Regen-Accessoires Mit Gummi und Nylon gegen das Sauwetter

Regenschirme (Foto)
So verschieden die Menschen, so verschieden sind auch ihre Schirme. Bild: ddp

Von news.de-Redakteurin Melanie Sohn
Kalt, nass, ungemütlich: Der Herbst hat uns voll im Griff und wer nicht aufpasst, holt sich eine kalte Dusche von oben und nasse Füße von unten. Doch es gibt tolle Accessoires, die dem Sauwetter trotzen. 

Der Gummistiefel fristete bisher ein Leben in Stall und Wald, auf dem Kutter auf hoher See und auf dem Feld. Der strapazierfähige, wasserundurchlässige Schuh bestach lediglich durch Funktionalität denn durch schöne Optik. Modelle in Schwarz, Grün oder schmutzigem Gelb hielten die Füße ihrer Träger trocken und sauber. Mehr musste nicht sein.

Doch seit einigen Jahren ist eine Trendwende zu spüren. Das Nützliche mit dem Schönen zu verbinden, ist das neue Credo und ließ Designer wie Prada oder auch Ralph Lauren den Kautschukelastische Polymere, die auf Pflanzenprodukten wie vor allem Milchsaft (Latex) basieren; Kautschuk wird hauptsächlich zur Herstellung von Gummi durch Vulkanisierung verwendet -Treter auf die Catwalks großer Modemetropolen los.

Herbst-Accessoires
So schön sind Gummistiefel und Co.

Plötzlich entpuppt sich der Schuh als wahrer Allrounder: Ankle-BootsStiefellette mit kurzem Schaft und Absatz , Stiefel mit Keil- oder Blockabsatz, sowie Stiefeletten sind nun als Gummistiefel zu haben. Die Liste der modischen Accessoires am Schuh ist ebenso lang wie vielfältig: Schnallen, modische Muster und Farben, Fellapplikationensind nur Teile eines Kleidungsstückes aus Fell (Kragen, Saum) spricht man von Fellapplikationen , Schnürungen, Stoffbesatz in Hahnentrittmuster - es ist alles möglich. Wer selbst kreativ werden möchte, kann einen unifarbenen Stiefel auch mit wasserfesten Stiften nach Lust und Laune verzieren.

Mit Zimt und Zeder gegen Schweiß

Der Gummistiefel erlebt seine Renaissance und ist im Herbst das Mode-Must-Have für einen starken Auftritt und trockene Füße. Er kann lässig und problemlos zu Jeans oder dunklen Hosen kombiniert werden.

Nur zwei kleine Mankos hat der Allrounder aus Gummi: Trägt man ihn zu lange, gibt es schnell Schweiß- und Stinkefüße. Außerdem hält er die Füße bei kaltem Wetter nicht ausreichend warm.

Für letzteres gibt es schnelle Abhilfe durch dicke Socken. Zu bedenken gilt es hier: Wärmende Wollsocken können auch immer dem Schweißfuß förderlich sein. Zederholzsohlen- oder Zimteinlagen sind mögliche Helfer gegen Geruch und schwitzende Füße. Auch Fußpuder beeinflusst das Trockheitsgefühl positiv. Trotzdem gilt: Je länger man im Gummistiefel unterwegs ist, desto stärker schwitzt der Fuß und entwickelt einen unangenehmen Geruch.

Teflon gibt's nicht nur für Pfannen

Wer dem Wasser von Oben trotzen möchte, greift zum Regenschirm. Die Auswahl vom günstigen Modell aus dem Drogeriemarkt bis hin zum Luxusschirm ist riesig. Hier bestimmt der Preis auch häufig die Qualität. Dies ist der Rohstoffgüte und deren Verarbeitung geschuldet.

Für einen handelsüblichen Taschenschirm werden bis zu zwei Meter Stoff benötigt. Gängige Materialien sind NylonKunstfasern aus Polyamid , Polyester oder auch Baumwolle. Damit der Regen abperlt, wird das Dach des Schirms imprägniertImprägnierung ist ein Schutz von Gewebestoffen vor Durchfeuchtung. Imprägnierungsmittel werden größtenteils aus Paraffinen hergestellt, aber auch Wachse, Kunstharze und Silikone werden verwendet. und teflonbeschichtet. Das Gestänge eines guten Schirms sollte elastisch und dennoch hart sein. So hält er jedem Wetter stand.

Heute wird vermehrt Fiberglasglasfaserverstärkter Kunststoff für das Gestell verwendet. Das Material ist leicht und belastbar. Etwas schwerer, aber dafür sehr widerstandsfähig, ist Federstahlein Stahl, der im Vergleich zu anderen Stählen eine höhere Festigkeit besitzt . Aluminiumgestelle sind zwar günstiger in der Anschaffung, überleben häufig jedoch nur eine Herbstsaison.

Gut gepflegt hält lange trocken

Beim Dach des Schirms richten sich Hersteller zunehmend auch nach aktuellen Trends. Farben und Mustern sind kaum Grenzen gesetzt. Vom unifarbenen, dezenten Schirm für das Büro bis zum auffälligen Schirm mit buntem Dach für die Freizeit ist alles möglich. Wer an seinem Regenschutz lange Freude haben möchte, sollte bei der Anschaffung nicht zu sparsam sein.

Denn bei den Schirmen gilt wie bei vielen anderen Produkten auch: Wer billig kauft, kauft häufig zweimal. Hochwertige Schirme müssen bei Beschädigung nicht weggeworfen werden. Sie können mit wenigen Handgriffen vom Profi repariert werden. Bei Billig-Schirmen ist meist nichts mehr zu retten.

Bei der Schirmpflege gilt es, einfache Regeln zu beherzigen: Der Schirm sollte, nachdem er benutzt wurde, immer gut abtrocknen - am besten aufgespannt. Auch wenn die Stoffe das Wasser abperlen lassen, so benötigen doch die Eisenteile mehr Trockenzeit als das Dach.

Ist der Schirm verschmutzt, reinigen Sie ihn mit purem Wasser. In keinem Fall sollte der empfindliche Stoff mit Wasch- und Spülmitteln behandelt werden. Denn dadurch kann die Abperlfunktion beeinträchtigt werden.

Dieser Beitrag entstand in freundlicher Zusammenarbeit mit Schirm Oertel aus Bremen.

sis/ivb/news.de

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