Mode Haartrends 2011: Der Rotschopf lässig verweht

Nach der Wirtschaftskrise geht es wieder entspannter zu. Auch auf den Köpfen der Deutschen, sagen die Friseure. Natürlich und lässig soll der neue Look wirken. Wer Mut hat, trägt Rot im Sommer.

Haartrends 2011: Der Rotschopf lässig verweht (Foto)
Haartrends 2011: Der Rotschopf lässig verweht Bild: dpa

Erfurt (dpa) - Nach der Wirtschaftskrise geht es wieder entspannter zu. Auch auf den Köpfen der Deutschen, sagen die Friseure. Natürlich und lässig soll der neue Look wirken. Wer Mut hat, trägt Rot im Sommer.

Nur nicht zu akkurat: Deutschlands Friseure raten für die Frühjahr- und Sommersaison zu entspannter Lässigkeit bei den Frisuren, die von kräftigen Farbeffekten und Wuscheloptik leben. Mutige Damen können als «Feuerkopf» mit Kupfer- und Tizianrot die Blicke auf sich ziehen. «Rot ist die Farbe des Sommers», sagte Antonio Weinitschke am Montag (14. Januar) bei der Präsentation der Modetrends durch den Zentralverband des Deutschen Friseurhandwerks in Erfurt. Die Kreationen, von denen einige Anleihen in der 1970er und 1980er Jahren nehmen, sollen «wie vom Wind verweht» wirken.

Voraussetzung sind raffinierte Schnitte - auch bei den Herren, die wieder mehr Volumen zeigen sollen und mit Frisuren á la «Miami Vice» oder im Dandy-Look mit leichtem Anflug zum Haar-Chaos richtig liegen. «Man kann wieder mit den Händen in die Frisur gehen», beschreibt Friseurmeister Klaus-Dieter Kaiser den Look, der weniger mit Gel arbeitet als in der Vergangenheit. Aber: «Ein bisschen Tolle ist immer erlaubt.»

Einen gepflegten und trendigen Haarschopf lassen sich die Deutschen einiges kosten. Bei 5,5 Milliarden Euro liegt der Jahresumsatz der 77 000 Friseurbetriebe mit ihren 260 000 Beschäftigten und Lehrlingen, sagte der Präsident des Zentralverbandes, Andreas Popp, am Rande der Präsentation. «Das ist kein kleiner Wirtschaftszweig.» Anders als andere Branchen sei das Friseurhandwerk gut durch die Wirtschaftskrise gekommen. Das soll, auch dank der immer neuen Looks, so bleiben.

«Der Trend ist scheinbar gebrochen, dass nur nach dem Preis geschaut wird», glaubt Popp. Um guten Nachwuchs zu bekommen, plädiert selbst der Zentralverband inzwischen für höhere Löhne in Ostdeutschland. Die Differenz von drei Euro zu den Mindesttarifen für Friseure im Westen, die mindestens 7,50 Euro pro Stunde erhalten, sei nicht mehr nachvollziehbar, äußerte Popp. Letztlich hänge die Lohnentwicklung aber auch vom Verhalten der Kunden ab.

Die sollen in der neuen Saison nicht nur in einen guten Schnitt - spezielle Undercuts sorgen dabei für Volumen - sondern auch in Tönungen investieren. Wem Rot zu aufregend ist, kann sich als «Naturkind» präsentieren: Mit pudrigen und warmen Blondtönen, die an die Farben von Steppen und Savannen erinnern. Weiter im Trend sind die klassischen Pilzköpfe von kurz und rot bis zu halblang und fedrig verspielt, aber auch lange, aufregend lockige Haare. Wer Neues versuchen will, trägt die Haarpracht nicht mehr mit Pony, sondern aus dem Gesicht frisiert.

«Es ist für jeden etwas dabei», findet Weinitschke. Auch beim Makeup, das statt mattiertem Teint auf «Leuchtkraftverstärker» mit Grün-Blauen-Farbkombinationen an den Augen und Orange- und Pfirsichtönen auf den Lippen setzt.

news.de/dpa

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