lauble-Bau sagt, dass sich der Preis eines Peelings «nach dem Aufwand der Verfahrens- und Herstellungstechnik sowie der Zusammensetzung, Konzentration, Qualität und Preise der Rohstoffe richtet». Wenn Sie Ihr Peeling selbermachen, sind Sie auf der sicheren Seite. Sie entscheiden, welche Inhaltsstoffe enthalten sind und bestimmen den Preis so selbst.

Wie kann ich mein Peeling selbst herstellen?

Es gibt viele Möglichkeiten, ein Peeling selbst herzustellen. News.de stellt Ihnen drei tolle Rezepte vor, mit denen Sie der rauen Winterhaut sanft, aber effektiv zu Leibe rücken. Dazu benötigen Sie nur einige Zutaten aus Ihrer Küche: Joghurt, gemahlene Mandeln, Salz oder Zucker, Honig und Kaffeemehl sowie etwas Mandel- oder Olivenöl.

Kaffeepeeling für Körper und Gesicht: Vermischen Sie frisches Kaffeemehl oder den Kaffeesatz vom Morgen solange mit Honig, bis eine streichfähige Paste entsteht. Diese tragen Sie in kreisenden Bewegungen - an den Füßen beginnend - auf. Anschließend spülen Sie sich mit lauwarmen Wasser gründlich ab. Danach tragen Sie eine Körperlotion oder -creme auf. Dieses Peeling sorgt für eine streichelzarte Haut und sollte maximal einmal wöchentlich verwendet werden.

Joghurt-Mandel-Peelingmaske von Azita Daneshfar: Etwas Naturjoghurt mit Honig, etwas Zucker (am besten feiner Rohrzucker), geriebenen Mandeln und einem Spritzer Olivenöl zu einem Brei vermischen und für 10 bis 15 Minuten auf die Gesichtshaut auftragen, dann mit einem warmen und feuchten Waschlappen abwischen. Danach eine leichte Pflege auftragen.

Salz-/Zuckerpeeling für Körper und Gesicht: Vermischen Sie Salz (als Körperpeeling) oder Zucker (sanfter, für das Gesicht) mit Oliven- oder Mandelöl, bis eine cremige Masse entsteht. Mit dieser reiben Sie dann sanft den Körper ein und spülen danach alles gründlich mit lauwarmen Wasser ab.

Alternativen: Im Prinzip können Sie von Zucker und Salz über Mandel- oder Kaffeemehl bis hin zu Grieß, Kokosflocken (duftet lecker) oder Weizenkleie alles für ein eigenes Peeling verwenden. Als Bindestoffe eignen sich Öle, Honig, Joghurt oder Quark. Rühren Sie immer nur soviel Masse an, wie Sie benötigen. Reste nicht stehenlassen, sondern entsorgen. Achten Sie auf die Hygiene und Sauberkeit bei der Herstellung Ihres Peelings und genießen Sie nach der Behandlung den Blick auf Ihre schön rosige und strahlende Haut. Hier finden Sie noch mehr Rezepte für die Hautpflege aus der Küche.

sca/ham/ivb/news.de

Leserkommentare (3) Jetzt Artikel kommentieren
  • Karin Moser
  • Kommentar 3
  • 30.03.2011 13:39

Ach, ich finde solche selbermachtipps immer ganz toll. Nachdem ich schwer beschäftigt bin kümmer ich mich eigentlich nur zwei Mal im Jahr um meine Schönheit, so richtig. Da fahr ich dann auf Wellnessurlaub nach Tirol ins Hotel Karwendel am Achensee, betreib Sport, gönn mir Steinölmassagen und lasse mich so richtig hegen und pflegen. Ansonsten muss alles von daheim aus machbar sein und da helfen solche Rezepte dann natürlich :) MERCI!

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  • Karin Brochhaus
  • Kommentar 2
  • 13.03.2011 20:01

Einmal in der Woche ein Peeling (Körper und Gesicht) und eine Gesichtsmaske zu machen, die auf die eigene Haut abgestimmt ist, sollte eigentlich zum Pflichtprogramm gehören. Wobei man das im Winter vielleicht weniger oft tun sollte, da die Haut dann doch wesentlich trockener und empfindlicher ist. es gibt zwar heute auch gutes Make-Up, das gleichzeitig sogar pflegend sein soll, aber benutzen würde ich es trotzdem nicht, zumal ich den Umgang damit nicht gewöhnt bin. Aber das muß ja jede Frau für sich entscheiden, ich würde es nur nicht übertreiben.

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  • Elster
  • Kommentar 1
  • 08.03.2011 15:27

Es gibt doch preiswerte Gesichtsmasken . Ab und an mache ich es mal . Geht schnell und ist auch entspannnend . Reicht mir . Ansonsten eine Creme verwende ich . Make -up kommt nicht in Frage .Die Haut kann da nicht richtig atmen .Make- up ist Gift für die Haut .Kenne Frauen ,die Make- up verwendet haben Die Haut sieht nicht gut aus ,wenn Make.up nicht darauf ist .

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