Manteltrends Winterschick in Leder und Strick

Manteltrends (Foto)
Der Dufflecoat ist in diesem Winter sehr angesagt. In kräftigen Farben macht er graue Wintertage bunter und hält außerdem schön warm. Bild: Otto

Von news.de-Redakteurin Melanie Sohn
Die Fashion Weeks mit den Trends für das kommende Frühjahr sind zu Ende. Zwar dürfen Sie sich schon auf den Frühling freuen – müssen aber noch durch den harten Winter kommen. Mit dem richtigen Mantel ist das kein Problem.

In der kommenden Wintersaison ist praktisch jedes Modell erlaubt. Vom trendigen Dufflecoat dreiviertellanger, einreihiger Mantel aus schwerem Wollstoff mit Kapuze und Verschlüssen aus Horn oder Holz über den Woll- oder Ledermantel bis hin zur Pelzmode darf nahezu alles getragen werden. Egal, für welches Modell Sie sich entscheiden, in diesem Winter kommt es auf die Farben an.

Das starke Thema der Saison sind Knallfarben wie frisches Gelb, kräftiges Türkis, sattes Lila oder auch schillernde Grüntöne von Tanne bis Oliv. Brillante, frische Sommertöne begleiten uns in der Wintermode bis in das nächste Frühjahr hinein und sorgen so für Farbtupfer an grauen Wintertagen.

Vor den kräftigen Nuancen sollten Sie sich nicht scheuen, auch wenn es ungewohnt ist. Stylisten raten, mehr auf den Schnitt der Kleidung als auf das Kolorit zu achten. Die Ausrede «Dazu bin ich nicht der Typ» zählt nicht mehr. Hier dürfen in dieser Saison sowohl Männer als auch Frauen mutig sein. Ist die Farbe sehr kräftig, können Sie einen blassen Teint durch ein angepasstes Make-Up ausgleichen.

Manteltrends 2010
So machen Sie eine gute Figur

Bette Midlers schöne Beine

Die Optik im Wintermantel steht und fällt mit dem Schnitt desgleichen. Als grobe Faustregel gilt immer: Je größer man ist, desto länger dürfen die Kleider sein. Kleinere, runde Frauen sollten immer knieumspielende Längen wählen. Niemals länger, da die Figur dann gestaucht und noch fülliger wirkt. Haben Sie trotz üppiger Figur schöne Beine à la Bette Midler zu bieten, darf es etwas kürzer sein und Sie somit gern Bein zeigen.

Bei einer O-Figur oder dem Figur-Typus A, schmaler Oberkörper und breite Hüften, muss die Kleidung sorgfältig ausgewählt werden. Dies gilt vor allem bei Jacken und Mänteln, da diese von Hause aus oft auftragen. Von PonchosMantel, der seinen Ursprung bei den Indigenas hat und Capes sollten Sie in diesem Fall lieber die Finger lassen. Alles was einen ballonartigen Schnitt hat, schmeichelt der kräftigeren Figur nicht und sollte unbedingt vermieden werden. Besser ist es hier zu geraden Schnitten zu greifen. Diese strecken optisch ungemein und lassen Sie schmaler wirken.

Haben Sie eine A-Figur, ist außerdem zu beachten, dass Mäntel und Jacken mindestens bis zur stärksten Stelle ihrer Hüfte reichen sollten, um auch hier eine optische Stauchung und ein Auftragen zu vermeiden. Problemzonen werden somit gekonnt kaschiert. Generell gilt: Je fülliger die Figur ist, desto mehr muss auf Schnitt und Weite der Mäntel geachtet werden. Körperbetonte Bekleidung sollten Sie weitestgehend vermeiden.

Manteltrends und Accessoires

Sind Sie eher zierlich und schmal, sollten Sie auf körpernahe Kleidung setzen. Alles, was weit, groß und lang ist, staucht optisch und macht Sie noch kleiner. Das gilt auch für Wintermäntel und Jacken. Accessoires an der Kleidung können dem Gesamtbild ebenfalls abträglich sein. Große Knöpfe sowie stark aufgesetzte Taschen stauchen die Figur optisch und sind nur für große und schlanke Frauen wirklich tragbar.

Wenn Sie diese Regeln beherzigen, haben Sie die freie Wahl aus Dufflecoat, Ledermantel oder -jacke, Parka, Wollmantel oder auch Strickmänteln. Sind Sie, was die Farben betrifft, nicht mutig genug, um zu Gelb, Türkis oder Lila zu greifen, können Sie auch Variationen wie schwarz-lila-kariert wählen. Außerdem stehen gedecktere Farben wie die bereits bekannten Nude-Töne zur Wahl. Diese kann man hervorragend mit Beerenfarben, schönen Grüntönen oder auch Braunnuancen kombinieren.

Noch ein Wort zu den Accessoires: Im Winter sind das meist Mütze, Schal und Handschuhe. Hierbei müssen Sie zwar nicht viel, aber doch zwei Kleinigkeiten beachten. Im Idealfall bestehen die Winterbegleiter aus dem gleichen Stoff oder zumindest der gleichen Stoffstärke wie auch Ihre Jacke oder der Mantel. Ein Seidentuch zum groben Strickmantel zum Beispiel sieht nicht sonderlich vorteilhaft aus. Bleiben Sie also bei der Wahl Ihrer schmucken Begleiter in der gleichen Materialgruppe und stimmen Sie unbedingt die Farben aufeinander ab.

Dieser Text entstand in Zusammenarbeit mit der Stylistin und Personal Shopperin Denise Med aus München.

sca/ivb/news.de

Leserkommentare (3) Jetzt Artikel kommentieren
  • Edith
  • Kommentar 3
  • 04.02.2011 12:40

Rundliche Frauen sollen mit langen Schals gut kaschieren können. Irrtum. Einige Bekannte tragen sie und ich finde es im Gegenteil unvorteilhaft. Dieser Ratschlag ist nicht totzukriegen !

Kommentar melden
  • T loong
  • Kommentar 2
  • 29.09.2010 20:38

Und? Bei der Frauenmode siehts noch bescheidener aus. Lange Damengrößen? Jau, aufm Papier gibt es sie. In der Wirklichkeit, kannste ab 1,80m nur noch selber schneidern. Ärmel zu kurz, Gesamtlänge zu kurz und die Taille sitzt knapp unter der Brust... Lern Nähen, kauf dir nen anständigen Stoff und schneider dir deinen Mantel selbst. Was anderes kannst in diesem Zwergenland knicken.

Kommentar melden
  • weinzahn
  • Kommentar 1
  • 29.09.2010 17:00

Und ich Dubbel habe tatsächlich gedacht, dass hier auch etwas für Männer gezeigt wird. Aber die Emanzipation hat volle Arbeit geleistet. Seit drei Jahren versuche ich schon, einen MANTEL zu bekommen aber mit den Arschbetrügern von heute kann ich mit 192 absolut nichts anfangen. Wie sieht es denn aus, wenn unter dem Mantel noch 75 cm Bein raussieht? Wer das schön findet, kann sich doch eine Jacke kaufen.

Kommentar melden
Kommentar schreiben  Netiquettelink | AGB
noch 600 Zeichen übrig
Anzeige
news.de auf Facebook
Follow us on Facebook!
News.de auf Twitter
Follow us on Twitter!
Anzeige