Das sind die nervigsten Urlaubstypen
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Von Sabine Metzger
Artikel vom 07.07.2010
Sie liegen am Strand und lassen sich die Sonne auf den Bauch scheinen. Doch die Ruhe währt nicht lange. Schon nähert sich ein schmieriger Kerl und versucht, Sie anzumachen. Einer von acht lästigen Urlaubstypen. News.de verrät, wem Sie noch aus dem Weg gehen sollten.
Der Angeber
Manche Menschen haben das ausgeprägte Bedürfnis, vor Publikum damit zu prahlen, wo auf dem Globus sie schon überall waren. Das kommt in Redewendungen wie «Letztes Jahr in der Südsee...» oder «Als wir auf den Seychellen...» zum Ausdruck. Wer darauf nicht in Staunen ausbricht, ignoriert am besten freundlich lächelnd derartiges Imponiergehabe.
Der Liegestuhl-Reservierer
Leider sind wir Deutschen bei diesem altbekannten Phänomen ganz vorne dabei. Schon morgens, auf dem Weg zum Frühstück, wirft er ein Handtuch auf «seine» Liege, da er sonst nachher ja keinen oder eben nicht «seinen» Lieblingsstuhl bekommen könnte. Besonders schwere Fälle stehen sogar extra früh auf, um auch wirklich die Pole Position am Pool zu ergattern. Oder sie werden von der Liegestuhl-Reservierer-Gattin geschickt.
Der Fitness-Freak
Erholen ist für diesen Urlaubstyp ein Fremdwort. Schon vor dem Frühstück steht Joggen auf dem Programm, nach dem Obstteller wird das Fitnessstudio auf seine Tauglichkeit geprüft, um danach noch rechtzeitig zur Aqua-Gym am Pool zu hechten. Schwimmen, Surfen, Tennis oder Volleyball: Er nimmt sie alle, wie sie kommen. Es versteht sich, dass dieser Typ dem Liegestuhl-Reservierer nicht ins Gehege kommt.
Der Besserwisser
Er ist der Schrecken aller Reiseleiter und Reiseveranstalter. Denn gnadenlos prüft er ständig, ob der Reiseverlauf auch dem Programm entspricht, das Zimmer der Beschreibung und ob nicht die Halbpension laut Ankündigung für diesen Tag doch eine Vollpension sein müsste. Meckern und reklamieren stehen auf der Tagesordnung. Für Mitreisende hilft da nur eine gehörige Portion Humor. Andernfalls würde man sich nur über ihre Kleinlichkeit ärgern.
Der Unersetzliche
Der Laptop ist auch am Strand aufgeklappt, das Handy quasi mit dem Ohr verwachsen, ins Büro eine Standleitung eingerichtet. «Ich will nur mal meine Mails prüfen», «Nur mal kurz nachfragen, ob es mit dem Auftrag geklappt hat», das hören die geplagten Mitreisenden von dieser Urlaubsspezies, die man mit dem Wort Urlaub wahrlich kaum in Verbindung bringen kann.
Der Selbstverliebte
Die Strandpromenade ist für diesen Urlaubstyp der Laufsteg, auf dem er seine Eitelkeit ausführen darf. Gesehen werden, ist sein Motto. Tagsüber sind Posing und Bräunen seine Lieblingsbeschäftigungen, abends wirft er sich in Schale wie zum Galadiner. Bleibt die Hoffnung, dass es auch genügend Spiegel gibt, in denen dieser Urlaubstyp sein Antlitz bewundern kann.
Der Flirtkönig
Kein weibliches Wesen ist vor diesem Typ sicher. Wichtigstes Ziel seiner Reise ist es, bei möglichst vielen Frauen zu landen. Schon im Flugzeug geht die Flirterei los. Am Urlaubsort wird schnell die Lage sondiert, die Spreu vom Weizen getrennt und dann intensiv geflirtet. Vorsicht, meine Damen, nicht mit der großen Liebe verwechseln, dieser Typ will nur seinen Spaß.
Der Schnappschuss-Jäger
Er läuft den ganzen lieben Urlaubstag lang mit seiner Kamera umher, nervt seine Umwelt mit Anweisungen wie «Zeig doch mal dein schönstes Urlaubsgesicht» oder «Etwas mehr nach rechts, sonst krieg ich die Palme nicht mit drauf!». Und zu Hause müssen Freunde, Verwandte und Nachbarn die beeindruckende Foto-«Ausbeute» gehörig bewundern.
Der Panikmacher
Beim genussvollen Fischessen erzählt er anschaulich von der Fischvergiftung seines Schwagers im vergangenen Urlaub. Zu Tiramisu fallen ihm natürlich nur Salmonellen ein. Leitungswasser im Ausland? Nie im Leben! Im Reisegepäck ist eine Flasche Desinfektionsmittel. Und einheimische Spezialitäten probiert er lieber erst gar nicht - wegen der unbekannten Bakterien. Wer schon im Flugzeug seine Bekanntschaft macht, der erfährt garantiert die spektakulärsten Flugzeugabstürze der vergangenen Jahrzehnte. Na dann, schönen Urlaub noch.
sck/ivb/news.de
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